So erlebte ich, Christian Müller, Herausgeber von Globalbridge.ch, China noch, als ich in den 1980er Jahren erstmals dort war: Viele Arbeiten, die bei uns in der Schweiz längst mit Maschinen erledigt wurden, wurden in China noch von den Menschen in "Handarbeit" erledigt. In den vergangenen 40 Jahren hat sich China schneller als viele andere Staaten auch technisch weiterentwickelt – genau das, was den USA missfällt und was sie – aus Machtstreben und zur Erhaltung der globalen Hegemonie – dazu antreibt, China wirtschaftlich auszubremsen und, wie auch immer, im Zweifelsfall auch mit Waffengewalt, zu behindern. (Foto Christian Müller aus den 1980er Jahren)

12 Denkfabriken, 30 Studien – ein Auftrag: Wie Washington den Plan zur China-Einhegung schrieb

(Red.) US-Präsident Donald Trump irritiert mit schnell wechselnden Absichtserklärungen und mit sich sogar widersprechenden Anordnungen und Aussagen. Aber hinter all dem gibt es auch einen Plan, der älter ist und nicht von Donald Trump „erfunden“ wurde. Michael Hollister hat eingehend recherchiert und macht die echten Erfinder der US-Strategie sichtbar. (cm)

1. Strategischer Einstieg

Im Sommer 2016 erschien bei der RAND Corporation eine Studie, deren Titel die analytische Kühle ihres Inhalts kaum verriet: „War with China – Thinking Through the Unthinkable“. David Gompert, ehemaliger Acting Director of National Intelligence, und seine Co-Autoren modellierten auf 116 Seiten vier Konfliktszenarien – niedrige und hohe Intensität, kurze und lange Dauer – über zwei Vergleichszeitpunkte: 2015 und 2025. Die Studie war keine Drohung. Sie war eine Bestandsaufnahme. Und sie enthielt einen Befund, der seither in keiner ernsthaften Strategiediskussion mehr fehlt: Bis 2025, so RAND, werde ein Krieg mit China „intense, highly destructive and yet protracted“ – verlustreich für beide Seiten, ohne klaren Sieger, mit kalkulierbaren Verlusten erst dann, wenn man ihn vermeidet.

Bis 2025. Geschrieben 2016.
Wir schreiben das Jahr 2026.

Wer in den vergangenen achtzehn Monaten amerikanische Außenpolitik beobachtet hat, ohne den Kalender daneben zu legen, hat das Wesentliche übersehen. Operation Absolute Resolve in Venezuela, Operation Epic Fury gegen Iran, die selektive Hormuz-Blockade, die Sanktionen gegen Hengli Petrochemical, das Verfassungsgerichtsurteil zu CK Hutchison in Panama, das Manöver Balikatan auf Luzon, der Ausbau von Quad und AUKUS, die Lastenverschiebung über das Fünf-Prozent-Ziel des NATO-Gipfels Den Haag – all das wirkt in der Tagesberichterstattung wie eine Aneinanderreihung von Einzelereignissen, getrieben von einem unberechenbaren Präsidenten und seinem Verteidigungsminister.

Es ist das Gegenteil. Es ist die Vollstreckung eines Plans, der in mehr als 30 Studien aus zwölf führenden amerikanischen Denkfabriken zwischen 2014 und 2026 niedergeschrieben wurde. Was die Trump-Administration seit Januar 2025 exekutiert, ist die Empfehlungsliste von RAND, Council on Foreign Relations, Heritage Foundation, Atlantic Council, Center for a New American Security, Center for Strategic and International Studies, Center for Strategic and Budgetary Assessments, Brookings, Carnegie Endowment, Quincy Institute, International Institute for Strategic Studies und American Enterprise Institute – abgearbeitet in einer Reihenfolge, die durch das Zeitfenster diktiert ist, das Gompert 2016 benannt hat.

Diese Analyse rekonstruiert, wie das Architektenkollektiv aus dem amerikanischen Think-Tank-Komplex die Eindämmungsstrategie gegen China entwickelt hat, welche sieben Empfehlungen sich quer durch alle Studien ziehen, und wie diese Empfehlungen in den Strategiedokumenten der Trump-Regierung – National Security Strategy Dezember 2025, National Defense Strategy Januar 2026 – Wort für Wort wieder auftauchen. Sie zeigt, an welchen Punkten die Empfehlungen bereits operative Realität sind. Was Trump als nächstes greifen wird – und welcher Mechanismus die Hand führt, die danach greift – ist dann Thema des zweiten Teils.

Wer Operation Pivot vom 01. Februar 2026 gelesen hat, kennt die These. Hier kommt der Beleg.

2. Architektenkollektiv: Wer sind diese zwölf?

Zwölf Denkfabriken, mehr als 30 Studien, ein Zeitraum von zwölf Jahren. Die Liste ist keine willkürliche Auswahl. Sie umfasst die zwölf Institutionen, die in Washington seit 2014 die strategische Debatte über China dominieren – gemessen an Auflage, Personal in der Drehtür zwischen Pentagon und Forschung, und an Zitationshäufigkeit in Regierungsdokumenten.

