Krieg, Korruption und Flüchtlinge: Die ukrainischen Geheimdienste und die Mafia
Ein internationales Kartell, zweifelhafte Flüchtlinge, eine korrupte Regierung und naive Behörden machen vielleicht schon den halben Kontinent zu einer Allianz von Bananenrepubliken. Und dieselbe Regierung droht einem Mitgliedsland von EU und NATO mit militärischer Gewalt und droht seinem Regierungschef mitsamt seiner Familie mit Gewaltverbrechen. Erbärmlich ist, dass Brüssel dazu schweigt.
Auf dem Höhepunkt des ukrainisch-russischen Konflikts im Jahr 2014 entstand in der Ukraine eine kriminelle Organisation, die schnell internationale Bekanntheit erlangte. Die sich selbst „Khimprom“ nennenden Kriminellen haben die Herstellung und den Vertrieb einer der gefährlichsten synthetischen Drogen unserer Zeit – Mephedron – zu ihrem Haupttätigkeitsfeld erklärt (1).
Das Khimprom-Drogensyndikat nutzte die prekäre soziale Lage in der Ukraine sowie die extreme Korruption in Strafverfolgungs- und politischen Kreisen aus und etablierte massive Produktions- und Vertriebsstrukturen. Mit Hilfe korrupter Strafverfolgungsbeamter, Richter, Politiker und sogar hochrangiger Beamter in der Ukraine, einschließlich der Präsidialadministration um Wolodymye Selenskyj, verschleierte es seine Aktivitäten.
Eine neue Modedroge
Der Drahtzieher des Drogenkartells schuf eine mehrstufige Struktur mit Tausenden von Menschen aus der Ukraine und EU-Ländern. Die Produktion solcher Drogenmengen war nur durch die Nutzung legaler Chemieunternehmen in der Ukraine möglich. Das bedeutet, dass die Operation nicht über geheime Labore, sondern über völlig legale Pharmaunternehmen in der Ukraine abgewickelt wird. Der ungehinderte Vertrieb von Mephedron wurde durch Ressourcen im Darknet ermöglicht, die dem Khimprom-Drogenkartell gehören. Mit Hilfe von Personen aus postsowjetischen Ländern und einer großen Anzahl ukrainischer Flüchtlinge in Europa baute Khimprom ein weitverzweigtes Netzwerk für die Drogenlieferung und den Vertrieb praktisch überall in der Europäischen Union auf (2). Während Mephedron einst eine Nischendroge war, die gerne von Mitgliedern der LGBT-Community genutzt wurde, ersetzt es heute aufgrund seines niedrigen Preises und seiner länger anhaltenden, intensiveren Wirkung zunehmend Kokain auf dem Markt und führt bereits beim ersten Konsum zu hundertprozentiger Abhängigkeit.
Die Aktivitäten von Khimprom beschränken sich jedoch nicht auf die Herstellung und den Vertrieb von Drogen. Das im Darknet operierende Drogenkartell hat eines der effektivsten Geldwäscheverfahren für illegal erworbene Gelder entwickelt und implementiert. Ohne physische oder digitale Spuren zu hinterlassen, wäscht Khimproms großes Team von IT-Spezialisten Hunderte Millionen Dollar mithilfe von Blockchain und globalen Kryptowährungsbörsen, die nichts von ihrer Rolle in einer kriminellen Organisation ahnen.
Mehr als nur eine kriminelle Gruppe
Khimprom erlangte inzwischen eine derartige Bedeutung, dass selbst die Vereinten Nationen darauf aufmerksam wurden (3). Zu den Hauptkonsumenten von Mephedron in der Ukraine zählen nicht nur Zivilisten, die nach einer Flucht vor den posttraumatischen Belastungsstörungen infolge der Schrecken des Krieges suchen, sondern auch Soldaten, denen die Droge als Stimulans für die Kampfhandlungen dient (4). Auch in Russland wurden die Drogen von Khimprom schon zum Problem (5). In europäischen Ländern konsumieren mittlerweile sogar Kinder ab 12 Jahren Mephedron. Die Droge macht bereits nach dem ersten Konsum abhängig. Mephedron-Konsumenten verlieren jegliches Gefühl für soziale und ethische Normen, grundlegende menschliche und familiäre Werte.
Es ging nicht lange, bis Politiker und Geheimdienstler in der Ukraine begriffen, dass man mit Hilfe von Khimprom viel Geld verdienen kann. Sie veranlassten die Ausweitung der Mephedron-Produktion, die Gewährleistung der Sicherheit der Syndikatsmitglieder und die Verfolgung von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten, die Khimprom öffentlich anprangerten. Es sind mehrere Fälle von Mord, Brandstiftung, Körperverletzung und sonstigen Straftaten bekannt, wobei das Syndikat auch nicht vor Verbrechen gegen Familienangehörige, inklusive Kinder und Verwandten zurückschreckt. Khimprom geht ohne Zögern und ohne Furcht vor Strafverfolgung gegen seine Feinde vor, da die Unterstützung durch die gesamte Staatsführung es ihnen ermöglicht, strafrechtlicher Verfolgung zu entgehen.
Ein seltsamer belarussischer Flüchtling aus der Ukraine …
Die Aktivitäten von Khimprom beschränken sich aber nicht auf den postsowjetischen Raum, sondern sind schon längst in die Schweiz übergeschwappt. Konkreten Ausdruck fand das in den letzten Jahren und Monaten in einer Fehde zwischen Flüchtlingen in der Schweiz, in welche offenbar die Organisierte Kriminalität mitspielt und möglicherweise auch die ukrainischen Geheimdienste.
