Zwei Kinder, die in einer ländlichen Gegend Somalias mit Kanistern Wasser holen (Foto: Pexels/Najim Kurfi)

Somalia: Eine Million Kinder, Frauen und Männer hungern

In Europa schauen wir verständlicherweise auf den Krieg in der Ukraine und wegen der Folgen auch auf den US-amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran. Dabei gerät das geschehen in anderen Teilen der Welt leider schnell in Vergessenheit. Der Autor Heinrich Frei erinnert uns daran, was in Somalia passiert. (red.)

Die Zahl der Hungernden steigt erstmals seit 20 Jahren, wie die Welthungerhilfe schreibt. Auch in Somalia mit 17 Millionen Einwohnern gibt es heute mehr Hungernde. Dieses Land hat heute drei Millionen Binnenvertriebene. Laut Angaben der UNO sind in Somalia 4,4 Millionen Menschen vom Hunger bedroht. Eine Million Kinder, Frauen und Männer leiden bereits jetzt unter extremen Hunger. 

Tausende sind in Somalia vor der Dürre, des Krieges und angesichts eines starken Rückgangs der Lieferung von Hilfsgütern, des Welternährungsprogrammes in die Städte geflohen. Tausende von Hunger betroffene Familien haben aufgrund der jahrelangen Dürre in Somalia ihr Vieh und ihre Höfe verloren.

Die US-Regierung unter Donald Trump hat die Hilfe gekürzt und viele andere Länder auch. Die USA haben bisher weltweit am meisten Hilfe geleistet.

Neben der Kürzung der Hilfe für arme Länder wird wie irr aufgerüstet, auch atomar. Mit einem kleinen Bruchteil der Militärausgaben könnte in kurzer Zeit dafür gesorgt werden, dass alle Menschen auf dieser Erde nicht mehr im Elend leben müssten. 

Die Kürzung der UNO-Hilfe hat auch unser Ambulatorium von Swisso Kalmo in der somalischem Stad Merka betroffen, wie uns Abukar Ahmed informierte. Er schrieb uns: «Da die Lebensmittelverteilung des WFP (Welternährungsprogramm der UNO) reduziert wird, verschärft sich die zunehmende Lebensmittelunsicherheit direkt. Die akute Mangelernährung bei besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen, vor allem von schwangeren und stillenden Müttern, Säuglingen und Kleinkindern verschärft sich.

Folglich wird das Ambulatorium von Swisso Kalmo wahrscheinlich einen starken Anstieg der Aufnahmen von Patienten haben, die an Mangelernährung leiden, neben den normalen ambulanten Konsultationen (Tuberkulose, Malaria, HIV/AIDS). Dies wird einen enormen Druck auf das Klinikpersonal, die Lieferketten, und die Betriebskapazitäten ausüben.»

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