In eigener Sache | Danke! Ein bisschen Selbstkritik – und auch wieder eine Bitte!
Hochgeschätzte Leserinnen und Leser von Globalbridge!
Es ist überfällig, dass ich mich wieder einmal bei Ihnen herzlich bedanke! Ich erhalte fast jeden Tag Zuschriften von Ihnen, aus denen ich entnehmen kann, dass Sie meine Arbeit als Herausgeber von Globalbridge.ch echt schätzen. So etwa schrieb mir ein Arzt aus Deutschland: «Sehr geehrter, lieber Herr Müller, meinen großen Dank an Sie und Ihr Team für Ihre großartige und überbordende Arbeit für Unabhängigkeit, Frieden und Freiheit! Ich bewundere Sie, wie Sie soviel Arbeit überhaupt bewältigt bekommen. Ich lese fast alle Beiträge über die internationale Politik, habe manchmal Mühe „hinterherzukommen“, so engmaschig kommen Ihre Publikationen.»
Was will man noch mehr? Meine Motivation, weiterzumachen, ist ungebrochen!
Wobei ich nicht verheimlichen will, dass es auch Kritik gibt. Ein Herr Uri Liebeskind – nomen est omen – etwa schrieb mir einen ganz langen, langen, meine Arbeit scharf kritisierenden Brief, dessen Schlusssatz wörtlich wie folgt lautete: «Ihren Spruch „wagt zu sagen, was die Großen verschweigen“ sollten Sie ändern in: „gönnen Sie sich bei uns einen grossen Schluck aus der Kloschüssel!“ – Auch mit solchen Zuschriften muss ich leben können.
Ein Dilemma für mich sind kritische Äußerungen, dass auf der Online-Plattform Globalbridge.ch zu oft zu lange Artikel erscheinen. Es stimmt natürlich: Ich publiziere auch Artikel, deren Länge schwer zu bewältigen ist. Aber was soll ich tun? Solche langen Artikel einfach ablehnen? Nicht zuletzt die professionellen Journalisten, die jetzt auf Globalbridge publizieren, weil die Mainstream-Medien sie ihrer anderen Meinung wegen nicht mehr abzudrucken bereit sind, sind es gewohnt und haben einen guten Grund, ausführlich zu argumentieren. Vor Jahren wurden sie ja von vielen Print-Produkten sogar abhängig von der Länge ihrer Beiträge honoriert. Aber gerade weil sie eine andere Meinung als die Mainstream-Medien haben, müssen sie auch ausführlich argumentieren. „In der Kürze liegt die Würze“ ist in gewissen Fällen zwar richtig, aber die heutige Welt ist zu kompliziert, als dass alles in würziger Kürze erklärt werden kann.
Wer sich nur beim Hundespaziergang aus seinem Handy informiert, mag andere Plattformen bevorzugen. Ich muss mit dieser Kritik leben können.
Aber ich habe noch ein anderes Problem: Da ich meinen Autorinnen und Autoren, zumindest jenen, die vom Schreiben leben müssen, ein faires Honorar bezahle, und da auch viele täglich von mir konsultierte Medien – in sieben verschiedenen Ländern! – gegen Bezahlung abonniert werden müssen, und weil natürlich auch die digitale Website-Technik und der Versand des Newsletters Geld kosten, belaufen sich die Gesamtkosten von Globalbridge jeden Monat auf einen vierstelligen Betrag, der vorne keine 1 und keine 2 hat. Die Anzahl an Spenden ist mit der Anzahl der Newsletter-Abonnenten zwar erfreulicherweise auch gestiegen. Aber leider sind die einzelnen Spenden – im Durchschnitt! – eher kleiner geworden. Nicht zuletzt in Deutschland haben wohl mehr und mehr Leute Angst vor einer wirtschaftlich schwierigen Zeit und schrauben auch die eigenen Kosten runter – verständlicherweise. So ist es weiterhin so, dass ich gut und gerne jeden Monat um die 2000 Franken oder also 2200 Euros aus der eigenen Tasche – konkret: aus meinem langjährig Ersparten – dazuzahlen muss. Nicht dass ich das ungern täte, es macht ja offensichtlich Sinn, aber ich bin kein Millionär und kann das noch einige Monate, sicher aber nicht über Jahre durchhalten. Mich freuen auch Spenden über 3 oder über 5 Euros sehr: Sie sind eine erwünschte und gute Motivation zum Durchhalten. Um wirklich langfristig durchhalten zu können, bin ich aber auch auf etwas größere Spenden angewiesen. Meine kurze Bitte lautet deshalb einmal mehr: Vergessen Sie bitte nicht, dass auch unabhängiger Journalismus etwas kostet. Ich bin für wirklich jede Spende sehr dankbar!
Auf meiner Seite tue ich alles, um die unabhängige Information auf Globalbridge aufrechtzuerhalten – ausdrücklich auch ohne irgendwelche Werbung! Werbung hat den Zweck, das weiß man spätestens seit dem leider oft vergessenen deutschen Philosophen Günther Anders, Bedürfnisse zu wecken, die gar nicht lebenswichtig sind. Zufriedener lebt man, ohne sich von Werbung verführen zu lassen.
Ihnen, meine hochgeschätzten Leserinnen und Leser, wünsche ich alles Gute, allem voran gute Gesundheit, aber auch die Muße, auch längere Texte zu lesen und sich so eine eigene Meinung zu bilden.
Mit herzlichem Gruß
Christian Müller
Alleinverantwortlicher Herausgeber der Online-Plattform Globalbridge.ch
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