Rio de Janeiro, mit fast 7 Millionen Einwohnern eine der größten Städte Lateinamerikas, ist nachgerade symbolisch für Lateinamerika: am Meeresstrand die Quartiere der Reichen, an den Berghängen die Favelas der Armen und Ärmsten. Eine Flugaufnahme, die auch den Corcovado zeigt, jenen weltberühmten Berg mitten der Stadt mit der gigantischen Christusstatue.

Die Präsenz Chinas in Lateinamerika – eine Chance, aber auch eine große Gefahr!

(Red.) Lateinamerika ist eines der wichtigsten Schlachtfelder im Wettstreit zwischen China und den USA um Ressourcen, Technologie, Energie und wirtschaftliche Kontrolle. – Um sich eine Vorstellung vom extrem vielfältigen Charakter dieses Kontinents machen zu können, vom grenzenlosen Reichtum einerseits und von der bitteren Armut andererseits, hat die Globalbridge-Redaktion zu einigen Ländern Bilder in den Text eingefügt, die nicht aus dem Original des folgenden Artikels stammen, aber die Vielfalt deutlich machen. (cm)

Die einfachen Menschen unserer lateinamerikanischen Völker sprechen nicht mehr nur von China als einem fernen Land, das Öl, Eisen oder Soja kauft. Heute ist die Rede von einer Großmacht, die in Lateinamerika „bis in die Küche“ vordringt – und das nicht nur im Handel, sondern auch bei Technologie, Häfen, Straßen, Energie, Telekommunikation, künstlicher Intelligenz, digitaler Überwachung und bis hin zum politischen Geschehen in der Region.

Im Jahr 2026 war China nicht mehr nur „ein großer Kunde“ – heute ist es einer der mächtigsten Akteure in Lateinamerika und liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den USA und Europa um die wirtschaftliche und strategische Kontrolle über den Kontinent.

Und die Wahrheit ist, dass dies nicht von heute auf morgen geschieht. Während Lateinamerika in Schulden, Wirtschaftskrisen, Korruption, bankrotten Industrien und verzweifelten Regierungen versinkt, die nach Finanzmitteln suchen, kommt Beijing und bietet schnelles Geld, gigantische Bauvorhaben und Technologie ohne politische Belehrungen oder unangenehme Bedingungen an.

Genau hier fand China offene Türen. Was vor 20 Jahren wie ein reines Handelsgeschäft aussah, ist heute eine vollständige Umgestaltung der lateinamerikanischen Machtverhältnisse.

China kontrolliert oder ist beteiligt an Häfen, Stromnetzen, Bergwerken, Telekommunikation, Energieprojekten, Satelliten und sensiblen Technologiesystemen. Sein Einfluss reicht von den Straßen Bogotás bis zu den Lithiumminen in Bolivien, über das venezolanische Öl und die riesigen Pazifikhäfen.

Und während viele Regierungen Investitionen und Abkommen begrüßen, warnen andere, dass die Region in eine neue Form der Abhängigkeit vom Ausland geraten könnte. Denn ja, der Akteur hat gewechselt, aber das Risiko der Unterordnung besteht weiter.

Der Handel ist wahrscheinlich das sichtbarste Gesicht dieser Expansion: China ist bereits der wichtigste Handelspartner mehrerer südamerikanischer Länder, kauft große Mengen an Soja, Kupfer, Eisen, Öl, Fleisch und Lithium und flutet gleichzeitig die Region mit Maschinen, Technologie, Solarmodulen, Industrieprodukten und Elektrofahrzeugen.

Heute übersteigt der Handel zwischen China und Lateinamerika eine halbe Billion Dollar pro Jahr, eine Zahl, die vor zwei Jahrzehnten noch als pure Science-Fiction erschien.

Doch hinter diesen schönen Zahlen verbirgt sich eine unangenehme Realität: Lateinamerika exportiert weiterhin billige Rohstoffe und importiert Industrieprodukte, das heißt, wir spielen weiter die alte Rolle der Rohstofflieferanten, während andere die Technologie, die Industrie und die großen Gewinne für sich behalten.