An der Spitze steht die RAND Corporation, gegründet 1948 als hauseigene Denkfabrik der U.S. Air Force, heute mit Forschungszentren in Santa Monica, Pittsburgh und Brüssel. RAND hat zwischen 2015 und 2025 mindestens neun Studien zur China-Frage veröffentlicht, von Eric Heginbothams „U.S.-China Military Scorecard“ 2015 über Gomperts „War with China“ 2016, „Conflict with China Revisited“ 2017, „China’s Quest for Global Primacy“ 2021 bis zu „U.S. Military Theories of Victory for a War with the PRC“ 2024 und „Economic Deterrence in a China Contingency“ 2025. RAND-Personal pendelt routinemäßig zwischen Forschungsstellen und Regierungsposten – Gompert selbst war von 2009 bis 2010 Acting Director of National Intelligence.

Der Council on Foreign Relations (CFR) lieferte 2015 mit Robert Blackwills und Ashley Tellis‘ „Revising U.S. Grand Strategy Toward China“ das Grundlagenpapier, das die analytische Wende von Engagement zu Eindämmung in der amerikanischen Außenpolitikelite eingeleitet hat. Blackwill, ehemaliger Botschafter in Indien und stellvertretender Nationaler Sicherheitsberater unter Bush, knüpfte 2020 mit „Implementing Grand Strategy Toward China“ eine konkrete Umsetzungsanleitung daran.

Die Heritage Foundation ist die institutionelle Brücke zwischen konservativem Politikbetrieb und Trump-Administration. „The Prioritization Imperative“ von 2024, verfasst unter anderem von Alex Velez-Green, formuliert den heute in der National Defense Strategy NDS abgebildeten Kerngedanken: Das amerikanische Militär könne keine zwei großen Kriege mehr gleichzeitig führen, also müsse Washington Verbündete in Europa, Nahost und Korea zwingen, gegen Russland, Iran und Nordkorea selbst die Hauptlast zu tragen – damit alle US-Ressourcen für China verfügbar bleiben. Heritages „TIDALWAVE“-Kapitel von 2026 erweitert diese Logik um KI-gestützte Kriegssimulationen für einen China-Konflikt.

Der Atlantic Council lieferte mit „Global Strategy 2021: An Allied Strategy for China“ die NATO-kompatible Variante: Eindämmung als transatlantisches Projekt. Das Center for a New American Security (CNAS), gegründet 2007 als demokratisch geprägter Think Tank, der unter Obama-Beratern zur Brücke ins Pentagon wurde, hat zwischen 2014 und 2025 mindestens fünf einschlägige Studien produziert – von „Counterbalance: Red Teaming the Rebalance in the Asia-Pacific“ 2016 bis „Rising to the China Challenge“ 2020. Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) liefert mit „Defining the Diamond“ 2020 die Quad-Architektur und mit „The 2026 NDS by the Numbers“ die hauseigene Verifikation der Trump-Regierungsdokumente.

Hinzu kommt das Center for Strategic and Budgetary Assessments (CSBA) mit Andrew Krepineviches „Preserving the Balance: A U.S. Eurasia Defense Strategy“ 2017 – der intellektuellen Vorlage für die Logik der „First Island Chain als Sperrriegel“.

Spezialisierte Stimmen ergänzen das Kerngerüst. Brookings, traditionell links der Mitte, hat seit 2020 mit Lindsey Ford, Ryan Hass und Michael O’Hanlon mindestens drei substantielle China-Studien produziert. Carnegie Endowment liefert mit Michael Swaines Arbeiten zu FOIP und Chris Chivvis‘ „Legacy or Liability“ 2025 die kritischen Gegenstimmen. Das Quincy Institute, gegründet 2019 als realistisch-zurückhaltende Stimme, mahnt mit Rachel Esplin Odells „Active Denial“ 2022 zur Mäßigung – wird aber strategisch dort herangezogen, wo defensiv-restriktive Logik gefragt ist. Das International Institute for Strategic Studies(IISS) liefert mit den jährlichen „Asia-Pacific Regional Security Assessments“ die Lagebilder. Das American Enterprise Institute (AEI) trägt mit Roger Noriegas Arbeit zur hemisphärischen Energiestrategie das amerikanische Kontinentalstandbein bei.

Was diese zwölf Institutionen verbindet, ist die Drehtür. Eric Heginbotham, RAND-Autor der „Scorecard“-Reihe, war zuvor am National Bureau of Asian Research und arbeitete im Office of the Secretary of Defense an der Net Assessment-Abteilung. David Gompert war RAND-Senior Fellow, Senior Advisor for National Security in der Coalition Provisional Authority im Irak und schließlich von 2009 bis 2010 Acting Director of National Intelligence. Cristina Garafola, Co-Autorin der RAND-Studie 2016, arbeitete von 2017 bis 2019 im Office of the Secretary of Defense an der Umsetzung der National Defense Strategy und der Indo-Pacific Strategy.

Das prominenteste Beispiel dieser Pendelbewegung ist Elbridge Colby. Als Mitautor der „Prioritization Imperative“-Linie und früherer Pentagon-Strategiechef in Trumps erster Amtszeit hat Colby die analytische Arbeit, die heute in der National Defense Strategy NDS Januar 2026 als offizielle Doktrin erscheint, über zehn Jahre hinweg in Studien, Aufsätzen und Buchpublikationen vorbereitet. Sein Buch „The Strategy of Denial“ von 2021 formuliert die Logik, die Hegseth nun exekutiert. Wer die NDS liest, liest in weiten Teilen Colbys Sprache.

Robert Blackwill, CFR-Autor der Grundlagenstudie 2015, war Botschafter in Indien und stellvertretender Nationaler Sicherheitsberater unter Bush. Ashley Tellis, sein Co-Autor, war Senior Director im National Security Council und ist heute Senior Fellow bei Carnegie. Alex Velez-Green, Heritage-Co-Autor der „Prioritization Imperative“, arbeitet inzwischen als Senior Advisor in Hegseths Verteidigungsministerium. Die Liste ließe sich verlängern.