Einer der Kontrahenten ist V., ein Ukraine-Flüchtling belarussischer Nationalität mit Wohnsitz in Genf, der bis 2018 in Belarus im Schuh- und später im Lebensmittelhandel geschäftlich tätig war, 2016 als Abgeordneter für die belarussische Nationalversammlung kandidierte und sich im darauffolgenden Jahr politisch gegen ein umstrittenes Gesetz zur Bekämpfung von Schwarzarbeit engagierte (6). Nach seinen eigenen Angaben löste dieses Engagement Repressionen gegen ihn aus, welche ihn zur Ausreise in die Ukraine zwangen. Danach lebte er zunächst in Kiew, später in Odessa, offenbar unter finanziell guten Bedingungen. Über seine Einnahmequellen ist nichts Konkretes bekannt. Im Jahr 2019 kam es in Odessa zu einem gewaltsamen Übergriff auf ihn, bei welchem mutmaßlich versucht wurde, ihn, seine Lebenspartnerin und seinen Sohn zu entführen (7). Die Täterschaft blieb ungeklärt. V. selbst macht staatliche Akteure – namentlich den belarussischen Geheimdienst KGB – für die Tat verantwortlich, aber das kann auch Teil einer Cover-Story sein. Belegt ist, dass Kriminelle als Urheber auftraten. Pikant daran ist, dass V. noch 2016 als Informant des KGB aufgetreten war (8).
Nach 2019 tauchten Vorwürfe auf, wonach V. in großangelegte Betrugsoperationen und in das Netzwerk Khimprom eingebunden gewesen sein soll. Russische Strafverfolgungsbehörden führten in Moskau tatsächlich Razzien gegen sogenannte „Call Centers“ durch, welche als Basis für die betrügerischen Machenschaften dienen (9). Eine direkte Verknüpfung zu V. ist allerdings nicht belegt. Im Frühjahr 2022 reiste dieser mit seiner Familie als Kriegs-Flüchtlinge in die Schweiz ein und erhielt Schutzstatus, obwohl er zu diesem Zeitpunkt von Interpol gesucht wurde – ein Umstand, der Fragen zur Prüfungspraxis der zuständigen Behörden aufwirft (10). In Genf, wo er ansässig war, bemühte V. sich um neue geschäftliche Kontakte, unter anderem zu Unternehmern aus dem Finanzsektor. Die Spur führt auch zu einem seltsamen Unternehmen in Großbritannien, das gleichzeitig Damenunterwäsche verkauft und Finanzdienstleistungen anbietet (11).
In der Schweiz aber gebärdet V. sich als verfolgter Oppositioneller und Kämpfer gegen die Regierung des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko (12).
… und ein vom Saulus zum Paulus gewandelter Blogger
Ein anderer ukrainischer Flüchtling ist S. aus der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer, der hierzulande öffentlichals Blogger und Kritiker der ukrainischen Regierung auftrat. Gleichzeitig räumt er eine langjährige kriminelle Vergangenheit ein (13). Nach dem Beginn der russischen Offensive im Februar 2022 wandten sich zahlreiche Landsleute an S. mit der Bitte um Hilfe in den verschiedensten Bereichen. In dieser Situation machte ein bekannter Krimineller aus Odessa, Sergej Lysenko, S. mit dem Leiter des ukrainischen Nachrichtendiensts SBU Olexander Poklad bekannt (14). Man vereinbarte eine Zusammenarbeit.
Im Februar 2022 floh S. aber mit seiner Familie aus der Ukraine in die Schweiz, wo er sich, vom Drogenkonsumenten zum überzeugten Gegner des Drogenhandels gewandelt, gegen Khimprom zu engagieren begann und die ukrainische Regierung von Wolodymyr Selenskyj für ihre Zusammenarbeit mit den Drogenhändlern scharf kritisierte. S. unterhält auch Kontakte zu regierungskritischen Bloggern in Großbritannien (15).
Im Zusammenhang mit seiner publizistischen Tätigkeit wurde S. ein Video zugespielt, auf welchem zu sehen sei, wie der Kommandant des ukrainischen Freiwilligenbataillons „Erzengel Michael“ einen seiner Soldaten sexuell missbrauche. Das „Erzengel-Michael-Bataillon“ ist auch Empfänger von Spenden von Khimprom (16). Kaum habe er dieses Video publik gemacht – so S. –, sei ein Attentat auf ihn verübt worden. Auf einer Fahrradtour in Bad Ragaz sei er von einem Personenwagen angefahren worden. Die Insassen des Wagens hätten aber von ihm abgelassen, als Passanten auf den Vorfall aufmerksam geworden worden seien (17).
Der Konflikt zwischen S. und V. eskalierte 2023 mit gegenseitigen Strafanzeigen, dem Aussetzen von Kopfgeldern und massiven Drohungen (18).