Beim Bau eines Kraftwerkes im Süden Brasiliens ist hinter der Staumauer ein Stausee entstanden, in dem auch ein ganzes Dorf untergegangen ist. Die Einwohner mussten wegziehen, die ihnen versprochene neue Siedlung ist aber nie gebaut worden. Jetzt wohnen sie in einem Lager aus schwarzen Plastik-Zelten, die Männer suchen in der Umgebung Arbeit, die Frauen sorgen sich um den Nachwuchs … (Foto Christian Müller)

Brasilien ist eines der besten Beispiele. China ist zum Hauptabnehmer von brasilianischem Soja geworden und bezieht auch enorme Mengen an Eisen, Erdöl und Fleisch. Es gibt ganze Regionen der brasilianischen Landwirtschaft, die direkt von dem abhängig sind, was Beijing entscheidet. Wenn China mehr kauft, atmet die ländliche Wirtschaft auf, wenn China die Einkäufe zurückfährt, zittern Tausende von Erzeugern.

Dieses Maß an Abhängigkeit ist bereits Anlass zur Sorge bei brasilianischen Industriesektoren, besonders weil viel billigere chinesische Produkte lokale Fabriken treffen und die wirtschaftliche Verwundbarkeit erhöhen.

Währenddessen kommen chinesische Unternehmen in den Bereichen Stromnetze, Energie, Häfen und Telekommunikation voran. Huawei ist praktisch zum Protagonisten des brasilianischen Technologieausbaus geworden und spielt eine wichtige Rolle bei den 5G-Netzen. Darüber hinaus drängen chinesische Elektroautomarken aggressiv auf den lateinamerikanischen Markt und verdrängen nach und nach westliche Hersteller.

Und genau hier wird der geopolitische Kampf ernst, denn 5G ist nicht nur schnelles Internet, hier geht es auch um künstliche Intelligenz, industrielle Automatisierung, städtische Überwachung und Kontrolle kritischer Infrastruktur.

Washington weiß das sehr gut, weshalb die USA seit Jahren Druck auf lateinamerikanische Regierungen ausüben, um den technologischen Vormarsch Chinas zu stoppen.

Argentinien steht vor einer anderen heiklen Situation. Das Land verfügt über eine der größten Lithiumreserven der Welt – eine unverzichtbare Ressource für Batterien, Elektroautos und die gesamte globale Energiewende. China positioniert sich bereits stark im sogenannten „Lithium-Dreiecks“, das Argentinien sich mit Bolivien und Chile teilt.

Argentinien war viele Jahre ein klassisches Einwanderungsland, für Leute, die auf eine neue Existenz hofften, aber auch für Unternehmer und für Reiche. Der Deutsche Claudio Zichy-Thyssen, der, wie es der Name sagt, ein Sprössling aus der – intern zerstrittenen – deutschen Unternehmer-Familie Zichy-Thyssen stammt, lebt in Buenos Aires, hat aber etwa 200km südlich in der Pampa die Estancia Santa Rita, einen gigantischen, 7000 Hektaren großen Landwirtschaftsbetrieb mit einer phantastischen Villa. An Geld fehlt es hier nicht! (Photo Christian Müller)

Doch neben Lithium hat Beijing auch argentinische Staudämme, Eisenbahnstrecken und Energieprojekte finanziert. Der sensibelste Punkt bleibt die chinesische Raumstation in Neuquén, mitten in Patagonien. Offiziell ist es eine Forschungsstation. Inoffiziell vermuten Viele in Washington, dass es sich um militärische oder nachrichtendienstliche Zwecke handeln könnte.

Dies zeigt, dass der Wettstreit zwischen China und den USA nicht mehr nur in Asien oder im Südchinesischen Meer stattfindet, die Schlacht wird auch auf lateinamerikanischem Boden ausgetragen.

