Wenn die Schweizer Armee mehr als eine Vogelscheuche sein soll, sind konkretere militärische Szenarien fällig. (Symbolbild)

Die Schweizer Armee plant schon mal ihre Niederlage

In der Schweiz hoffen Verteidigungsministerin (und sogenannte Bundespräsidentin) Viola Amherd und der Chef der Armee Thomas Süssli die Gunst der Stunde zu nutzen, um in einem ersten Schritt einmal acht Milliarden Franken jährlich für die Armee zu bekommen. Süssli pilgert durch die Lande, um seinen Offizieren die Sorgen Brüssels näher zu bringen, lässt dabei aber wichtige Fragen unbeantwortet.

So zeigte sich der Armeechef an der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Offiziersgesellschaft in Lugano besorgt über einen möglichen Zerfall der NATO und warb um mehr Geld und um mehr Soldaten für die Schweizer Armee (1). Der angeblich fundamentale Wandel der Sicherheitslage in Europa nach dem 24. Februar 2022 müsste eigentlich auch einen Paradigmenwechsel in der grundsätzlichen Aufstellung der Schweizer Armee bewirken. Doch davon hört man bis dato aus dem Bundeshaus-Ost nichts. 

Die heutige Schweizer Armee basiert auf einem Fähigkeitsprofil, das die Unterstützung ziviler Behörden beinhaltet, inklusive Katastrophenhilfe und Luftpolizeidienst (2), sowie die Erhaltung des Know-How im Bereich Landesverteidigung. Der Begriff des Know-How– bzw. Kompetenzerhalts wurde nie im Detail definiert, obwohl er eigentlich derjenige ist, welcher Struktur und Ausrüstung der Armee bestimmt und damit das Gros der Kosten verursacht. Für die Unterstützung der zivilen Behörden wurden die Territorialdivisionen geschaffen, während für den Kompetenzerhalt Landesverteidigung die mechanisierten Brigaden des Heeres verantwortlich sind (3). Gemessen an der Zahl der unterstellten Truppen sind die Territorialdivisionen eher als Brigaden zu bezeichnen (4) und von den drei mechanisieren Brigaden des Heeres sind zwei vollwertige, während die dritte ein Sammelbecken für verschiedene Formationen der Unterstützung ist (5). Dass diese Kräfte nicht reichen, um die Schweiz gegen einen massiven militärischen Angriff zu verteidigen, ist klar. Mangels einer konkreten militärischen Bedrohung wurde die Schweizer Armee im Rahmen des Projekts „Weiterentwicklung der Armee WEA“ auch nicht dafür konzipiert.

Der schweizerische Weg ist kein Einzelfall in Europa. Auch die vier Brigaden des österreichischen Bundesheers genügen nicht, um Österreich gegen einen konventionellen militärischen Angriff zu verteidigen, ebenso wenig wie die zwei Panzerdivisionen der Bundeswehr oder die zwei gepanzerten Divisionen (Division Blindées) der französischen Armee (6). Im Fall Deutschlands und besonders Frankreichs kommen zu diesen Kräften noch die Interventions-Kräfte, die theoretisch weltweit in Krisenlagen eingreifen sollen. Dieses Element fehlt natürlich in Österreich und der Schweiz.

Das Üben des eigenen Ungenügens

Mit seiner Aussage von zwei Divisionen in der Ostschweiz, die Armeechef Süssli in einem kürzlich erschienenen Interview in der Wiler Zeitung machte, deutet er an, dass genau der Einsatz der aktuellen Kompetenzerhalts-Armee für die Landesverteidigung durchgespielt wurde. Das findet auch regelmäßig im sogenannten Operativen Lehrgang der Armee statt, welcher jedes zweite Jahr an der Generalstabsschule in Kriens durchgeführt wird (7). Im Licht des Leistungsprofils und der daraus resultierenden grundsätzlichen Ausrichtung der Schweizer Armee kann es nicht erstaunen, dass die Teilnehmer jedes Mal zur Erkenntnis kommen, dass die vorhandenen Kräfte nicht ausreichen und dass sie nach mehr Personal, Geld und nach Integration in ein Militärbündnis schreien. 