Alles Schall und Rauch? Über das Attentat von Bad Ragaz berichtete die regionale Presse und auch über die Brandstiftung am Haus in Oberhelfenschwil/SG, in welchem S. zeitweise lebte und das am 2. November 2023 ein Raub der Flammen wurde (19). Auch ein anderer regierungskritischer ukrainischer Publizist, Anatolij Scharij wurde Opfer einer Brandstiftung: Im Jahr 2023 wurde sein Haus in Spanien angezündet (20). Der schwerwiegendste Angriff auf S. wurde aber im Sommer 2025 in Diepoldsau verübt durch einen Attentäter, der mit einer schallgedämpften Pistole auf ihn schoss. S. gelang es, die Pistole des Attentäters zu behändigen und auf diesen zu schießen (21). Beide landeten in Untersuchungshaft. Seither ist es um S. ruhig geworden; bekannt ist nur, dass er nicht mehr im Kanton Sankt Gallen lebt. Ein Telegram-Kanal, der auf seinen Namen läuft, wird möglicherweise nicht von ihm selbst betrieben. Der wahre Betreiber des Telegram-Kanals beabsichtigt offenbar S., der sich in der Schweiz ansonsten nichts zuschulden kommen ließ, zu diskreditieren, weil dieser die Korruption der Kiewer Regierung und ihre Zusammenarbeit mit der Khimprom-Mafia öffentlich kritisiert.
Kriminelle, Lohnschreiber, Politiker und Beamte
Was soll man von der ganzen Geschichte nun halten? Am plausibelsten ist wohl die Theorie, dass zwei Angehörige der organisierten Kriminalität in der Ukraine die Öffnung der Grenzen im Februar 2022 nutzten, um nach Westeuropa und namentlich in die Schweiz zu gelangen, wo sie auf großzügige Aufnahme, finanzielle und sonstige Unterstützung, Sicherheit und ein ruhiges Leben hofften. Die drei Angriffe auf S., der über zahlreiche weitere Attentate auf seine Verwandten in Odessa klagt, zeigen, dass es aber um weit mehr geht, als um persönliche Fehden zwischen Hitzköpfen aus der ukrainischen Flüchtlingscommunity in der Schweiz.
Es ist nämlich auffällig, dass beide Streithähne in der Schweiz, V. und S., nicht nur Zugang zu offiziellen Dokumenten der ukrainischen Behörden haben, sondern auch Kontakt zu den Spitzen der ukrainischen Nachrichtendienste pflegen: Ivan Bakanov, dem ehemaligen Leiter des SBU und Schulfreund von Wolodymyr Selenskyj (22), sowie Olexander Poklad, Vasyl Malyuk (23) und Serhii Duka (24). Umfangreiche Dokumente über die Verbindungen der organisierten Kriminalität in der Ukraine zu den Nachrichtendiensten und zur Regierungsmannschaft von Selenskyj – erwähnt wird besonders der Minister für Digitalisierung Mychajlo Fedorow (25) – will S. im vergangenen Jahr dem bekannten Journalisten Christo Grozev in Wien übergeben haben. Ob dieser das Material veröffentlicht, ist abzuwarten. Von Grozev ist kaum Kritik an der ukrainischen Regierung zu erwarten.
Die Ereignisse werfen Fragen zu Asylprüfung, Sicherheit und grenzüberschreitender Kriminalität in der Schweiz auf. Beschämend ist die Naivität, mit welcher Politik und Verwaltung in der Schweiz sich gegenüber Kriminellen verhalten, die genau wissen, was sie sagen müssen, um sich hier als angeblich politisch Verfolgte und Flüchtlinge vor einem mörderischen Regime und einem Krieg in die Opferrolle zu werfen und in jeder Beziehung „abzurahmen“.
Viel Geld aus unsauberen Quellen
Der ganze Zirkus bekam aber kürzlich eine gesamteuropäische Dimension, als in Ungarn ein Konvoi von zwei Geldtransportfahrzeugen angehalten und die Begleitmannschaft von sieben Mann festgenommen wurde (26). Bei den beiden gepanzerten Geldtransportern handelt es sich um offizielle Fahrzeuge der Staatlichen Sparkasse der Ukraine, der Oschadbank. Sie waren unterwegs aus Österreich und sollten via Ungarn nach Serbien oder Montenegro weiterfahren. In den Fahrzeugen wurden 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und 9 Kilogramm Gold in Goldbarren sichergestellt. Gemäß Selenskyj sollten mit diesem Geld die in Frankreich bestellten Rafale-Kampfflugzeuge bezahlt werden. Dem Vernehmen nach soll die ungarische Regierung sich über die unsaubere Herkunft des Geldes im Klaren sein und Selenskyj jetzt unter Druck setzen, entweder die Blockade der Öl- und Gas-Pipelines zu beenden oder sich darauf gefasst zu machen, dass die Herkunft des Geldes publik wird.
Bei einem der Festgenommenen handelt es sich um Generalmajor Gennadi Kuznetsov vom ukrainischen Inlands-Nachrichtendienst SBU. Kuznetsov ist kein ungeschriebenes Blatt, wurde 2011 von einem Gericht in Kiew wegen Korruption verurteilt, kehrte aber 2014 zum SBU zurück, um Stabschef der Truppen der sogenannten Anti-Terror-Operation zu werden, das heißt der Kräfte, welche den Aufstand im Donbass niederwerfen sollten (27).