Chile nimmt eine weitere Schlüsselrolle ein, da es einige der für die globale Energiezukunft wichtigsten Mineralien kontrolliert. Das chilenische Kupfer ist für die Technologie- und Elektroindustrie unverzichtbar, während Lithium praktisch zum modernen Gold wird. China beteiligt sich bereits am chilenischen Bergbau, an der Energieversorgung und an der Telekommunikation.

Und die USA sehen Projekte im Zusammenhang mit Unterseekabeln, Rechenzentren und strategischen digitalen Netzwerken mit Sorge, denn wer die kritischen Mineralien und die digitale Infrastruktur der Zukunft kontrolliert, wird einen enormen Vorteil in der Weltwirtschaft haben.

Peru hat sich zu einem der wichtigsten Laboratorien für Chinas Expansion im Infrastrukturbereich entwickelt. Chinesische Unternehmen sind in Kupfer- und Goldminen stark präsent, doch das Projekt, das Washington am meisten beunruhigt, ist der Megahafen von Chancay.

Dieser Hafen, der mit chinesischem Kapital finanziert wird, könnte die Handelsrouten zwischen Südamerika und Asien komplett verändern. Für Beijing ist er ein strategischer Baustein innerhalb seiner globalen maritimen Expansion, für die USA ist er ein weiterer Punkt des wachsenden chinesischen Einflusses im lateinamerikanischen Pazifikraum.

Das Quellgebiet des Amazonas liegt noch auf peruanischem Staatsgebiet. Dort liegt Iquitos, eine Stadt mit weit über 100’000 Einwohnern. In weiten Teilen der Stadt hat sich der Boden unter den Wasserspiegel abgesenkt, sodass nur noch die oberen Stockwerke der Häuser bewohnbar sind, und die Bewohner brauchen zur Erreichung ihrer Häuser ein Kanu. Keine einfache Situation … (Photo Christian Müller)

Bolivien ist dank Lithium ebenfalls voll und ganz auf die geopolitische Bühne getreten. Jahrelang hatte das Land Schwierigkeiten, seine Ressourcen zu industrialisieren, und da kam China und bot Finanzmittel, Technologie und Industrieabkommen an. Auch Vereinbarungen im Zusammenhang mit Satelliten, Telekommunikation und digitaler Überwachung nahmen zu.

Viele bezeichnen Lithium bereits als „das Öl des 21. Jahrhunderts“, und das ist keine Übertreibung. Das Land oder der Block, der diese Ressource beherrscht, wird enormen Einfluss auf die Energiewirtschaft der Zukunft haben.

Venezuela stellt wahrscheinlich eine der tiefsten Verbindungen zwischen China und Lateinamerika dar. Jahrelang gewährte Beijing Kredite in Höhe von mehreren Milliarden Dollar, abgesichert durch venezolanisches Öl. Selbst nach dem wirtschaftlichen Kollaps hat China die venezolanische Regierung weiterhin finanziell, technologisch und diplomatisch unterstützt.

Chinesische Unternehmen beteiligten sich an Projekten in den Bereichen Telekommunikation, staatliche Überwachungssysteme und digitale Überwachung, und das ließ in Washington alle Alarmglocken läuten. Denn für die USA geht es nicht nur um Geschäfte, sie sehen darin auch eine Ausweitung von Modellen politischer Kontrolle, die auf chinesischer Technologie basieren.

Kolumbien zeigt ein weiteres interessantes Phänomen: Obwohl das Land historisch gesehen einer der engsten Verbündeten der USA in Südamerika war, gelang es China, im Bereich Infrastruktur und Technologie stark voranzukommen.

Die Metro von Bogotá, die von einem chinesischen Konsortium gebaut wurde, ist eines der sichtbarsten Symbole dafür. Auch kolumbianische Unternehmer haben begonnen, ihren Blick stärker auf Asien zu richten, während einige westliche Märkte einen Rückgang verzeichnen.

Dies sendet eine ganz klare Botschaft aus: Sogar die traditionellen Verbündeten Washingtons wollen ihre Beziehungen diversifizieren.