Die Diskussion über „hybride Kriegführung“ und die Klagen ukrainischer Soldaten über realitätsferne Ausbildung bei der NATO (8) zeigen, dass der Charakter eines zukünftigen Kriegs im Umfeld der Schweiz derzeit schwammig ist und dass das Kriegsbild noch unscharf ist. Das unterscheidet die heutige Lage von jener des Kalten Kriegs, in dessen Denkweisen viele Verantwortungsträger heute noch gefangen sind. Damals waren die Verhältnisse klar, man brauchte nur das Reglement „Fremde Heere – Teil Ost“ zu konsultieren und wusste Bescheid. In einer Zeit steigender Unsicherheit wollen heute alle zurück auf bekannten Grund. Die Auswirkung der unklaren Lage besteht darin, dass es heute im Unterschied zu damals nicht möglich ist, die Verteidigung des Landes bis ins Detail vorzubereiten, und es ist auch nicht notwendig, eine derartig hohe Bereitschaft wie zu Zeiten des Kalten Kriegs aufrechtzuerhalten. Wer jetzt willkürlich einen bestimmten Bedrohungsfall auswählt und sich minutiös darauf vorbereitet, der wird eines Tages feststellen, dass er viel Geld verschwendet und trotzdem die falsche Armee aufgebaut hat. Wenn die schweizerische Politik jetzt dem Verteidigungs-Departement von Viola Amherd acht Milliarden jährlich zur Verfügung stellt, ohne ein klares Kriegsbild – nicht Feindbild – zu fordern, steuert genau in diese Richtung. Auch wenn die schweizerische Politik den Begriff des Auswuchses nie mochte, so wird der Vorgang nicht zu vermeiden sein. Irgendein Polit-PR-Berater wird schon einen attraktiven Begriff dafür finden. 

Mangels konkreter Bedrohung arbeiteten Schweizer Armeeplaner in den vergangenen Jahrzehnten mit der Methode der sogenannten „Fähigkeits-orientierten Streitkräfte-Planung“ FOSKE, in welcher nicht konkrete Absichten und Vorgehensweisen eines Gegners als Basis dienen, sondern die Fähigkeiten moderner Streitkräfte. Welche Fähigkeiten für die Weiterentwicklung der Schweizer Armee aber ausgewählt werden, muss auf realistischen Szenarien beruhen, damit nicht exotische Fähigkeiten ausgewählt und aufgebaut werden. Keinesfalls kann es angehen, dass die Schweizer Armee einfach bisher vorhandene Fähigkeiten aufrechterhält, indem sie Gerät, das in die Jahre gekommen ist, durch neues mit gleichem Einsatzprofil ersetzt. Damit würde sie sich auf vergangene Kriege vorbereiten. Süssli sollte beispielsweise einmal untersuchen lassen, ob die Schweiz mechanisierte Artillerie überhaupt noch einsetzen kann, bevor er nach neuen Panzerhaubitzen schreit. Am Jahresrapport der Territorialdivision 3 im September 2022 in Locarno behauptete er beispielsweise, die Amerikaner wüssten von jedem einzelnen Führungsfahrzeug der Russen in der Ukraine, wohin es fahren wolle und was für einen Auftrag es habe. Da fragt sich, ob mobile Führung überhaupt noch möglich und der Ersatz der Führungsfahrzeuge M-113, von welchem Süssli sprach, wirklich nötig ist (9). 

Popanz Putin?

Nach dem 24. Februar 2022 wurde uns eineinhalb Jahre lang berichtet, die russische Armee bestehe aus unmotivierten, in Haftanstalten „schanghaiten“ Alkoholikern, geführt von unfähigen Generälen, aber parallel dazu rief die Ukraine nach immer mehr Waffen und Munition, um angeblich mit Spaten kämpfende Russen abzuwehren (10). Jetzt soll dieselbe Armee urplötzlich in der Lage sein, ganz Westeuropa zu überrollen, aber trotzdem verschenken westeuropäische Länder ganze Waffengattungen und Teilstreitkräfte an die Ukraine. Das sind Widersprüche, die aufgelöst werden müssen, bevor Viola Amherd, der Schweizer Verteidigungsministerin, erlaubt werden kann, jährlich acht Milliarden Franken für den Ausbau der Schweizer Armee zu verpulvern, und es sollten die Grenzen dessen definiert werden, was Süssli seinen europäischen Kollegen glaubt und intern weitergibt.  Wenn aber die baltischen Republiken in ihrer Russophobie ihre russischen Bevölkerungsminderheiten im Land noch aktiver zu drangsalieren beginnen, um sie aus dem Land hinauszuekeln, dann wird das Szenario eines Kriegs im Baltikum, welches offenbar in der Bundeswehr derzeit gezimmert wird, zu einer sich selbst verwirklichenden Prophezeiung (11).