Diese personelle Verflechtung ist keine Korruption – sie ist die Funktionsweise des amerikanischen Strategiebetriebs. Was in den Studien steht, schreiben oft dieselben Personen, die später in Regierungspositionen die Umsetzung verantworten. Der Übergang von Empfehlung zu Doktrin verläuft nicht über parlamentarische Debatten oder öffentliche Konsultationen, sondern über die Karrierebiographien einer relativ kleinen Schicht von Strategieanalysten, die zwischen Think-Tank-Lehrstuhl und Pentagon-Schreibtisch pendeln.

3. Die sieben überlappenden Empfehlungen

Wer mehr als 30 Studien aus zwölf Denkfabriken nebeneinanderlegt und die wiederkehrenden Empfehlungen herausfiltert, stößt auf sieben Kategorien, die quer durch die gesamte Literatur identisch oder nahezu identisch auftauchen. Sie bilden das Skelett der Eindämmungsstrategie.

Erstens: Bündnisarchitektur im Indo-Pazifik verdichten. RAND („China’s Quest for Global Primacy“, 2021), CFR (Blackwill/Tellis 2015), Atlantic Council 2021, CSIS 2020, IISS APRSA 2022/2023 – alle empfehlen den Ausbau eines verdichteten Bündnisrings: Quad (USA, Japan, Australien, Indien), AUKUS (USA, Großbritannien, Australien), Vertiefung der bilateralen Beziehungen zu Philippinen, Südkorea, Vietnam und Taiwan. Das Ziel: ein militärisch nutzbares Netzwerk entlang der First und Second Island Chain, das China in seiner regionalen Bewegungsfreiheit begrenzt. Der Status: läuft seit 2025 mit hoher Intensität, mit Manövern wie Balikatan 2026 (17.000 Soldaten, sieben Nationen) als sichtbarsten Belegen.

Zweitens: China technologisch bremsen. RAND („U.S.-China Military Scorecard“ 2015, „Theories of Victory“ 2024), CNAS („Rising to the China Challenge“ 2020), Heritage („Winning the New Cold War“), Brookings (Hass 2020) – die Empfehlungen reichen von Halbleiter-Exportkontrollen über KI-Restriktionen bis zu Quantum- und 5G/6G-Beschränkungen. Der Status: aktiv. Die Bureau of Industry and Security der US-Handelsministerin hat seit Januar 2026 Re-Exporte fortgeschrittener Chips wie H200 und MI325X mit einem 25-Prozent-Aufschlag belegt. Applied Materials zahlte im Februar 2026 165 Millionen Dollar Vergleich für Re-Exporte. Hengli Petrochemical Dalian sowie etwa 40 weitere Schiffe und Firmen wurden im April 2026 sanktioniert.

Drittens: Lastenverschiebung auf Verbündete. Heritage („Prioritization Imperative“ 2024) formuliert es am schärfsten: Das US-Militär ist nur noch fähig, einen großen Krieg zu führen. Also müssen Verbündete in Europa, Nahost und auf der koreanischen Halbinsel die regionalen Lasten primär selbst tragen, mit „kritischer aber begrenzter US-Unterstützung“. Diese Logik findet sich wortgleich in der NDS Januar 2026 und in der NSS Dezember 2025 („burden-sharing network“). Der Status: NATO-Gipfel Den Haag Juni 2025 – fünf Prozent BIP-Beschluss, 31 von 32 Staaten haben unterzeichnet. Die deutsche Bundesregierung hat ihre Wehrhaushalte entsprechend hochgefahren.

Viertens: First Island Chain als Sperrriegel. RAND „Conflict with China Revisited“ 2017, CSBA Krepinevich 2017, CSIS 2020, NSS Dezember 2025, NDS Januar 2026. Die Wortwahl überlappt fast deckungsgleich. Die NSS Dezember 2025 schreibt: „We will build a military capable of denying aggression anywhere in the First Island Chain.“ Die NDS Januar 2026: „we will erect a strong denial defense along the First Island Chain (FIC).“ Das ist die direkte Übernahme der RAND/CSBA-Sprache. Der Status: Mid-Range Capability System permanent in Nordluzon, NMESIS bei Balikatan 2026, Stützpunktverhandlungen mit Vietnam und den Philippinen laufen.