Mexiko befindet sich vielleicht im kompliziertesten Gleichgewicht von allen: Seine Wirtschaft hängt in hohem Maße von den USA ab, doch China hat bereits eine Schlüsselrolle in den Bereichen Fertigung, Elektronik und Elektrofahrzeuge. Washington wirft chinesischen Unternehmen regelmäßig vor, mexikanisches Territorium zu nutzen, um Zölle zu umgehen und indirekt auf den nordamerikanischen Markt zu gelangen. Unterdessen wachsen chinesische Hersteller dank günstigerer Preise und Massenproduktion weiter. Mexiko versucht, auf beiden Seiten zu spielen, ohne mit einer der beiden Seiten zu brechen.

Panama ist aufgrund des interozeanischen Kanals nach wie vor ein geopolitisches Juwel. China hat schon vor Jahren erkannt, dass die Kontrolle globaler Logistikwege genauso viel wert ist wie die Kontrolle über Öl oder Mineralien. Chinesische Unternehmen haben sich an Häfen, maritimer Infrastruktur und strategischen Projekten mit Bezug zum internationalen Handel beteiligt, und natürlich denken die USA nicht daran, tatenlos zuzusehen, wie Beijing an einem der sensibelsten Punkte des Kontinents an Terrain gewinnt.

Ecuador hat ebenfalls eine starke Welle chinesischen Kapitals in den Bereichen Wasserkraft, Bergbau und Erdöl erhalten, doch mehrere Projekte gerieten aufgrund von Kostenüberschreitungen, technischen Mängeln und finanzieller Abhängigkeit in die Kritik.

Ecuadors Hauptstadt Quito liegt auf fast 3000 Meter über Meer, aber gleichzeitig hat das kleine Land Ecuador auch eine eigene Meeresküste. Auf einer Fahrt mit einem kleinen Boot entlang dieser Küste ist mir diese Bar aufgefallen, umrankt von Mangroven. Bienvenidos al «Balcón del manglares»! (Foto Christian Müller)

Daraus entsteht eine weitere, immer heftiger werdende Debatte in Lateinamerika: Trägt China tatsächlich zur Entwicklung bei oder schafft es nur eine neue Form der Abhängigkeit?

Uruguay versucht, das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, betreibt zunehmend Handel mit China, verkauft Agrarprodukte und stärkt Technologieabkommen, ohne jedoch vollständig mit dem Westen zu brechen.

Costa Rica hat eine wichtige symbolische Bedeutung, da es eines der ersten zentralamerikanischen Länder war, das die Beziehungen zu Taiwan abbrach, um China offiziell anzuerkennen. Seitdem nahmen Investitionen sowie Zusammenarbeit in Technologie und Infrastruktur zu. Es gab jedoch auch Ermittlungen wegen illegaler Bergbauaktivitäten und Goldschmuggel, die mit internationalen Netzwerken in Verbindung stehen, die angeblich mit dem chinesischen Markt verbunden sind. Dies zeigt die Möglichkeit, dass wirtschaftliche Expansion sich auch mit kriminellen Netzwerken, Korruption und Umweltzerstörung vermischen kann.

In Kuba und Nicaragua haben die Beziehungen zu China darüber hinaus eine ganz klare politische Komponente: Beide Regierungen sehen in Beijing einen Verbündeten gegen westliche Sanktionen und Drucksausübung. China engagiert sich in den Bereichen Telekommunikation, Infrastruktur und staatliche Finanzierung.

In Nicaragua intensivierte sich die Annäherung nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Taiwan.

Währenddessen sehen sich Länder wie Paraguay internem wirtschaftlichem Druck ausgesetzt, sich ebenfalls Beijing anzunähern.

Der diplomatische Streit zwischen China und Taiwan hat Lateinamerika nun voll erfasst.

Ein Sektor, in dem China am schnellsten vorankommt, sind Elektrofahrzeuge: Marken wie BYD, Chery, Geely und MG drängen dank günstigerer und leistungsstärkerer Modelle als viele westliche Konkurrenten kräftig auf den Markt; hierbei sind Brasilien, Mexiko, Chile und Kolumbien vorrangige Märkte.