Die Diskussionen um die Lieferung von Marschflugkörpern des Tys Taurus – egal wie sie enden – und um einen Einsatz von NATO-Truppen in der Ukraine, die der französische Staatspräsident Macron kürzlich anriss, zeigen die Uneinigkeit innerhalb der NATO deutlich auf. In den letzten Wochen ist genau das passiert, was viele Kritiker schon seit Jahren monierten, nämlich dass die NATO nun zu groß geworden sei, um in Fragen europäischer oder gar globaler Sicherheit immer Einigkeit zu erzielen (12). Sollten Franzosen, Balten und Polen diese Diskussion weiter anheizen, dann wird auch die Prognose von Armeechef Süssli über den Zerfall der NATO Wirklichkeit werden (13). Wieso die Schweiz sich an ein zerfallendes Bündnis anlehnen sollte, müsste dann aber noch begründet werden. 

Im erwähnten Interview sagte Süssli beispielsweise, die Schweizer Armee müsse die Nutzung schweizerischen Territoriums durch fremde Mächte verhindern. Das ist in der Tat eine Forderung aus dem Haager Abkommen über die Rechte und Pflichten neutraler Mächte im Krieg von 1908. Implizit tat Süssli damit so, als gelte es einen Durchmarsch russischer Truppen oder einen Einsatz russischer Flugzeuge zu verhindern, und damit wiederum skizzierte er ein Szenario, in welchem die russische Armee an die Grenzen der Schweiz gestoßen ist. Das ist weit weg von jeder Realität. Die russische Armee kann nach Beendigung des Krieges in der Ukraine und nach Aufmarsch in Belarus an die Weichsel stoßen, wenn sie die Polen und die NATO überraschen und einen Atomkrieg vermeiden kann. Wie das gehen soll, ist mir noch nicht klar. Aber sie kann niemals 1’500 oder 2’000 km tief in einen Kontinent hineinstoßen, dessen wirtschaftliche und personelle Ressourcen jenen Russlands um ein Mehrfaches überlegen sind, dessen Bevölkerung sich gegen eine russische Besetzung wehren würde, in welchem Russland die logistische Unterstützung seiner Kräfte nicht sicherstellen und zu dem sie die Zugänge nicht blockieren kann. Dafür müsste Russland zusätzliche Flugzeugträger bauen, Iliushin-78 Tanker und Beriew A-50 beschaffen, sowie Sukhoi-57 und 75 in Serie produzieren. Das ist ziemlich viel für ein Land, dessen Armee nächstens mit Schaufeln kämpft. 

Minutiöse Vorbereitung zukünftiger Niederlagen

Die Frage, welche Fähigkeiten aufrechterhalten, welche neu aufgebaut werden müssen und auf welche die Schweizer Armee verzichten kann, muss auf der Basis moderner Szenarien beantwortet werden. Da genügen die Sauglatt-Szenarien aus der Küche des Stabs Operative Schulung nicht mehr (14). Diese haben einen didaktischen Hintergrund und dienen der Schulung der Verteidigung gegen Streitkräfte hohen Technologie-Niveaus, wie beispielsweise die Deutsche Bundeswehr, die französischen oder die britischen Streitkräfte, sowie gegen irreguläre Kräfte vom Typ der Hisbollah. Wer derartige didaktische Szenarien als Basis für die Streitkräfteplanung für die Zukunft verwendet, der bereitet heute die Niederlage von morgen vor. 

Auch wenn es unangenehm ist: Das Departement Amherd wird nicht darum herum kommen, eine größere Anzahl realistischer Szenarien für einen möglichen Landesverteidigungsfall der Schweiz zu entwickeln, welche den gesamteuropäischen Kontext miteinbeziehen, und es ist dabei gut beraten, den Verlautbarungen aus Brüssel mit einer gesunden Skepsis zu begegnen. Damit wird man sich nicht nur Freunde machen, aber rein auf die Schweiz bezogene Szenarien sind letzten Endes nichts weiter als Neuauflagen der Tannenbaum-Planungen vom Sommer 1940 (15). Grundsätzlich wäre es die Aufgabe eines strategischen Nachrichtendienstes, solche Szenarien zu erstellen, aber der Nachrichtendienst des Bundes setzt seine Prioritäten anders (16). Derweil lässt Armeechef Süssli die wichtigste Frage unbeantwortet: Wieso sollte die Schweiz ausgerechnet jetzt die Kooperation mit einer zerfallenden Allianz verstärken? 