Fünftens: Wirtschaftliche Abschreckung und Sanktionsplanung. RAND „Economic Deterrence in a China Contingency“ 2025 ist hier die zentrale Studie. Sie modelliert, wie amerikanische und alliierte Sanktionen China im Konfliktfall lähmen können – Ölzufuhr, Halbleiterzulieferungen, SWIFT-Anbindung, Devisenreserven. Heritage und CFR liefern die parallelen Konzepte. Der Status: Vorbereitungen laufen, mit Hengli-Sanktionen (24.04.2026) als ersten sichtbaren Übungsanwendungen. Die Hormuz-Selektivblockade ab April 2026 trifft chinesische Ölimporte mit 15 bis 20 Prozent Zusatzbelastung – nach den fünf Prozent, die Operation Absolute Resolve in Venezuela bereits abgeschnitten hat. Die RAND-Studie „Economic Deterrence in a China Contingency“ geht in ihrer Modellierung weiter, als die meisten Sekundärrezeptionen wahrnehmen. Sie unterscheidet zwischen „Deterrence by Denial“ und „Deterrence by Punishment“ und kommt zu dem Schluss, dass amerikanische Sanktionen nur dann signifikante Wirkung entfalten, wenn sie vor einem Konflikt aufgebaut und im Konfliktfall koordiniert mit Verbündeten ausgelöst werden. Einseitige amerikanische Sanktionen, so RAND, würden China lediglich zwingen, Lieferketten umzulenken – schmerzhaft, aber nicht entscheidend. Der entscheidende Hebel sei die EU plus Japan plus Südkorea plus Australien plus Indien. Diese Logik findet sich nahezu wörtlich in der NSS Dezember 2025 wieder, die das amerikanische Bündnisnetzwerk als wirtschaftlichen Block mit zusätzlichen 35 Billionen Dollar Wirtschaftskraft beziffert – gegenüber Chinas knapp 18 Billionen. Die Hengli-Sanktionen vom 24. April 2026 waren dabei ein Testlauf: nicht weil Hengli Petrochemical Dalian für China existenziell wäre, sondern weil die Sanktionen die Funktionsfähigkeit der koordinierten Mechanik mit europäischen Partnern unter realen Bedingungen erproben sollten. 

Sechstens: US-Wirtschafts- und Rüstungsbasis stärken. RAND, Heritage, CSBA, USAWC Press 2024 – alle drängen auf den Wiederaufbau der amerikanischen Munitions- und Schiffbauproduktion. Heritage rechnet vor, dass die People’s Liberation Army Navy zwischen 2012 und 2024 von 271 auf 328 Schiffe gewachsen ist, während die US Navy bei knapp 290 stagniert. Die NDS Januar 2026 nennt diese Forderung als vierte Line of Effort wörtlich: „Supercharge the U.S. Defense Industrial Base.“ Der Status: National Defense Authorization Act 2026 mit massiven Budgets für Golden Dome, nukleare Modernisierung und Munitionsproduktion.

Siebtens: Energieabhängigkeit Chinas als strategischen Hebel. Diese Empfehlung ist eine Synthese aus mehreren Quellen – sie taucht so explizit nicht in einer einzelnen Leitstudie auf, sondern verteilt sich über Heritage TIDALWAVE 2026 (das Chinas Ölimportabhängigkeit als „core vulnerability“ nennt und Iran als Hauptlieferanten identifiziert), AEI Noriega zur hemisphärischen Energiestrategie, RAND „Economic Deterrence“ 2025 und die Logik mehrerer CSIS-Studien. Die „Folgt dem Öl„-Reihe auf www.michael-hollister.com hat diese Komponente in den Teilen 1 und 2 ausgearbeitet. Der Status: Operation Absolute Resolve in Venezuela hat China etwa fünf Prozent seiner Ölversorgung gekostet, Operation Epic Fury und die Hormuz-Selektivblockade weitere 15 bis 20 Prozent. China bezieht heute mehr als 70 Prozent seines Öls über See – und Washington kontrolliert die meisten relevanten Knotenpunkte. Die Größenordnung dieser Hebelwirkung ist in den Studien präzise beziffert. Heritage TIDALWAVE 2026 hat als Teil seines KI-gestützten Simulationsprojekts die Iran-Komponente explizit ausgewertet: Iran exportierte im August 2024 etwa 1,5 Millionen Barrel Rohöl pro Tag nach China – mehr als ein Fünftel der gesamten chinesischen Importe aus dem Persischen Golf. Eine Unterbrechung dieser Lieferungen, so der Heritage-Befund, würde Chinas Kapazität für anhaltende Kampfhandlungen unmittelbar einschränken. Die Operation Epic Fury hat mit der Vernichtung der iranischen Nuklearanlagen genau diese Komponente getroffen – nicht nur als nukleare Nichtverbreitungsmaßnahme, sondern als energiepolitischer Schlag gegen den chinesischen Kriegsindustriekomplex. Heritage formuliert diesen Zusammenhang in einem Satz, der die strategische Dichte der Studie freilegt: „Disruption of those imports would immediately restrict the PRC’s capacity for sustained combat – an insight that has direct policy implications.“ Übersetzt: Was wie Iran-Politik aussieht, ist China-Politik mit anderen Mitteln. Und die Trump-Administration hat diese Übersetzung im Februar 2026 vollzogen. 

Sieben Empfehlungen, zwölf Denkfabriken, mehr als 30 Studien. Was als analytische Vielfalt erscheint, ist im Kern eine bemerkenswerte intellektuelle Konvergenz.

4. Vom Strategiepapier zur Doktrin

Strategiedokumente sind in Washington traditionell Kompromisse. Sie spiegeln nicht die schärfste Analyse, sondern den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Präsidialamt, Pentagon, State Department und Geheimdiensten. Wer die National Security Strategy von 2017 gegen die von 2022 hält, sieht den Spagat: vorsichtige Sprache, breite Definitionen, keine zu konkreten Festlegungen.

Die NSS Dezember 2025 und die NDS Januar 2026 brechen mit dieser Tradition. Sie sind nicht nur kürzer als ihre Vorgänger – die NDS umfasst 34 Seiten gegenüber 80 unter Biden. Sie sind auch wesentlich klarer in der Übernahme der Think-Tank-Sprache. Wer die Studien gelesen hat, liest die Strategiedokumente als Vollzugsmeldung.