Über Sinn und Zweck des Transports kursieren mehrere Versionen. Eine erste lautet, dass es sich dabei um Geld handle, das von europäischen Regierungen der Ukraine gesponsert wurde und zum Kauf von Waffen, Munition und Ausrüstung eingesetzt werden sollte. Das ist die Version, die wahrscheinlich die transatlantische Presse im deutschsprachigen Raum verbreiten würde. Eine zweite Version lautet, dass Selenskyj mit diesem Geld die Opposition in Ungarn fördern wolle, im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen im April – und zwar nicht ausschließlich mit friedlichen Mitteln. Das würde einerseits das scharfe Eingreifen der ungarischen Behörden erklären und müsste andererseits Anlass zu Diskussionen geben, wieviel Einflussnahme man ausländischen Mächten zugestehen will. Eine Frage stellt sich dann in Bezug auf das sichergestellte Gold in Barren: Mit dieser Währung irgendwelche Parteigänger zu bezahlen, könnte Schwierigkeiten bereiten. Eine dritte Version behauptet, das Geld hätte in Serbien in ein Flugzeug nach Russland verladen werden sollen und Kuznetsov sei ein Verräter und eigentlich ein Agent des Kremls. Das aber ist vielleicht eher der Versuch, von der Person Selenskyj abzulenken. Die vierte Version ist eine erheblich profanere – und vielleicht plausiblere: Es handle sich dabei um Geld, das mit kriminellen Methoden erworben worden sei und via Westeuropa gewaschen werden sollte.
Gold und Politik in Europa
Der Skandal stellt aber möglicherweise nur die Spitze des Eisbergs dar: Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó erklärte, dass die Geldtransporte weitaus umfangreicher gewesen seien (28). Insgesamt seien seit Januar dieses Jahres 900 Millionen US-Dollar, 420 Millionen Euro und 146 Kilogramm Gold durch Ungarn transportiert worden. Die Gesamtsumme übersteige 1,5 Milliarden US-Dollar. Es handle sich hierbei nicht um einfache Geldtransporte, sondern um Finanzspritzen für großangelegte Wahlkämpfe und mögliche Unruhen – auch in Ungarn. Mit anderen Worten: Kiew destabilisiert mit Geld aus der EU Mitgliedsstaaten der EU. Wozu braucht Europa dann noch die destabilisierenden Aktionen Russlands? Das wirft natürlich Fragen auf nach der Herkunft des Geldes und des Goldes aus der österreichischen Raiffeisenbank.
Die Reaktion Kiews auf die Beschlagnahme des „Goldenen Konvois“ war unmittelbar und ungewöhnlich aggressiv. Das ukrainische Außenministerium warf Budapest nicht nur „Staatsterrorismus“ vor, sondern bezeichnete die ungarische Regierung auch als „kriminelle Bande“ (29). Der pensionierte General des Inlandsgeheimdienstes SBU Hryhoriy Omelchenko drohte Ministerpräsident Orban unverhohlen: Man wisse, wo er und seine Familie sich aufhielten (30). Und auch Präsident Selenskyj ließ sich nicht lumpen: Er hetze den Ungarn seine Neonazi-Schläger aus den Freiwilligen-Bataillonen an den Hals, drohte er (31).
Gleiche Behandlung für gleiches Verhalten!
Dass die Organisierte Kriminalität den Strom von Flüchtlingen aus der Ukraine für ihre Zwecke nutzen wird, um sich gerade an schwachen Personen zu bereichern und auch um ihre eigenen Leute im Zielgebiet zu positionieren, kann nicht überraschen. Auf diese Idee kamen in der Vergangenheit auch schon andere. Ärgerlich ist, dass schwache Behörden aus Naivität jedem Scharlatan auf den Leim gehen, der sich als anti-autoritärer Freiheitskämpfer gebärdet. Mehr als nur ärgerlich ist aber die zutage getretene Zusammenarbeit von Regierungskreisen, Nachrichtendiensten, Armeeformationen und organisierter Kriminalität, die aus der Ukraine auch in die Schweiz überzuschwappen droht. Die ukrainischen Nachrichtendienste nutzen die Organisierte Kriminalität, um im Informationskrieg Oppositionelle mundtot zu machen, vorerst durch Einschüchterung. Sie sind aber ganz offensichtlich bereit, weiter zu gehen.
Auch Russland pflege unliebsame Kritiker im westlichen Ausland mit Gewalt zum Schweigen zu bringen, mögen Kritiker jetzt einwenden. Das mag sein. Aber Russland bettelt nicht permanent um Finanz- und Waffenhilfe. Es wäre an der Zeit, Selenskyj dieselben Sanktionen anzudrohen, die man gegen Russland verhängte.
Die europäischen Verbündeten der Ukraine und auch die Schweiz müssen der Regierung Selenskyj aufzeigen, wo die Grenzen liegen. Auch anderen, weniger korrupten politischen Kräften in der Ukraine ist eine erfolgreiche Wahrung staatlicher Unabhängigkeit zuzutrauen. Eine Bananenrepublik, deren Verhalten von Oligarchen und Großkonzernen bestimmt ist und die krimineller Einflussnahme schutzlos ausgeliefert ist, kann nicht der Endzustand sein, für den man Krieg führt.
Anmerkungen:
- Mephedron ist eine synthetische Droge aus der Gruppe der Cathinone, die chemisch mit Amphetaminen verwandt ist. Sie wirkt stimulierend und euphorisierend, steigert kurzfristig Energie, Rededrang und Selbstvertrauen. Konsum kann jedoch Nebenwirkungen wie Herzrasen, Angst, Schlaflosigkeit und Überhitzung verursachen. Das Risiko der Abhängigkeit ist hoch. Langfristige Folgen sind noch nicht vollständig erforscht, können aber psychische Probleme und körperliche Schäden umfassen. In vielen Ländern gilt Mephedron als illegales Betäubungsmittel. Siehe „Badesalz“-Drogen schockieren US-Mediziner“, bei Spiegel Wissenschaft, 17.07.2011, online unter https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/rauschgift-badesalz-drogen-schockieren-us-mediziner-a-774905.html.