Anmerkungen: 

  1. Siehe Antonio Fumagalli: Delegiertenversammlung SOG Lugano, Showdown im Armeekader: Eine einflussreiche Gruppe wagt den Aufstand gegen den Präsidenten der Offiziersgesellschaft, bei NZZ 02.03.2024, online unter https://www.nzz.ch/schweiz/offiziersgesellschaft-sog-aufstand-gegen-praesident-knill-kommt-holenstein-ld.1820260, Othmar von Matt: «Die Lage ist todernst»: Eine Widerstandsgruppe will den Präsidenten der Offiziersgesellschaft absetzen, bei Aargauer Zeitung, 08.03.2024, online unter https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/armee-die-lage-ist-todernst-eine-widerstandsgruppe-will-den-praesidenten-der-offiziersgesellschaft-absetzen-ld.2590222?reduced=true und „Rebellierende Offiziere fordern seinen Rückzug, Dominik Knill als SOG-Präsident unter Beschuss“, bei Blick, 02.03.2024, online unter https://www.blick.ch/schweiz/rebellierende-offiziere-fordern-seinen-rueckzug-dominik-knill-als-sog-praesident-unter-beschuss-id19492305.html
  2. Letzteres zugunsten des Bundesamts für Zivilluftfahrt
  3. Siehe Homepage des schweizerischen Heeres unter https://www.vtg.admin.ch/de/gruppe-verteidigung/organisation/kdo-op/heer.html; Kanal der Mechanisierten Brigade 1 auf Facebook: https://www.facebook.com/brmec1/?locale=de_DE, und der Mechanisierten Brigade 11: https://www.facebook.com/mechbr11
  4. Homepages der Territorial-Divisionen: Territorialdivision 1 unter https://www.vtg.admin.ch/de/die-schweizer-armee/organisation/kdo-op/ter-div-1.html, Territorialdivision 2 unter https://www.vtg.admin.ch/de/gruppe-verteidigung/organisation/kdo-op/ter-div-2.html, Territorialdivision 3 unter https://www.vtg.admin.ch/de/gruppe-verteidigung/organisation/kdo-op/ter-div-3.html und Territorialdivision 4 unter https://www.vtg.admin.ch/de/gruppe-verteidigung/organisation/kdo-op/ter-div-4.html
  5. Siehe den Facebook-Kanal der Mechanisierten Brigade 4: https://www.facebook.com/mechbr4/
  6. Siehe hierzu die Gliederung des Österreichischen Bundesheers online unter https://www.bundesheer.at/unser-heer/organisation, und jene des deutschen Heers unter https://www.bundeswehr.de/de/organisation/heer. Vgl. zur französischen Armée de Terre „1re division„, online unter https://www.defense.gouv.fr/terre/nos-unites/niveau-divisionnaire/1re-division und “ 3e division“ unter https://www.defense.gouv.fr/terre/nos-unites/niveau-divisionnaire/3e-division
  7. Siehe Othmar von Matt: «Ich bin sehr besorgt»: Armeechef Thomas Süssli fordert mehr Soldaten, Interview mit Thomas Süssli, bei Wiler Zeitung, 26.02.2024, online unter https://www.tagblatt.ch/schweiz/interview-ich-bin-sehr-besorgt-armeechef-thomas-suessli-fordert-mehr-soldaten-ld.2581968. Der Verfasser diente selbst während drei Jahren als Instruktor an der Generalstabsschule und während zwei Jahren im Stab Operative Schulung.
  8. Siehe Markus Reisner: „Katerstimmung“ für die Ukraine? – eine Lagebeurteilung von Oberst Markus Reisner, auf der Homepage des Österreichischen Bundesheers, 08.01.2024, online unter https://www.bundesheer.at/aktuelles/detail/katerstimmung-fuer-die-ukraine-eine-lagebeurteilung-von-oberst-markus-reisner
  9. Der Verfasser war an jenem Rapport selbst zugegen. 
  10. Der Begriff „schanghaien“ steht für die zwangsweise Rekrutierung von Matrosen.  Den Unsinn von den Spaten verbreitete jüngst wieder das britische Verteidigungsministerium und die BBC war sich nicht zu schade, ihn weiterzuverbreiten. Siehe“Ukraine War: Russian Reservists fighting with shovels, UK defence ministry„, bei BBC, 06.03.2024, online unter https://www.bbc.com/news/world-europe-64855760. Tatsache ist, dass die Soldaten der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg gerne ihre Klappspaten anschliffen, um sie als Hiebwaffen im Nahkampf einzusetzen.