Das deutlichste Beispiel ist die First Island Chain. Die NSS Dezember 2025 formuliert: „We will build a military capable of denying aggression anywhere in the First Island Chain. But the American military cannot, and should not have to, do this alone.“ Die NDS Januar 2026 ergänzt: „we will erect a strong denial defense along the First Island Chain (FIC). We will also urge and enable key regional allies and partners to do more for our collective defense.“ Die Wortwahl – „denying aggression“, „denial defense“ – entspricht der RAND-Sprache von Heginbothams „Scorecard“ 2015 und Krepineviches „Preserving the Balance“ 2017. Es ist nicht nur konzeptionell dieselbe Linie, es ist sprachlich eine direkte Übernahme.

Noch deutlicher ist die Russland-Formulierung. Die NDS Januar 2026 ordnet Russland mit den Worten ein: „Russia will remain a persistent but manageable threat to NATO’s eastern members for the foreseeable future.“ Diese Formulierung – „persistent but manageable threat“ – ist die exakte sprachliche Spiegelung der Heritage-Logik aus „The Prioritization Imperative“ 2024: Russland ist nicht mehr die zentrale militärische Bedrohung, gegen die das US-Militär aufgestellt sein muss. Russland ist beherrschbar. Die Hauptaufgabe verschiebt sich nach Asien. Heritage hatte exakt diesen Gedanken 2024 als strategische Notwendigkeit formuliert. Die NDS macht ihn 2026 zur Doktrin.

Drittens das Engagement-Paradigma. Die NSS Dezember 2025 fasst die analytische Wende, die Robert Blackwill und Ashley Tellis 2015 in „Revising U.S. Grand Strategy Toward China“ formuliert hatten, in einem einzigen Satz zusammen. Frühere Administrationen, schreibt das Weiße Haus, hätten geglaubt, „by opening our markets to China, encouraging American business to invest in China, and outsourcing our manufacturing to China, we would facilitate China’s entry into the so-called rules-based international order.“ Es folgt der Trump-Sprache eigene Pointe: „This did not happen. China got rich and powerful, and used its wealth and power to its considerable advantage.“ Das ist nicht nur thematisch die CFR-Linie. Es ist sprachlich die Übernahme einer Diagnose, die zehn Jahre lang in der amerikanischen China-Debatte als zu radikal galt – und nun im offiziellen Strategiedokument der USA steht.

Viertens das Simultaneity-Problem. Heritage 2024 hatte unmissverständlich formuliert: Das amerikanische Militär sei nicht länger in der Lage, mehrere große Kriege gleichzeitig zu führen – nicht einmal sicher, einen einzigen gegen den schwierigsten Gegner zu gewinnen. Die NDS Januar 2026 widmet diesem Befund ein eigenes Kapitel, betitelt „The Simultaneity Problem and Implications for Allied Burden-Sharing“. Sie übernimmt die Heritage-Logik in voller Tragweite: weil Washington nicht alle Theater gleichzeitig bedienen kann, müssen Verbündete in Europa, Nahost und Korea die regionalen Lasten primär selbst tragen. Heritage hatte 2024 genau dieses Argument als analytische Pflicht formuliert. Das Pentagon übernimmt es 2026 als operative Notwendigkeit -–mit der einzigen Modifikation, dass Hegseth die Sprache schärfer und politischer setzt als die Heritage-Autoren.

Fünftens die Energiekorridore. Die NSS Dezember 2025 nennt im Mittelost-Abschnitt drei Knotenpunkte explizit: „that the Strait of Hormuz remain open, that the Red Sea remain navigable“ – und fügt im Hemisphären-Abschnitt den Panama-Kanal hinzu. Das sind die drei Engpässe, durch die ein erheblicher Teil chinesischer Ölimporte fließt. RAND „Economic Deterrence in a China Contingency“ 2025, Heritage TIDALWAVE 2026 und AEI Noriegas Arbeit zur hemisphärischen Energiestrategie hatten diese Knotenpunkte als zentrale Hebel identifiziert. Die NSS macht sie zu erklärten amerikanischen Kerninteressen.

Die vier Lines of Effort der NDS – „Defend the U.S. Homeland“, „Deter China in the Indo-Pacific Through Strength, Not Confrontation“, „Increase Burden-Sharing with U.S. Allies and Partners“, „Supercharge the U.S. Defense Industrial Base“ – folgen dem Heritage-Schema fast eins zu eins. Heritage 2024 hatte gefordert: Heimat schützen, China im Indo-Pazifik priorisieren, Verbündete für andere Theater verantwortlich machen, Industriebasis wieder aufbauen. Die NDS hat diese vier Punkte zu ihrer offiziellen Architektur gemacht.

Die „Supercharge“-Sprache der vierten Line of Effort ist ein eigenes Indiz. Sie taucht so in keiner früheren Strategiedoktrin auf. Sie ist eine sprachliche Innovation, die direkt aus dem Trump-Vokabular kommt – und sich nun in einem offiziellen Pentagon-Dokument findet. Wer die NDS liest, liest nicht das Werk eines neutralen Pentagon-Stabs. Er liest die Strategie eines politischen Apparats, der die Think-Tank-Empfehlungen in Trumps eigener Sprache formuliert hat.

Die symbolische Pointe dieser Verschmelzung: Im September 2025 wurde das Department of Defense per Präsidialerlass in Department of War umbenannt. Die NDS Januar 2026 ist die erste Strategiedoktrin der USA seit 1947, die unter dem Briefkopf des Kriegsministeriums veröffentlicht wird. Hegseth eröffnet sein Memorandum auf Seite 1 mit drei fettgedruckten Worten: „America First. Peace Through Strength. Common Sense.“ Das ist keine Sprache eines bürokratischen Verteidigungsapparats. Das ist die Sprache einer Bewegung, die ihre Strategie hat – und sie nun ausführt.