Dies beschleunigt zwar die Energiewende, erhöht aber auch die technologische Abhängigkeit von Industrieketten, die von China kontrolliert werden.

Huawei dominiert trotz des Drucks aus Washington weiterhin einen Großteil der lateinamerikanischen Telekommunikation, und wir sprechen hier nicht mehr nur von Mobiltelefonen oder dem Internet, sondern von künstlicher Intelligenz, Automatisierung, städtischer Überwachung und nationaler Sicherheit.

Die USA befürchten, dass China durch diese Technologien letztendlich privilegierten Zugang zu kritischer lateinamerikanischer Infrastruktur erhält.

Auch die Raumfahrt ist in den Wettstreit eingetreten. China entwickelt die Zusammenarbeit im Weltraum mit Argentinien, Bolivien, Venezuela und Brasilien. Offiziell sind dies wissenschaftliche Projekte, doch Washington mutmaßt militärische Doppelnutzungen. Der Wettstreit im Weltraum ist längst nicht mehr die exklusive Angelegenheit der traditionellen Supermächte.

Lateinamerika ist Teil des geopolitischen Spielbretts. Die Kritik am chinesischen Vormarsch wird immer lauter. Viele Ökonomen glauben, dass die Region Gefahr läuft, erneut im alten extraktivistischen Modell zu versinken, das darin besteht, billige Rohstoffe zu exportieren, während andere Industrie und Technologie entwickeln. Es gibt Stimmen, die vor Verschuldung, Souveränitätsverlust und technologischer Abhängigkeit warnen.

Zudem prangern indigene Gemeinschaften und Umweltgruppen Verschmutzung, ökologische Zerstörung und soziale Konflikte im Zusammenhang mit Rohstoffprojekten an, die von ausländischen Unternehmen, auch von chinesischen, vorangetrieben werden.

Aber gleichzeitig antworten viele Regierungen mit einem einfachen Argument: Der Westen hat nie das Maß an Finanzierung und Infrastruktur geboten, das China jetzt bietet – und genau hier liegt der große Widerspruch der Sache.

Für manche stellt Beijing eine historische Chance für Wachstum, Entwicklung, Modernisierung und Diversifizierung der Wirtschaft dar. Für andere bedeutet es die Entstehung einer neuen, als Kooperation verkleideten Abhängigkeit vom Ausland.

Fest steht, dass Lateinamerika im Jahr 2026 nicht mehr nur einfacher Zuschauer des globalen Konflikts ist, es ist jetzt eines der wichtigsten Schlachtfelder im Wettstreit zwischen China und den USA um Ressourcen, Technologie, Energie und wirtschaftliche Kontrolle.

China ist heute nicht mehr nur ein Käufer von Rohstoffen, sondern entwickelt sich zu einem Akteur, der tief in Schlüsselsektoren der Region eingebunden ist, wie Lithium, Kupfer, Häfen, Telekommunikation, künstliche Intelligenz, Bergbau, Energie, digitale Überwachung und Elektromobilität.

Die große Frage ist, ob Lateinamerika es schaffen wird, diese Beziehung zu nutzen, um eigene Industrien zu stärken und wirtschaftliche Souveränität sowie Entwicklung zu erreichen, oder ob es letztlich in einem Modell aus Abhängigkeit, Verschuldung und ausländischer technologischer Kontrolle gefangen sein wird.

Denn der Kampf um Lateinamerika hat bereits begonnen, und was in dieser Region in den kommenden Jahrzehnten geschieht, könnte einen Großteil des neuen globalen Gleichgewichts bestimmen.

Zum Autor: José A. Amesty Rivera aus Venezuela ist Theologe, sozialpolitischer Ausbilder und Autor. Dieser sein Beitrag erschien im Original bei Rebelión.  Die Übersetzung aus dem Spanischen besorgte Marta Andujo.

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