  11. Siehe Leo Ensel: Remigration made in EU! – Wie Lettland knapp tausend Russen vertreiben will und sich niemand darüber aufregt, bei GlobalBridge, 30.01.2024, online unter https://globalbridge.ch/remigration-made-in-eu-wie-lettland-knapp-tausend-russen-vertreiben-will-und-sich-niemand-darueber-aufregt/.
  12. Carl Osgood: Italian Defense Minister Says France and Poland Cannot Speak on Behalf of NATO, bei Executive Intelligence Review, 11.03.2024, online unter https://eir.news/2024/03/news/italian-defense-minister-says-france-and-poland-cannot-speak-on-behalf-of-nato/
  13. Othmar von Matt: Vor hochrangigen Offizieren malt der Armee-Chef ein düsteres Szenario für die Schweiz, bei Luzerner Zeitung, 12.03.2024, online unter https://www.luzernerzeitung.ch/schweiz/weltlage-aussenminister-cassis-und-armeechef-suessli-sind-sehr-besorgt-ueber-einen-moeglichen-us-praesidenten-donald-trump-ld.2591745
  14. Siehe „Mit F-35 Tarnkappen-Bombern gegen Witzfiguren“, bei GlobalBridge, 10.02.2024, online unter https://globalbridge.ch/mit-f-35-tarnkappen-bombern-gegen-witzfiguren/.
  15. Unter der Tarnbezeichnung „Tannenbaum“ erstellten der Wehrmachtsführungsstab und der Stab der Heeresgruppe C im Sommer 1940 verschiedene Operationspläne gegen die Schweiz. Die Akten sind auf der Homepage des Deutschen Bundesarchiv verfügbar. Siehe „Tannenbaum Planung: RH 19-III/724, Operationsentwurf gegen die Schweiz (Unternehmen „Tannenbaum“), 26. Aug. /4. Okt. 1940″ im Bundesarchiv, online unter https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/a7a2c2be-c170-49ce-b817-6025575a37cd/. Aus den zahlreichen Darstellungen dazu Hans-Rudolf Kurz: Die militärischen Bedrohungen der Schweiz im Zweiten Weltkrieg, ein Nachtrag, bei ASMZ Sicherheit Schweiz, Allgemeine schweizerische Militärzeitschrift Band 121 (1955), Heft 3, S. 157 – 178, online unter https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=asm-004:1955:121::1033. Vgl. auch das Projekt von Alexander Raskin: Unternehmen Tannenbaum – Analyse, Simulation und Darstellung eines deutschen Angriffes auf die Schweiz im Jahr 1940, im Rahmen von Schweizer Jugend forscht, online unter https://sjf.ch/unternehmen-tannenbaum-analyse-simulation-und-darstellung-eines-deutschen-angriffes-auf-die-schweiz-im-jahr-1940/. Vgl. auch „Mit F-35 Tarnkappen-Bombern gegen Witzfiguren“, a.a.O.
  16. Er überwachte beispielsweise die genossenschaftlich geführte und ehrenamtlich betreute Zeitung „Zeitfragen“, nachdem diese den ehem. US-amerikanischen Nachrichtendienstler und UNO-Waffeninspekteur Scott Ritter zu einem Vortrag eingeladen hatte. Siehe Christoph Mörgeli: Eigentlich äußert sich der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) nicht öffentlich zu klassifizierten Inhalten seiner Berichte. Für die Weltwoche macht er aber eine Ausnahme, bei Die Weltwoche, 18.10.2023, online unter https://weltwoche.ch/daily/eigentlich-aeussert-sich-der-nachrichtendienst-des-bundes-ndb-nicht-oeffentlich-zu-klassifizierten-inhalten-seiner-berichte-fuer-die-weltwoche-macht-er-aber-eine-ausnahme/ und „In eigener Sache“, bei Zeitfragen, Nr. 22, 17. Oktober 2023, online unter https://www.zeit-fragen.ch/archiv/2023/nr-22-17-oktober-2023. Damals fügte der unbekannte Informant aus dem NDB folgende Notiz bei: „Ein Nachrichtendienst außer Kontrolle, außerhalb seines rechtlichen Mandates, selber beeinflusst durch und im Dienste der NATO Desinformation“.