5. Mapping: Was bereits operative Realität ist

Die sieben Empfehlungen lassen sich auf konkrete Operationen seit Januar 2025 abbilden. Das Bild, das entsteht, ist kein Mosaik aus Einzelfällen. Es ist die systematische Abarbeitung der Empfehlungslisten.

Bündnisarchitektur Indo-Pazifik: Quad-Gipfel im September 2025 mit erweitertem maritimen Sicherheitsformat. AUKUS-Vertiefung mit ersten U-Boot-Komponentenlieferungen an Australien. Manöver Balikatan 2026 im April mit 17.000 Soldaten und sieben Teilnehmernationen – Niveau einer regionalen Großübung. NMESIS (Navy Marine Expeditionary Ship Interdiction System) wurde in Nordluzon stationiert, ein Mid-Range Capability System permanent. Vietnam und die Philippinen verhandeln erweiterte Hafenzugänge. Südkorea-Abkommen zur „primary responsibility for deterring North Korea“ in der NDS festgeschrieben. Die Tiefe dieser Verdichtung lässt sich am Materialfluss ablesen. AUKUS-Phase eins sieht den Verkauf von drei bis fünf gebrauchten Virginia-Klasse-U-Booten an Australien zwischen 2032 und 2035 vor; die ersten Trainings australischer Crews an US-Stützpunkten haben 2025 begonnen. Edca-Stützpunkte auf den Philippinen wurden von vier auf neun erweitert, die meisten davon mit direktem Zugriff auf den Bashi-Strait und das Südchinesische Meer. Japan hat 400 Tomahawk-Marschflugkörper bestellt, Lieferung bis 2027. 

Technologische Bremse: Halbleiter-Exportkontrolle ausgeweitet ab 15. Januar 2026 – H200 und MI325X mit 25-Prozent-Aufschlag an die Staatskasse beim Re-Export. Applied Materials 165-Millionen-Vergleich Februar 2026 wegen unautorisierter Re-Exporte. Niederländische ASML-Lieferungen weiter eingeschränkt. KI-Chip-Lizenzpolitik der Bureau of Industry and Security verschärft.

Lastenverschiebung: NATO-Den-Haag-Beschluss 24./25. Juni 2025 – fünf Prozent BIP-Standard, davon 3,5 Prozent Kernverteidigung, 1,5 Prozent sicherheitsrelevante Ausgaben. 31 von 32 NATO-Staaten haben unterzeichnet. Bundeswehr-Sondervermögen aufgestockt, polnische Rüstungsausgaben über fünf Prozent. Japan und Südkorea wurden in der NDS namentlich zur erweiterten Eigenverantwortung verpflichtet. Saudi-Arabien und Israel bekommen in der Middle-East-Sektion der NDS die „primary responsibility“ für Iran-Eindämmung übertragen.

First Island Chain: Mid-Range Capability System Nordluzon, NMESIS Balikatan, Marine Corps Force Design 2030 in der Umsetzung. Die NDS hat die Sprache „denial defense along the FIC“ zur offiziellen Doktrin erklärt. Stützpunktverhandlungen mit den Philippinen – Edca-Erweiterung – laufen. Japan stockt Aegis-Ashore-Komponenten auf. Australien empfängt erste AUKUS-U-Boot-Trainings.

Wirtschaftliche Abschreckung: Hengli Petrochemical Dalian und etwa 40 Schiffe und Firmen sanktioniert am 24. April 2026. Hormuz-Selektivblockade ab 13. April 2026 trifft chinesische Ölimporte mit 15 bis 20 Prozent. Operation Absolute Resolve hat Venezuelas Ölexporte nach China um etwa fünf Prozent reduziert. Trump-Zölle gegen China laufend bei 145 Prozent. SWIFT-Diskussionen für China-Ausschluss im Konfliktfall in Vorbereitung. Die Größenordnung der Hengli-Sanktionen vom 24. April 2026 verdient eine präzise Einordnung: betroffen waren Hengli Petrochemical Dalian – eine der größten integrierten Raffinerien Chinas mit einer Kapazität von etwa 400.000 Barrel pro Tag – sowie 38 weitere Schiffe und Mantelfirmen, die im iranischen Schattentanker-Geschäft aktiv waren. Die Hormuz-Selektivblockade traf in den ersten zwei Wochen nach dem 13. April 2026 schätzungsweise 1,2 bis 1,5 Millionen Barrel täglicher chinesischer Importe – Größenordnungen, die zum US-Treasury Department Sanktionsregime gegen die iranische Zentralbank passen, ohne dass Washington eine offene Vollblockade ausrufen müsste. 

