„Russland ist nicht unser Feind“ — Kundgebung zum 85. Jahrestag des deutschen Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion am 20.6. in Berlin
Nicht alle Menschen in Deutschland bereiten sich auf einen Krieg mit Russland vor. Es gibt noch Menschen, die an Diplomatie, Verständigung und Frieden glauben.
Am 20. Juni versammeln sich diese Menschen am Brandenburger Tor in Berlin zu einer Kundgebung unter dem Motto „Russland ist nicht unser Feind“. Im Jahr des 85. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion erinnern die Teilnehmer daran, wohin Hass, Feindbilder und militärische Konfrontation führen können. Die Demonstration versteht sich als Mahnung aus der Geschichte und als Appell an die Gegenwart.
„Aus dem verbrecherischen Krieg gegen die Sowjetunion erwächst eine besondere geschichtliche Verantwortung Deutschlands gegenüber dessen Völkern, insbesondere auch gegenüber den Menschen in Russland: die Verpflichtung als Nachfolgerin des ‚Dritten Reiches‘, zur Verständigung, zu einer Politik für Frieden und Entspannung“, so steht es im Appell auf der Webseite der Veranstaltung.
Während in Europa wieder über Abschreckung, Waffenlieferungen und Kriegstüchtigkeit gesprochen wird, wollen die Teilnehmer eine andere Stimme hörbar machen. Sie fordern eine Rückkehr zur Diplomatie, zu Verhandlungen und zu einer Sicherheitsordnung, die nicht auf gegenseitiger Bedrohung, sondern auf Zusammenarbeit beruht. Frieden entsteht nicht durch Waffen.
„Wir sagen, Russland ist nicht unser Feind, sondern ein Nachbar, mit dem wir uns verständigen müssen. Statt Konfrontation und Kriegsvorbereitung fordern wir das Eintreten für eine ernsthafte Friedens- und Entspannungspolitik. Auf die Tagesordnung gehört ein System gemeinsamer Sicherheit und kontrollierter Abrüstung in Europa und weltweit. Sicherheit für uns Menschen kann nicht durch Hochrüstung, Kriegsdrohungen und militärischer Interventionen erreicht werden“, sagen die Organisatoren.
Die Kundgebung beginnt am Samstag, 20. Juni, um 13 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin.