Diplomatische Mätzchen, zwei Selbstdarsteller in Versailles und ein verprellter Bundesrat
Die Schweizer Presselandschaft gibt sich überrascht und konsterniert: Das Memorandum of Understanding, welches den Krieg zwischen den USA und dem Iran beenden soll, wurde weder in Genf noch auf dem Bürgenstock unterzeichnet, sondern in Versailles, wo US-Präsident Donald Trump nach dem G-7-Gipfel hingeflogen war (1). Und es gab kein Gipfeltreffen zwischen den Staats- bzw. Regierungschefs, sondern ein getrenntes Vorgehen: Donald Trump unterschrieb das Dokument in Papierform während eines feierlichen Abendessens im Schloss Versailles, während die iranische Führung unter Präsident Massud Peseschkian das Abkommen rein digital aus der Ferne unterzeichnete.
Ob Peseschkian aus Verärgerung über israelische Angriffe auf die Hisbollah im Südlibanon nicht nach Versailles anreiste, oder weil er ganz einfach das persönliche Zusammentreffen mit Trump vermeiden wollte, ist unklar (2). Letzteres ist durchaus plausibel: Das Außenministerium in Teheran erklärte, dass eine gemeinsame, physische Zeremonie angesichts des digitalen Verfahrens nicht angebracht sei. Solche Mätzchen erlaubt sich nur, wer sich in der starken Position sieht. Peseschkian wird es so sehen, dass der Iran de facto als Gewinner aus dem Krieg hervorgegangen ist, da die USA ihre erklärten Ziele nicht erreicht und an Einfluss verloren hätten, und dass das Ergebnis für Israel als aufgeschobene, aber absehbare strategische Niederlage zu betrachten sei (3). Die Trump-Administration hingegen verkauft das Memorandum als erfolgreichen Deal zu günstigen Bedingungen. Als erstes stellt sich nun die Frage, welche Einschätzung überzeugender erscheint. Neben vorsichtigem Optimismus dominieren derzeit eher skeptische Einschätzungen (4).
Wenn das Memorandum of Understanding MoU so unterschrieben wurde, wie in verschiedenen Medien publiziert, dann darf man wohl von einem Sieg des Iran auf der ganzen Linie sprechen (5). Der Iran soll Reparationen für die erlittenen materiellen Schäden erhalten – obwohl sie im MoU nicht so bezeichnet werden – und von Lockerungen der gegen ihn gerichteten Sanktionen profitieren. Die USA sollen sich auch dafür einsetzen, dass die von der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEA und dem UN Sicherheitsrat verhängten Sanktionen gelockert werden. Es ist kaum davon auszugehen, dass sich der UN SC und die IAEA dem Abkommen widersetzen werden, denn sie wollen sicher nicht in die Rolle des Spielverderbers schlüpfen. Eigentlich müssten auch die Europäer mitziehen, denn wichtige Forderungen des Atomdeals JCPOA, den sie vor Jahren abgeschlossen hatten, werden erfüllt werden.
Ausstrahlungskraft in der Region und darüber hinaus
Der iranische Erfolg wird hohe Ausstrahlung in der Region Nahost/Westasien haben, denn er erzwingt möglicherweise den Abzug von US-Streitkräften aus der Region. Im Irak waren diese schon seit längerem nicht mehr erwünscht gewesen. Das irakische Parlament hatte schon am 5. Januar 2020 in einer Sondersitzung den Abzug der US-amerikanischen Truppen gefordert. Auslöser war der Mord am iranischen General Qasem Suleimani und an einem irakischen Milizenführer durch US-Drohnen nahe Bagdad zwei Tage zuvor gewesen. Das Parlament verpflichtete die irakische Regierung damals, die Präsenz aller ausländischen Truppen auf irakischem Boden zu beenden und die Nutzung des irakischen Luftraums zu verbieten. Schon zuvor, im März 2018, war ein ähnlicher Parlamentsbeschluss gefasst worden, der einen konkreten Zeitplan für den Abzug ausländischer Streitkräfte verlangte. Jahrelange Verhandlungen führten schließlich zu einem Plan für die schrittweise Reduktion der US-Militärpräsenz (6).
Mancheine Regierung in der Region wird erkannt haben, dass die USA sie nicht vor iranischen Angriffen schützen können und vielleicht auch gar nicht so sehr wollen, weil es den Amerikanern immer primär um die Sicherheit Israels ging. Damit können die Iraner sich mit ihrem Sieg nun auch in den Reihen der muslimischen Staaten profilieren. Besonders hervorzuheben ist, dass es den Iranern gelang, auch den Libanon – und damit die Hisbollah – in den Deal einzubeziehen. Jetzt kann sich die Hisbollah als Sieger präsentieren und in Anspruch nehmen, zusammen mit dem Iran auch für den Libanon gekämpft zu haben. Der Iran wird so zu einer Art Schutzmacht des Libanon stilisiert.
Nicht im MoU integriert scheinen aber die Palästinenser zu sein. In Gaza könnte eine gewisse Enttäuschung aufkommen, aber hinter der Hamas standen noch andere Mächte als der Iran, wie die Türkei und Katar. Nicht explizit erwähnt sind die Huthis im Jemen, aber die Öffnung der Straße von Hormus wird auch Auswirkungen am Bab-al-Mandab haben: Wenn sie geschlossen wird, war die ganze Verhandlerei nutzlos. Ob an er Straße von Hormus nun Gebühren verlangt werden, bleibt vorerst unklar, ebenso wie die Frage, welche Rolle die Europäer bei der angeblich notwendigen Sicherung der Meerenge spielen werden (7). Die Antwort auf die zweite Frage hängt auch davon ab, ob die Anrainer des Persischen Golfs bereit sind, den Europäern eine Gelegenheit zu geben, eine militärische Präsenz vor ihrer Haustür zu etablieren. Über die Fähigkeit der Europäer, die Golfstaaten vor dem Furor des Irans zu schützen, sollte dieser erneut herausgefordert werden, wird man sich in der Region keine Illusionen machen.
Ein Vertrag über die Nutzung des Straße von Hormus wäre im internationalen Regelwerk eigentlich nicht zwingend nötig, denn die UN-Seerechtskonvention UNCLOS ist in dieser Angelegenheit eigentlich klar: Meerengen haben für alle seefahrenden Nationen befahrbar zu sein, mit gewissen Auflagen sogar für Kriegsschiffe (8).

Schiffbruch erleidet das israelische Projekt einer Zerschlagung des Iran, dessen Zerteilung in Einzelteile oder ein Regimewechsel in Teheran, die sich das Kabinett Netanjahu versprochen haben mag. Nach dem berechtigten Aufschrei quer durch die Welt nach dem Terrorangriff der Hamas im Oktober 2023 hatte Netanjahu möglicherweise geglaubt, er könne die Welle der Solidarität jetzt ausnutzen, um das Problem der Palästinenser und jenes mit dem Iran ein für alle Mal gewaltsam zu lösen. Netanjahu wird seine Ambitionen zurückschrauben müssen.
Was bleibt vom iranischen Atomprogramm?
Der Iran hatte bereits in den Verhandlungen vor Kriegsbeginn den Verzicht auf die weitere Verfolgung seines Kernwaffenprogramms bzw. auf den Besitz von waffenfähigem Material angeboten. Jetzt spricht das MoU von der Ab-Reicherung unter Aufsicht der IAEA, sodass das spaltbare Material einer zivilen Nutzung zugeführt werden kann. Der Iran muss sein Material folglich nicht einmal aus den Händen geben, wie einmal vorgeschlagen worden war, und implizit ist nun auch klar, dass die amerikanischen und israelischen Angriffe es nicht in Mitleidenschaft zu ziehen vermochten. Für Trump aber ist der Teil des MoU, der sich mit dem spaltbaren Material befasst, der wichtigste, denn dies will er seinem Elektorat und der ganzen Welt als seinen Haupterfolg verkaufen: Er habe verhindert, dass der Iran Atombomben baue.
Den Bau einer Atombombe aber hatte der Iran zu Lebzeiten des obersten Religionsführers Ali Chamenei ohnehin nie gewollt (9). Die iranische UN-Mission reichte anlässlich der Internationalen Konferenz für nukleare Abrüstung in Teheran im April 2010 eine schriftliche Version der Fatwa von Ali Chamenei gegen Massenvernichtungswaffen ein und ließ sie als offizielles Dokument registrieren. In den amtlichen Übersetzungen lautet die Kernpassage der Fatwa:
„Wir glauben, dass neben Atomwaffen auch andere Arten von Massenvernichtungswaffen wie chemische und biologische Waffen eine ernsthafte Bedrohung für die Menschheit darstellen. Wir betrachten den Einsatz solcher Waffen als haram (religiös verboten) und sind der Überzeugung, dass es jedermanns Pflicht ist, Anstrengungen zu unternehmen, um die Menschheit vor dieser großen Katastrophe zu bewahren.“ (10)
Unter Experten ist die formelle Rechtsgültigkeit des Dokuments umstritten, weil es kein entsprechendes, traditionell gestempeltes Fatwa-Dokument in den religiösen Sammelbänden (Risalah) Chameneis gebe. Andere Kritiker behaupten, dass der Islam im Heiligen Krieg die Lüge gegenüber Ungläubigen grundsätzlich erlaube. Im klassischen islamischen Recht existiert allerdings keine allgemeine Erlaubnis, Ungläubige, das heißt Nicht-Muslime, im Rahmen eines Dschihad systematisch zu belügen. Das Konzept, auf das sich solche Behauptungen meistens beziehen, heißt Taqīya (Verstellung). Dieses Prinzip ist jedoch an extrem strenge Bedingungen geknüpft und dient nicht der Täuschung im Krieg, sondern dem Schutz des eigenen Lebens. Der Koran fordert Muslime auf, geschlossene Verträge und Friedensabkommen – auch mit Nichtmuslimen – bedingungslos einzuhalten. Ein Bruch von Verträgen durch List oder Lüge ist verboten. Eine Ausnahme macht der Islam bei Kriegslisten wie Scheinrückzügen oder Scheinfluchten, das Verbergen von Truppenstärken und ähnlichen, in der Kriegsgeschichte sattsam bekannten Täuschungsmanövern (11). Generell wird man aber festhalten dürfen, dass gerade die USA in Sachen Vertragstreue nicht als Vorbilder dienen können.
Hilfreich wäre es bestimmt, wenn sich die westliche Presse die despektierliche Nutzung des Begriffs der „Mullahs in Teheran“ abgewöhnen würde. Ein Mullah ist ein islamischer Religionsgelehrter. Im Gegensatz zum sunnitischen Islam besitzt der schiitische Islam – speziell die dominierende Zwölfer-Schia – eine ausgeprägte, klerikale Hierarchie, welche auf dem Prinzip basiert, dass die Gläubigen in der Abwesenheit des verborgenen zwölften Imams der Rechtsauslegung der am besten ausgebildeten Gelehrten folgen müssen. Der Aufstieg in dieser Hierarchie erfolgt nicht durch staatliche Ernennung, sondern durch jahrzehntelanges Studium an religiösen Zentren wie zum Beispiel Qom (Ghum), sowie durch die formelle Anerkennung durch Fachkollegen und Gläubige. Im Iran wurde diese traditionelle religiöse Hierarchie nach 1979 mit dem politischen System des Landes verschmolzen. Der Revolutionsführer steht als politisches und religiöses Oberhaupt über allen anderen staatlichen Institutionen (12). Seine Rechtsauffassungen sind für den iranischen Staat bindend.
Friede für Westasien?
Bange fragt man sich jetzt in der Region, ob das in Versailles unterzeichnete Dokument die Wahrscheinlichkeit einer direkten militärischen Konfrontation zwischen den USA und Iran verringert. Kurzfristig wohl schon, denn das MoU ist der so dringend benötigte Erfolg für Trump, den er seiner Anhängerschaft immer wieder versprochen hatte, die USA nicht in weitere Kriege zu stürzen. Deshalb wird Trump alles Interesse daran haben, zumindest bis zu den Midterm Elections im November das Abkommen einzuhalten. Er hatte sich von Netanjahu in einen Krieg hineinziehen lassen, den er nicht gewinnen konnte, und fand jetzt einen gesichtswahrenden Ausweg. Was nach den Midterm Elections geschieht, ist aber schwierig abzuschätzen. Entscheidend wird sein, was in Israel geschieht.
In militärischer Hinsicht hat der Iran gezeigt, dass man dem Angriff der beiden modernsten Armeen der Welt durchaus erfolgreich Widerstand leisten kann, wobei China und vor allem Russland zweifellos dabei geholfen haben. Der iranische Abwehrerfolg wird Nachahmer finden, gerade im Globalen Süden. Insgesamt hält sich nur noch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz an der Theorie der Überlegenheit Amerikas fest (13).
Ob es der Regierung Netanjahu allenfalls gelingt, das Abkommen zwischen den USA und dem Iran zu torpedieren, hängt auch davon ab, wie stark die iranischen Luftverteidigungs- und Raketenkräfte nach den monatelangen Angriffen tatsächlich noch sind und ob Teheran weiterhin über ein glaubwürdiges Abschreckungspotenzial verfügt. Über den Status der iranischen Luftverteidigung und der strategischen Raketenkräfte besitzen wir lediglich Informationen aus westlichen Quellen, die wiederum auf Erkenntnissen der US-Nachrichtendienste beruhen. Entweder sind diese zutreffend oder dem Iran ist es gelungen, die Amerikaner zu täuschen. Sicherlich werden die Iraner die Phase der Ruhe der letzten Wochen genutzt haben, um sich für einen weiteren Waffengang zu wappnen. In Israel mag Netanjahu jetzt in Versuchung sein, herauszufinden, ob sich die Iraner noch wehren und zurückschlagen können oder nicht, aber das Risiko ist hoch. Die israelischen Prognosen über einen raschen Zusammenbruch des politischen Systems im Iran haben sich als falsch erwiesen. Für eine Wiederaufnahme des Kriegs müsste Netanjahu erneut massiv Werbung in den USA machen.
Fazit: Nicht mehr erreicht als schon vor elf Jahren
Mit der Wiedereröffnung der Straße von Hormus löst sich nun das Problem, das Donald Trump mit seinem Angriff auf den Iran selbst geschaffen hatte. Und in Sachen Atomprogramm hat er nicht viel mehr erreicht, als das vor elf Jahren abgeschlossene Atomabkommen, der sogenannte Joint Comprehensive Plan of Action JCPOA, welcher Einschränkungen des Atomprogramms gegen Lockerung der Wirtschaftssanktionen vorgesehen hatte. In wichtigen Details ist der JCPOA erheblich präziser, als das MoU. Er begrenzte die Urananreicherung auf maximal 3,67 Prozent, reduzierte die Anzahl betriebsbereiter Zentrifugen zur Urananreicherung um rund zwei Drittel, limitierte den Bestand an schwach angereichertem Uran auf maximal 300 Kilogramm und schrieb den Umbau des Schwerwasserreaktors in Arak vor, sodass dort kein waffenfähiges Plutonium mehr produziert werden konnte. Vereinbart waren auch ein umfassender, täglicher Zugang für Inspektoren der Internationalen Atomenergieorganisation IAEA zu den iranischen Nuklearanlagen. Als Gegenleistung war die schrittweise Aufhebung aller wirtschaftlichen und finanzpolitischen Sanktionen der EU, der UN und der USA vereinbart worden, sowie die Freigabe von eigentlich gesetzeswidrig eingefrorenen iranischen Geldern auf Auslandskonten im Wert von mehreren Milliarden Dollar (14).
Trotz allem wird Trump mit der Aura des erfolgreichen Verhandlers nun vielleicht auch versuchen, das Ukraine-Problem anzugehen. Ob Präsident Macron, dem Trump mit dem Wechsel nach Versailles einen diplomatischen Erfolg spendiert hat, hier am selben Strick zieht, wird sich noch weisen müssen.
Desavouiert wurde hingegen die Schweiz. Die Tatsache, dass das MoU ursprünglich auf dem Bürgenstock unterzeichnet werden sollte, ist vielleicht weniger mit der Tatsache begründet, dass das dortige Hotel im Besitz von Geschäftsleuten aus Katar ist, wie das Schweizer Fernsehen berichtete, sondern dass die Schweiz als Neutraler den diplomatischen Verkehr zwischen den USA und dem Iran aufrechtzuerhalten half (15). Gerne hätten sich Außenminister Ignazio Cassis und Bundespräsident Guy Parmelin als Staatsmänner von internationalem Format inszeniert, aber ihnen fehlt es an Gewicht und die großen Tage schweizerischer Friedensdiplomatie sind vorbei. Diese waren erst vor zwei Jahren just auf dem Bürgenstock beendet worden.
Anmerkungen:
- Siehe „Krieg in Nahost; Rahmenabkommen USA-Iran wird nicht in Genf unterzeichnet“ Statt bei Handelsblatt, 16.06.2026, online unter https://www.handelsblatt.com/politik/international/krieg-in-nahost-rahmenabkommen-usa-iran-wird-nicht-in-genf-unterzeichnet/100233315.html.
- Offiziell: Media Corner: Memorandum of Understanding zwischen den USA und Iran, auf der Homepage des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, 19.06.2026, online unter https://www.eda.admin.ch/de/media-corner-memorandum-of-understanding-zwischen-den-usa-und-iran-auf-dem-buergenstock. Philipp Scholkmann: Wieso wurden die Gespräche auf dem Bürgenstock abgesagt? Bei SRF, 19.06.2026, online unter https://www.srf.ch/news/international/iran-usa-erklaerung-wieso-wurden-die-gespraeche-auf-dem-buergenstock-abgesagt. Inna Hartwich: Das Treffen auf dem Bürgenstock findet nicht statt – Bern wird einmal mehr von Trump vorgeführt, bei Neue Zürcher Zeitung, 19.06.2026, online unter https://www.nzz.ch/international/das-treffen-auf-dem-buergenstock-findet-nicht-statt-bern-wird-einmal-mehr-von-trump-vorgefuehrt-ld.10012057. Oliver Meiler: Trump landet in Versailles einen nächtlichen Coup, bei Tages Anzeiger, 18.06.2026, online unter https://www.tagesanzeiger.ch/iran-abkommen-trump-wird-in-versailles-wie-ein-koenig-empfangen-280491669281. Nicolas Barman: Versailles statt Bürgenstock. Am Ende führt Trump die Schweiz vor, bei blue News, 18.06.2026, online unter https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/macron-trump-iran-abkommen-buergenstock-versailles-3286392.html. Vgl. „Iran, US presidents sign deal to extend ceasefire, reopen Strait of Hormuz“ bei Al Jazeera, 17.06.2016, online unter https://www.aljazeera.com/news/2026/6/17/iran-confirms-that-mou-has-been-signed-electronically-by-both-sides.
- Vgl. Lisa Schneider: Abkommen zwischen USA und Iran. Der Punktsieg für Teheran scheint sich zu bestätigen, bei taz, 17.06.2026, online unter https://taz.de/Abkommen-zwischen-USA-und-Iran/!6188236/.
- Siehe „Jeffrey Sachs: US-Iran-Abkommen erreicht – Frieden oder taktische Pause?“ bei Glenn Diesen Deutsch, Video auf YouTube, 15.06.2026, online unter https://www.youtube.com/watch?v=0T3HgbFYK0E. Sachs bezeichnet den Krieg aber klar als nutzlos und dumm, eine Operation des israelischen Nachrichtendiensts Mossad, welche den USA verkauft wurde. Mit Kritik an Netanjahu spart Sachs nicht: Er sei ein Irrer. Und die Administration Trump bestehe aus Gangstern, sei naiv und arrogant.
- Verschiedene Medien hatten zwei verschiedene Versionen des Memorandums of Understanding veröffentlicht. Siehe Alayna Treene, Kevin Liptak, Mostafa Salem: US releases official agreement with Iran. Read the 14-point text, bei CNN World, 17.06.2026, online unter https://edition.cnn.com/2026/06/17/middleeast/us-iran-war-mou-text-intl. Vgl. „Read the US account of unreleased 14-point Iran ceasefire memorandum„, bei Al Jazeera, 17.06.2016, online unter https://www.aljazeera.com/news/2026/6/17/read-the-us-account-of-unreleased-14-point-iran-ceasefire-memorandum.
- Siehe „Irakisches Parlament fordert US-Truppenabzug“, bei DIE ZEIT, 05.01.2020, onlien unter https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-01/irak-resolution-us-truppen-abzug-iran-kassem-soleimani. „USA forcieren Truppenabzug im Irak“ bei Deutsche Welle, 12.06.2020, online unter https://www.dw.com/de/usa-forcieren-truppenabzug-im-irak/a-53781567. „Votum im Parlament; Irak fordert Abzug aller US-Truppen“, bei ORF, 05.01.2020, online unter https://orf.at/stories/3149818/. „Iraqi parliament votes to kick out US troops“, bei The Times, 05.01.2020, online unter https://www.thetimes.com/world/us-world/article/iraqi-mps-vote-to-kick-out-us-troops-3lc6vd7cc. „US combat forces to leave Iraq by end of year„, bei BBC, 27.07.2021, online unter https://www.bbc.com/news/world-us-canada-57970464. Regina Zilbermints, Justine Coleman: Iraq’s parliament votes to expel US military, bei The Hill, 01.05.2020, online unter https://thehill.com/policy/international/476818-iraqs-parliament-votes-to-expel-us-military/. Vgl. auch Moritz Behrendt: Irakische Hauptstadt; US-Militär verlässt Bagdad – weitgehend“, bei tagesschau.de, 30.09.2025, online unter https://www.tagesschau.de/ausland/asien/irak-abzug-us-soldaten-100.html.
- Siehe „US-Abkommen mit Iran; Wadephul nennt Voraussetzungen für Hormus-Einsatz“ bei tagesschau.de, Stand: 16.06.2026, online unter https://www.tagesschau.de/ausland/asien/wadephul-minenraeumung-hormus-100.html.
- Siehe das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen auf der Homepage der Eidgenössischen Bundesverwaltung, online unter https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2009/416/de. Die Durchsetzung der freien Fahrt zur See durch Kriegsschiffe kann allerdings rasch zur militärischen Machtdemonstration mutieren, welche der völkerrechtlich geächteten Drohung mit Gewalt sehr nahe kommt. Zum Unterschied zwischen dem Recht der friedlichen Durchfahrt und Freedom of Navigation-Operations (FONOPs) siehe Joseph A. Bosco: Are Freedom of Navigation Operations and Innocent Passage Really the Same? bei The Diplomat, 27.02.2016, online unter https://thediplomat.com/2016/02/are-freedom-of-navigation-operations-and-innocent-passage-really-the-same/.
- Berechtigt ist die Frage, ob der Iran Kernwaffen überhaupt noch benötigt: Siehe „Braucht der Iran die Atombombe noch?“, bei Global Bridge, 19.04.2024, online unter https://globalbridge.ch/braucht-der-iran-die-atombombe-noch/ und Nachdenkseiten, Hinweise des Tages, 22.04.2024, online unter https://www.nachdenkseiten.de/?p=114196#h07. Vgl. Raphael Geiger: Die Drohung mit der Atombombe ist für Teheran wichtiger als die Waffe selber, bei Tages Anzeiger International, 16.06.2026, online unter https://www.tagesanzeiger.ch/iran-verhandelt-mit-usa-um-friedensdeal-508576332870.
- Der Wortlaut der Fatwa findet sich bei Enzyklopädie des Islam: Atomwaffen-Fatwa, online unter https://www.eslam.de/begriffe/a/as/atomwaffen-fatwa.htm und kommentiert bei „Iranian Religious Scholars Oppose Nukes“ beiThe Iran Primer, 20.06.2014, online unter https://iranprimer.usip.org/blog/2014/jun/20/iranian-religious-scholars-oppose-nukes.
- Siehe Etan Kohlberg: Sure 3 Vers 28; „taqiyya“ – oder die Frage, ob Muslime betrügen dürfen, bei Deutschlandfunk, 19.02.2016, online unter https://www.deutschlandfunk.de/sure-3-vers-28-taqiyya-oder-die-frage-ob-muslime-betruegen-100.html.
- Siehe Rainer Brunner. Religiöse Autorität im schiitischen Islam zwischen Religion und Politik, bei CIBEDO-BEITRÄGE, 2021, 2021 (3), S.106-112, online unter https://shs.hal.science/halshs-03494096/document. Ilyas Ibn Karim: Ideologie und Realität der schiitischen Achse – Konfessioneller Widerstand gegen westlich-sunnitische Expansion? bei Lower Class Magazine, 13.04.2026, online unter https://lowerclassmag.com/2026/04/13/ideologie-und-realitaet-der-schiitischen-achse/. Schon etwas älter und im Lichte der islamischen Revolution im Iran: Reinhard Kapferer: Islamische Renaissance Islamische Revolution Islamische Theokratie Anmerkungen zu den Umwälzungen im Iran, bei Bundeszentrale für politische Bildung, APuZ, Aus Politik und Zeitgeschichte, 51-52/1980, 20.12.1980, online unter https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/archiv/531793/islamische-renaissance-islamische-revolution-islamische-theokratie-anmerkungen-zu-den-umwaelzungen-im-iran/.
- Siehe Hans-Georg Münster: Merz nimmt den Untergang Deutschlands in Kauf / Der Kanzler ist wieder kriegslüstern, bei World Economy, 17.06.2026, online unter https://www.world-economy.eu/nachrichten/detail/merz-nimmt-den-untergang-deutschlands-in-kauf-der-kanzler-ist-wieder-kriegsluestern/.
- Eine Zusammenfassung des Plans siehe „Key Excerpts of the Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA)„, auf der Homepage des Weißen Hauses, 14.07.2019, online unter https://obamawhitehouse.archives.gov/the-press-office/2015/07/14/key-excerpts-joint-comprehensive-plan-action-jcpoa.
- Siehe „Iran-USA-Verständigung auf Bürgenstock – die Ausgangslage“ bei SRF News, 16.06.2026, online unterhttps://www.srf.ch/news/international/gemeinsame-erklaerung-im-krieg-iran-usa-verstaendigung-auf-buergenstock-die-ausgangslage. “ Dass die Wahl auf den Bürgenstock fiel, dürfte ferner auch damit zusammenhängen, dass ein weiterer Mediator Katar ist. Das Hotel, in dem das Rahmenabkommen unterzeichnet werden soll, gehört Katarern.“