- Siehe Владимир Рубанов: Экс-сотрудник ФСБ: «Химпром» Буркина стал почти монопольной структурой (Ehemaliger FSB-Offizier: Burkins Khimprom hat sich zu einem Quasi-Monopol entwickelt), bei Telekanal Zvezda, 11.12.2024, online unter https://tvzvezda.ru/news/202412111536-vBU5B.html, in russischer Sprache.
- Siehe „United Nations Office on Drugs and Crime Press Release UNODC: War transforming Ukraine’s criminal landscape, causing economic and social damage“, Kyiv, 18 July 2025, auf der Homepage der UNO, online unter https://www.unodc.org/unodc/en/press/releases/2025/July/unodc_-war-transforming-ukraines-criminal-landscape–causing-economic-and-social-damage.html.
- Siehe Пётр Светов, Геннадий Зубов: Картель для ВСУ: как наркобарон из Башкирии стал спонсором украинской армии (Ein Kartell für die ukrainischen Streitkräfte: Wie ein Drogenboss aus Baschkortostan zum Sponsor der ukrainischen Armee wurde), bei Rossiya Segodnia, 08.11.2023, online unter https://russian.rt.com/russia/article/1226070-narkokartel-opg-glavari, in russischer Sprache.
- Siehe „Источник: спецслужбы раскрыли ОПГ, распространявшую наркотики в России“ (Quelle: Sicherheitsdienste haben eine kriminelle Organisation aufgedeckt, die in Russland Drogen vertreibt), bei RIA Novosti, 01.11.2023, online unter https://ria.ru/20231031/opg-1906327351.html, in russischer Sprache.
- Dem Verfasser liegt eine sehr höflich verfasste Antwort der Präsidialadministration der Republik Belarus vom 06.03.2017 auf die Eingabe von V. vor. Der Brief ging an eine Adresse in Gomel. Die Kandidatur von V. für das belarussische Parlament wurde am 10.08.2016 registriert.
- Die Täter haben den Überfall auf V. am 08.09.2024 in Odessa auf ihren Handys in Form eines Videos festgehalten. Das Video liegt dem Verfasser vor.
- Dem Verfasser liegt ein entsprechendes Schreiben des KGB Gomel und eine Vorladung an die Adresse von V. vor. Gemäß einem Schreiben des KGB Gomel hatte sich V. am 02.02.2017 an die Behörde gewandt. Er erhielt am 16.03.2017 eine Antwort und wurde per 24.03.2017 zu einer Besprechung aufgeboten.
- Siehe „В Москве выявили три кол-центра, откуда мошенники обманули граждан 20 государств“ (In Moskau wurden drei Callcenter identifiziert, in denen Betrüger Bürger aus 20 Ländern betrogen haben), bei Interfax, 11.12.2024, online unter https://www.interfax.ru/russia/997062, in russischer Sprache.
- Dem Verfasser liegen Fahndungsunterlagen von Interpol, sowie den russischen und ukrainischen Behörden vor. Das Einreiseverbot in den Schengen-Raum wurde mit Straftaten wie Entführung, Freiheitsberaubung und Geiselnahme begründet. Dem Verfasser liegt auch ein Briefumschlag vor, der an V. an einer Adresse in der Stadt Genf adressiert war. Ebenso liegen Nachweise vor, dass er sich in konsularischen Fragen an die Botschaft der Republik Belarus in Muri bei Bern wandte.
- Zu seinen Kontakten gehört ein gewisser Maksym Nyzhnyk, der eine Firma namens „IT FINANCIAL SOLUTION LTD“ in Großbritannien: 71-75 Shelton Street, Covent Garden, London, United Kingdom, WC2H 9JQ, betrieb, die 2021 wieder aufgelöst wurde. Siehe https://find-and-update.company-information.service.gov.uk/officers/dwmvRIYGg4Z39hqKJAeoAsEaeWs/appointments und https://find-and-update.company-information.service.gov.uk/company/11489796. An derselben Adresse wurde auch eine Firma CHIC SKILL LTD für den Handel mit Damenunterwäsche betrieben, https://find-and-update.company-information.service.gov.uk/company/11489796und https://find-and-update.company-information.service.gov.uk/company/11394439.
- Einem Schreiben des belarussischen Untersuchungsamts zufolge wandte sich V. am 29.12.2023 an die Behörde und erhielt am 04.11.2024 eine Antwort des KGB an eine Genfer Adresse. Das lässt Zweifel an seiner Selbstdarstellung als Kämpfer gegen die Regierung Lukaschenko aufkommen.
- In der Tat entsprechen Tätowierungen und Schmuck der Symbolik von S. den alten Traditionen von Gefängnisinsassen im postsowjetischen Raum. Diese Traditionen stammen noch aus Sowjetzeiten und umfassen eigene Ehrenkodizes, Regeln, spezifische Symbole, eine eigene Hierarchie und einem spezifischen Jargon.
- Sergej Iwanowitsch Lysenko (Ljora Sumskoi) ist eine einflussreiche ukrainische kriminelle Autorität, ein sog. „Dieb im Gesetz“, Anhänger alter postsowjet. Diebestraditionen, Schlüsselfigur der Organisierten Kriminalität. Er überwacht ukrainische Gefängnisse mit vielen „Aufpassern“ und beteiligt sich an der Beilegung von Streitigkeiten im kriminellen Milieu. Siehe „Сергей Иванович Лысенко „Лёра Сумской“ Впливовий український кримінальний авторитет, злодій у законі“, bei Criminal Ukraine, Video auf YouTube, online unter https://www.youtube.com/watch?v=wl4bVajS_EE. Poklads kriminelle Karriere bei Anatolij Sharij auf X (Twitter), online unter https://x.com/anatoliisharii/status/1681234297154306049.
- Zu den britischen Kontakten gehört auch ein gewisser Roman Kolman, der aus Donetsk stammt und jetzt in Southampton lebt. Er ist auf sozialen Netzen aktiv, siehe https://www.facebook.com/roman.kolman, was bedeutet, dass er sich nicht vor Racheakten fürchtet. Auf diesen Kanälen gibt er kritische Kommentare über Selenskyj ab. Der letzte Facebook-Eintrag erfolgte am 24.11.25 über Korruptionsaffäre um Selenskyj und Gewalt der Rekrutierungsbehörde TZK. In seinem Fall stellt sich die Frage, in welcher Verbindung Kolman zu Ivan Bakanov vom Inlands-Nachrichtendienst SBU steht, der in einem Dialog erwähnt ist.
- Das ukrainische Erzengel-Michael-Bataillon erhielt Spenden von Khimprom und hat Verbindungen zur OK. Siehe „комбатбатальона „Архангелы Михаила“ для сотрудничества“ pokladsbu@tutanota.com mit Verbindungen zu eben diesem Oleksandr Poklad. Vgl. „В батальоне «Архангела Михаила» рассказали о «боевых подвигах» Михаила Маймана (Мони):наркотики, девушки, угрозы сослуживцам“ (Das Erzengel-Michael-Bataillon sprach über die „Errungenschaften“ von Michail Maiman (Monja): Drogen, Mädchen, Bedrohungen von Kameraden, bei Secterts Net UA, 15.07.2022 (липень), online unter https://secrets.net.ua/novosti/4994-v-batalone-arhangela-myhayla-rasskazaly-o-boev%D1%8Bh-podvygah-myhayla-majmana-mony-narkotyky-devushky-ugroz%D1%8B-sosluzhyvczam.html. Ob die Erzengel-Michael-Legion der faschistischen „Eisernen Garde“ in Rumänien Vorbild für die Bildung des Bataillons war, ist offen. In der Region Odessa und im Südwesten der Ukraine ist rumänischer Einfluss durchaus vorhanden. Der Telegram Kanal von Maiman: https://t.me/monya_maiman.
- Siehe Gregory Remez, Andreas Maurer: «Ich habe Angst um meine Familie»: Russischer Drogenboss will ukrainischen Aktivisten in der Schweiz eliminieren, bei St. Galler Tagblatt, 28.09.2024, online unter https://www.tagblatt.ch/schweiz/mafia-ich-habe-angst-um-meine-familie-russischer-drogenboss-will-ukrainischen-aktivisten-in-der-schweiz-eliminieren-ld.2676531. Interessant hierbei ist, dass die Urheberschaft einem russischen Drogenboss zugewiesen wird, obwohl es um einen Ukrainer geht.
- Entsprechende Dokumente der Genfer Justiz liegen dem Verfasser vor. Auf dem Telegram-Kanal „Basel – Lörrach – Elsass“ bot ein gewisser Vlad 10’000 USD für die Preisgabe des Aufenthaltsorts von V. Es fragt sich hier, wer sich hinter @piople_oo und @ignat_vv versteckt. Auf verschiedenen Telegram-Kanälen in der Schweiz wurde der Aufruf auch in den Regionen Bern, Zürich, Genf, Basel, Lausanne, Luzern, Lugano, Winterthur und Biel verbreitet. Eine gewisse Miriam Pierce aus Genf beteiligte sich auf dem Kanal der Gruppe „Bizhenzi v Zheneve“ an der Suche. Eines der Fotos der Lebenspartnerin von V. stammt mit Sicherheit aus Genf. Auch eine gewisse Tasha Tetiana nahm an dieser Suche teil. Sie studierte an der Universität Ivano-Frankivsk Recht und betreibt heute offenbar einen Schönheitssalon in Tiflis. Im vergangenen Jahr unternahm sie eine Reise in Deutschland und Belgien. Und schließlich verbreitete eine gewisse Vera Zhdanova die Suche auch auf dem Kanal „Ukrainzi v Niderlandakh„. Sie bot sogar 100’000 USD. Es stellt sich die Frage, ob Zhdanova ihr richtiger Namen ist. Hat sie sich den eventuell zugelegt, weil sie aus Mariupol, dem ehemaligen Zhdanov stammt?
- Siehe Gregory Remez, Andreas Maurer a.a.O. Vgl. Brand in Oberhelfenschwil, auf der Homepage der Gemeinde, 02.11.2023, online unter https://www.neckertal.ch/de/Leben-im-Neckertal/News/174:Brand-in-Oberhelfenschwil.htm.
- Siehe Oriol Solé Altimira: La casa en Tarragona del periodista ucraniano Anatoli Sharii, atacada con cócteles molotov (Das Haus des ukrainischen Journalisten Anatoli Sharii in Tarragona wurde mit Molotowcocktails angegriffen), bei elDiario.es, 24.10.2023, online unter https://www.eldiario.es/catalunya/casa-tarragona-periodista-ucraniano-anatoli-sharii-atacada-cocteles-molotov_1_10624490.html, in spanischer Sprache.
- S. hat die Festnahme nach gescheitertem Attentat auf ihn filmisch festgehalten. Das Video liegt dem Verfasser vor.