Industriebasis: National Defense Authorization Act 2026 mit Mehrjahresfinanzierung für Munitionsproduktion. Golden Dome Missile Defense in Beauftragung. Nukleare Triade-Modernisierung durchfinanziert. Erste Werften-Kapazitätserweiterungen in Norfolk und Pascagoula in Vorbereitung. Re-Shoring von Halbleiterproduktion mit TSMC Arizona und Samsung Texas in Umsetzung – letztere allerdings mit Verzögerungen, die Heritage 2024 explizit kritisiert hatte. Das NDAA 2026 hat allein für Golden Dome rund 25 Milliarden Dollar über die ersten drei Haushaltsjahre gebunden, mit weiteren Mitteln für weltraumgestützte Sensoren und Interzeptoren. Die nukleare Triade-Modernisierung – Sentinel ICBM, Columbia-Klasse SSBN, B-21 Raider – bleibt durchfinanziert, trotz der Kostenüberschreitungen beim Sentinel-Programm, die das Pentagon im Sommer 2024 öffentlich eingeräumt hatte. Munitionsproduktion: die Produktionsrate für 155mm-Artilleriegranaten wurde von 14.000 pro Monat im Jahr 2022 auf rund 90.000 pro Monat bis Ende 2025 hochgefahren – eine Steigerung um den Faktor sechs, getrieben sowohl durch den Ukraine-Konflikt als auch durch die explizite RAND- und Heritage-Forderung nach Munitionsreserven für einen China-Konflikt. 

Energiehebel: Operation Epic Fury gegen Iran ab 28. Februar 2026 – Khamenei Senior getötet, Nuklearanlagen zerstört, Operation Midnight Hammer bezeichnet die nuklearen Zielschläge. Der Iran-Angriff ist in der NDS Januar 2026 explizit gewürdigt: „Now, Iran’s regime is weaker and more vulnerable than it has been in decades.“ Hormuz-Selektivblockade trifft chinesische Importe. Operation Absolute Resolve in Venezuela trifft chinesische Importe. Panama-Verfassungsgerichtsurteil zu CK Hutchison erklärt die Hafenkonzessionen für verfassungswidrig – der Suezkanal-Äquivalent für China-Lateinamerika-Handel ist in amerikanischer Reichweite. Die Größenordnungen sind nüchtern dokumentierbar. Venezuelas Ölexporte nach China lagen vor Operation Absolute Resolve bei etwa 500.000 Barrel pro Tag – über Reuters-fischende Mittlerstrukturen, da formal sanktioniert. Mit der Maduro-Festnahme und der Übernahme der staatlichen PDVSA durch eine Übergangsverwaltung ist dieser Strom faktisch eingestellt. Iranischer Ölexport nach China bewegte sich vor Epic Fury bei rund 1,5 Millionen Barrel täglich. Beide Größen zusammen entsprechen rund 12 bis 14 Prozent der gesamten chinesischen Rohölimporte. Wenn die Hormuz-Selektivblockade die zweite Welle bringt – gezielt gegen Tanker mit chinesischen Adressaten – addiert sich der Druck auf Werte, die Heritage in seiner TIDALWAVE-Simulation als kritisch für die chinesische Kriegsführungsfähigkeit identifiziert hat. 

Sieben Kategorien, dutzende Operationen, ein zeitlicher Rahmen von achtzehn Monaten. Wer behauptet, das sei Improvisation, hat entweder die Studien nicht gelesen oder die Dokumente nicht gelesen – oder weigert sich, die Verbindung zu sehen.

6. Schlussakkord

Was als Trump-Improvisation gelesen wird, ist Vollstreckung. Die Architektur ist seit 2015 niedergelegt, die Sprache ist seit 2017 verfügbar, die Operationen folgen einer Reihenfolge, die durch RANDs Zeitfenster diktiert ist. Die Trump-Administration hat die Studien nicht erfunden. Sie führt sie aus. (Hervorhebung durch die Redaktion.)

Aber die Frage bleibt: Warum jetzt? Warum mit dieser Geschwindigkeit? Warum unter Aufgabe diplomatischer Mittel, die noch unter Biden zumindest formal gewahrt blieben?

Die Antwort liegt nicht in Trumps Charakter. Sie liegt in einer Uhr, die in Washington tickt. RAND hat 2016 das Zeitfenster bis 2025 modelliert. Das Fenster ist 2026 geschlossen. Was nicht bis Mitte 2027 vorbereitet ist, wird nicht mehr vorbereitet. Und sie liegt in einer Währung, die noch nicht existiert – aber deren Vorbereitung in Shanghai, Moskau, Brasília und Riad mit jeder BRICS-Konferenz konkreter wird.

Welche Werkzeuge im Kasten noch warten – Kuba, Kharg Island, Taiwan – und welcher Mechanismus die Hand führt, die sie greift, ist Thema von Teil 2 in den nächsten Tagen.

Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik – jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com , bei Substack sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

Quellenverzeichnis

Regierungsdokumente USA

The White House: National Security Strategy of the United States of America, Dezember 2025. https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2025/12/2025-National-Security-Strategy.pdf

Department of War: 2026 National Defense Strategy, 23. Januar 2026. https://media.defense.gov/2026/Jan/23/2003864773/-1/-1/0/2026-NATIONAL-DEFENSE-STRATEGY.PDF

Sekundäranalysen zu NSS und NDS

Ashley Roque, Aaron Mehta: „Pentagon releases National Defense Strategy, with homeland defense as top priority.“ Breaking Defense, 23. Januar 2026. https://breakingdefense.com/2026/01/national-defense-strategy-hegseth-pentagon-western-hemisphere/

Atlas Institute for International Affairs: „The 2026 National Defense Strategy – Decoding the Pentagon’s Priorities.“ Februar 2026. https://atlasinstitute.org/the-2026-national-defense-strategy-decoding-the-pentagons-priorities/

Brookings Institution: „Breaking down Trump’s 2025 National Security Strategy.“ Februar 2026. https://www.brookings.edu/articles/breaking-down-trumps-2025-national-security-strategy/

DefenseScoop: „New U.S. defense strategy ‚barely mentions technology‘.“ 26. Januar 2026. https://defensescoop.com/2026/01/26/2026-national-defense-strategy-trump-hegseth-nds/

Lawfare: „Trump Administration Releases 2025 National Security Strategy.“ 5. Dezember 2025. https://www.lawfaremedia.org/article/trump-administration-releases-2025-national-security-strategy

USNI News: „2025 U.S. National Security Strategy.“ 5. Dezember 2025. https://news.usni.org/2025/12/05/2025-u-s-national-security-strategy

Small Wars Journal (Arizona State University): „2026 National Defense Strategy.“ 24. Januar 2026. https://smallwarsjournal.com/2026/01/24/2026-national-defense-strategy/

The Washington Post: „Pentagon’s new defense strategy pulls forces abroad to focus on homeland.“ 24. Januar 2026. https://www.washingtonpost.com/national-security/2026/01/24/pentagon-national-defense-strategy-russia-china-hegseth/

Department of War / Military.com: „Department of War Releases National Defense Strategy – Homeland at Forefront.“ 23. Januar 2026. https://www.military.com/feature/2026/01/23/department-of-war-releases-national-defense-strategy-homeland-forefront.html

RAND Corporation 

David C. Gompert, Astrid Stuth Cevallos, Cristina L. Garafola: War with China – Thinking Through the Unthinkable. RAND Corporation, RR-1140-A, 2016. https://www.rand.org/pubs/research_reports/RR1140.html

Heritage Foundation

Alex Velez-Green, Robert Peters et al.: The Prioritization Imperative – A Strategy to Defend America’s Interests in a More Dangerous World. Heritage Foundation Special Report 288, August 2024. https://www.heritage.org/sites/default/files/2024-09/SR288_0.pdf

Heritage Foundation: „Heritage Unveils Comprehensive Defense Strategy for Incoming Presidential Administration.“ Pressemitteilung, August 2024. https://www.heritage.org/press/heritage-unveils-comprehensive-defense-strategy-incoming-presidential-administration

Heritage Foundation: TIDALWAVE – Foreword. Januar 2026. https://www.heritage.org/tidalwave/introduction/foreword

Think Tanks und Studien

RAND Corporation: The U.S.-China Military Scorecard (Heginbotham et al., 2015) RAND Corporation: Conflict with China Revisited (Heginbotham, Heim et al., 2017) RAND Corporation: China’s Quest for Global Primacy (Scobell et al., 2021) RAND Corporation: U.S. Military Theories of Victory for a War with the People’s Republic of China (2024) RAND Corporation: Economic Deterrence in a China Contingency (2025) Council on Foreign Relations: Revising U.S. Grand Strategy Toward China (Blackwill, Tellis, 2015) Council on Foreign Relations: Implementing Grand Strategy Toward China – Twenty-Two U.S. Policy Prescriptions(Blackwill, 2020) Center for a New American Security: Counterbalance – Red Teaming the Rebalance in the Asia-Pacific (Cronin et al., 2016) Center for a New American Security: Rising to the China Challenge (Ratner et al., 2020) Center for Strategic and International Studies: Defining the Diamond – The Past, Present, and Future of the Quadrilateral Security Dialogue (Green et al., 2020) Center for Strategic and International Studies: The 2026 NDS by the Numbers (Cancian, Park, 2026) Center for Strategic and Budgetary Assessments: Preserving the Balance – A U.S. Eurasia Defense Strategy (Krepinevich, 2017) Atlantic Council: Global Strategy 2021 – An Allied Strategy for China (Kroenig, Cimmino et al., 2020) Brookings Institution: The Future of U.S. Policy Toward China – Recommendations for the Biden Administration (Hass, 2020) Carnegie Endowment for International Peace: Legacy or Liability – The European Implications of Trump’s Foreign Policy (Chivvis, 2025) Quincy Institute for Responsible Statecraft: Active Denial – A Roadmap to a More Effective, Stabilizing, and Sustainable U.S. Defense Strategy in Asia (Odell et al., 2022) International Institute for Strategic Studies: Asia-Pacific Regional Security Assessment (Jahresbände 2022, 2023) American Enterprise Institute: Roger Noriega, hemisphärische Energiestrategie (2023, mehrere Beiträge)

Vorgängerartikel www.michael-hollister.com

Michael Hollister: „Operation Pivot.“ 01. Februar 2026. https://www.michael-hollister.com/de/2026/02/01/operation-pivot/

Michael Hollister: „Folgt dem Öl Teil 1 – Wie Washington Chinas Energieversorgung demontiert.“ 29. März 2026. https://www.michael-hollister.com/de/2026/03/29/folgt-dem-oel-wie-washington-chinas-energieversorgung-demontiert/

Michael Hollister: „Folgt dem Öl Teil 2 – Europa ohne Öl.“ 12. April 2026. https://www.michael-hollister.com/de/2026/04/12/folgt-dem-oel-teil-2-europa-ohne-oel/

Michael Hollister: „Folgt dem Öl Teil 3 – Die Golfstaaten zwischen den Fronten.“ 12. April 2026. https://www.michael-hollister.com/de/2026/04/12/folgt-dem-oel-teil-3-die-golfstaaten-zwischen-den-fronten/

Michael Hollister: „Venezuela-Intervention – Teil 2.“ 5. Dezember 2025. https://www.michael-hollister.com/de/2025/12/05/venezuela-intervention-3/

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