- Unter den ukrainischen Nachrichtendiensten herrscht eine Konkurrenz, die sehr weit gehen kann. Ein Mordanschlag auf die Ehefrau von Burdanov war Teil einer Kampagne, ausgehend von internen Rivalen. Siehe Srijan Kumar: In the Heart of Deceit: Poisoned Alliances and Power Struggles within Ukrainian Intelligence, bei Samvada World (Indien), 09.12.2023, online unter https://samvadaworld.com/featured/in-the-heart-of-deceit-poisoned-alliances-and-power-struggles-within-ukrainian-intelligence/. Srijan Kumar promoviert derzeit an der Universität Delhi im Fach Südasienwissenschaften. Er ist Autor und Kolumnist für verschiedene digitale Medien. Andrii Jermak und Oleksabdr Poklad bereiteten zeitweise einen Putsch gegen Burdanov vor. Jermak ist (oder zumindest war) der allmächtige Chef der Präsidialadministration von Selenskyj und dessen rechte Hand. Poklad der Direktor der Inlands-Nachrichtendiensts SBU. Siehe „Єрмак і Поклад готують команду на керівні посади в ГУР – військовий експерт“ bei Українське народне телебачення УНТ (Jermak und Poklad bereiten ein Team für Führungspositionen in der GUR vor – Militärexperte), 14.12.2024, online unter https://unt.ua/news-ukraine-and-worlds/134343-rmak-poklad-gotuyut-komandu-na-ker-vn-posadi-v-gur-v-ys-koviy-ekspert.html, in ukrainischer Sprache. Zu Korruption & Kriminalität in den ukrainischen Nachrichtendiensten siehe „What is known about the DIU’s coverage of the withdrawal of funds through crypto exchanges and defense contracts for selected suppliers?“ bei NonStop, Харківська Громадська Організація „НОН СТОП УКРАЇНА“, 28.11.2024, online unter https://go-ns.org.ua/en/news/what-is-known-about-the-dius-coverage-of-the-withdrawal-of-funds-through-crypto-exchanges-and-defense-contracts-for-selected-suppliers/.
- Auf seinem Telegram-Kanal, der unter dem Namen von S. betrieben wird, werden sehr oft Mitteilungen von „Poklad SBU“ weitergeleitet und gerne die Spitzen des ukrainischen Inlands-Nachrichtendiensts SBU verunglimpft, neben Oleksandr Poklad auch Vasyl Malyuk, seit Februar 2023 Leiter des SBU, sowie Sergey Duka, Stv. Chef des SBU. Ewan Jones: Ukraine’s secret ops mastermind resigns as Zelenskyy shakes up top team, bei TVP, 05.01.2026, online unter https://tvpworld.com/90897383/ukraine-security-service-chief-vasyl-malyuk-resigns. Er soll zurückgetreten sein, bevor Wolodymyr Selenskyj ihn entließ, weil Malyuk sich nicht an Aktionen gegen die Anti-Korruptions-Behörde NABU beteiligen wollte. Der SBU stand und steht bei OSZE und UNO in Kritik wegen schwerster Menschenrechtsverletzungen, von denen der Verfasser auch aus persönlichen Gesprächen mit Betroffenen weiß.
- Serhii (Sergey) Duka ist einer der wichtigsten Akteure in Operationen gegen Journalisten und Anti-Korruptionsorganisationen. Im Juli 2025 führte die SBU unter seiner Führung mehr als 50 Durchsuchungen bei Ermittlern der Anti-Korruptions-Behörde NABU durch. Die Masche besteht darin, Ermittler gegen Korruption als russische Agenten zu diffamieren. Siehe „Duka Serhii Oleksandrovych“ auf der Homepage des Anti-Korruptionsaktionszentrum, online unter https://nabudestroyers.antac.org.ua/serhii-duka.
- Im Jahr 2019 wurde Mychajlo Fedorow zum Stellvertretenden Ministerpräsidenten der Ukraine und Minister für digitale Transformation ernannt. Am 2. Januar 2026 gab Wladimir Zelensky bekannt, dass Fedorow als Nachfolger von Denys Schmyhal neuer Verteidigungsminister der Ukraine werden soll. S. zufolge ist Fedorow derjenige, welcher für seine Kollegen im Kabinett die Wäsche veruntreuter Gelder mittels Kryptowährungen organisiert.
- Siehe Ihor Mosiychuk: Wohin ist Selenskyjs goldener Konvoi verschwunden? Festnahme in Ungarn. Woher stammte das Geld und warum herrscht dort solche Nervosität? Auf YouTube, 06.03.2026, online unter https://www.youtube.com/watch?v=cAGB4YRWEnA, in ukrainischer Sprache. „Ukraine: Wirbel um Geldtransporter aus Wien“, bei Servus TV, online unter https://www.servustv.com/aktuelles/v/aa7cz4h7dx81p8um7eju/. Vgl. András Rostoványi: Streit um Öllieferungen eskaliert: Ungarn nimmt sieben Ukrainer fest, bei Tageblatt Letzebuerg (Editpress Luxembourg), 06.03.2026, online unter https://www.tageblatt.lu/International/Streit-um-Oellieferungen-eskaliert-Ungarn-nimmt-sieben-Ukrainer-fest-28443.html und Karin Leuthold: Ungarn beschlagnahmt Millionen und Gold – Selenski empört, bei 20Minuten, 08.03.2026, online unter https://www.20min.ch/story/streit-mit-kiew-ungarn-beschlagnahmt-millionen-und-gold-selenski-empoert-103521533. Wenig angemessen scheint der Bericht im Stern: „Streit um Öllieferungen: Ungarn behält Geld und Gold von freigelassenen Bankmitarbeitern ein“, bei Stern, 07.03.2026, online unter https://www.stern.de/news/streit-um-oellieferungen–ungarn-behaelt-geld-und-gold-von-freigelassenen-bankmitarbeitern-ein-37199352.html, der suggeriert, das Geld gehöre den beteiligten Bankangestellten.
- Siehe ua_katarsis: В Венгрии золото СБУ перевозил генерал, Гена-„Собачник“ (In Ungarn wurde das SBU-Gold von einem General namens Gena, dem „Hundeführer“, transportiert), bei Livejournal, 07.03.2026, online unter https://ua-katarsis.livejournal.com/2212494.html, in russischer und ukrainischer Sprache. Gegen den ehemaligen ukrainischen SBU-General Gennadi Kusnezow, genannt “ Hundeführer“, stehen schwere Vorwürfe von Korruption, Machtmissbrauch und illegalen Aktivitäten während seiner Tätigkeit im Anti-Terror-Zentrum des ukrainischen Geheimdienstes im Raum. Kusnezow soll in kriminelle Machenschaften wie den Handel mit Gefangenen verwickelt gewesen sein, wobei Plätze auf Austauschlisten gegen hohe Geldsummen verkauft wurden. Zudem wird ihm vorgeworfen, staatliche Ressourcen für private Zwecke missbraucht und Gelder veruntreut zu haben. Er steht auch im Zentrum von Konflikten um interne Machtstrukturen, Vetternwirtschaft und politische Verflechtungen innerhalb des SBU sowie Verrat an russische Geheimdienste. Mehrere Fälle zeigen, wie Untergebene benachteiligt oder geschädigt wurden, während Kusnezow seine Position ausnutzte. Trotz Ermittlungen und Skandalen blieb er lange im Amt und erhielt sogar politische Unterstützung.
- Siehe „Die ukrainische Mafia braucht keine Vorstellung“: Szijjártó behauptet, Selenskyj habe Orban mit …“, bei APT, Video auf YouTube, 07.03.2026, online unter https://www.youtube.com/watch?v=8-02ipnDzzY.
- Siehe Valeriia Semeniuk, Miriam Rathje: Geldtransporter festgesetzt: Außenminister der Ukraine wirft Ungarn „Geiselnahme“ und „Banditentum“ vor, bei Tagesspiegel, 06.03.2026, online unterhttps://www.tagesspiegel.de/internationales/geldtransporter-festgesetzt-aussenminister-der-ukraine-wirft-ungarn-geiselnahme-und-banditentum-vor-15326537.html. Vgl. auch „Andernfalls geben wir die Adresse unseren Jungs weiter“: Selenskyj droht Orbán mit ukrainischen Soldaten“, bei Tagesspiegel, 06.03.2026, online unter https://www.tagesspiegel.de/internationales/andernfalls-geben-wir-die-adresse-unseren-jungs-weiter-selenskyj-droht-orban-mit-ukrainischen-soldaten-15323060.html?icid=topic-list_15326537___ und Markus Schönherr: Selenskyj und Orbán drohen mit Gewalt: Der Streit zwischen der Ukraine und Ungarn eskaliert, bei Tagesspiegel, 06.03.2026, online unter https://www.tagesspiegel.de/internationales/streit-zwischen-der-ukraine-und-ungarn-eskaliert-selenskyj-und-orban-drohen-einander-mit-gewalt-15325209.html?icid=topic-list_15326537___.
- Siehe «Убить вместе с детьми»: Украина угрожает Орбану, при чем тут «Дружба» („Töten gemeinsam mit den Kindern“: Ukraine droht Orban, was hat „Freundschaft“ damit zu tun?), bei Lenta.ru, online unter https://news.ru/europe/ubit-vmeste-s-detmi-ukraina-ugrozhaet-orbanu-pri-chem-tut-druzhba. Vgl. ГЕНЕРАЛ СБУ ОМЕЛЬЧЕНКО розкрив таємниці нафтопроводу та ГРОШЕЙ Ощадбанку! Орбан на межі викриття“ (SBU-General Omelchenko enthüllte die Geheimnisse der Ölpipeline und des Geldes der Sparkasse! Orban steht kurz vor der Entlarvung) bei Телеканал Прямий Video auf YouTube, 09.03.2026, online unter https://www.youtube.com/watch?v=gIbiGbDi4ss. Darin bezeichnet er Orban als vom Kreml geworbenen Agenten. Siehe auch „Former SBU General Issues Death Threat Against Orbán and His Family„, bei The Hungarian Conservative, online unter https://www.hungarianconservative.com/articles/current/orban-death-threat-sbu-hryhoriy-omelchenko-ukraine-hungary/.
- Auch Wolodymyr Selenskyj ließ sich zu einer Drohung gegen den Regierungschef Ungarns verleiten, indem er sagte, er werde wohl „seine Jungs“ vorbeischicken. Siehe András Rostoványi: Streit um Öllieferungen eskaliert: Ungarn nimmt sieben Ukrainer fest, bei Tageblatt Letzebuerg (Editpress Luxembourg), 06.03.2026, online unter https://www.tageblatt.lu/International/Streit-um-Oellieferungen-eskaliert-Ungarn-nimmt-sieben-Ukrainer-fest-28443.html