Seltene Erden, ohne sie läuft in der modernen Technik gar nichts. Und bisher werden sie vor allem in China abgebaut ... (Grafik Deutsche Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe)

Hybrider Krieg unter Freunden?

Ungefähr 40 Soldaten aus den NATO-Mitgliedsländern Deutschland, Frankreich, Norwegen, Schweden, Großbritannien, Niederlande und Kanada nahmen Mitte Januar an der Übung „Arctic Endurance“ in Grönland teil (1). Dazu kam noch das Kontingent des Gastgebers Dänemark. In Frankreich hielt man das für ein „starkes politisches Signal“ (2). Etwas nüchterner ausgedrückt: Arctic Endurance war die medial bestbegleitete Zugsübung der Militärgeschichte. Ob es jetzt damit erledigt ist? Nur Optimisten glauben daran. 

Den Anlass zur Übung gaben die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Grönland, er wolle die größte Insel der Welt mit der Bevölkerungszahl einer Kleinstadt erobern und den USA angliedern. Dass allein schon die Drohung mit Gewalt einen Verstoß gegen Völkerrecht darstellt, wird man ihm im State Department schon gesagt haben, aber Trump mag sich gesagt haben, er sei im Fall von Venezuela gut gefahren, jetzt könne er das Schema auf ein anderes Land übertragen (3). Zahlreiche Kommentatoren haben sich zurecht gefragt, woher das plötzliche Interesse der US-Administration an einem Land kommt, das zu 80 bis 85 Prozent von Eis bedeckt ist. Die Übernahme der Herrschaft sei eine strategische Notwendigkeit, behauptete die Administration Trump, denn nur die USA könnten Grönland zur Not schützen (4). Bisher ist allerdings lediglich eine US-amerikanische Drohung gegen Grönland bekannt. Es gehe in Tat und Wahrheit um Bodenschätze, sagten andere. Wirklich überzeugend ist weder das eine noch das andere. 

Golden Dome – ein Vorhaben mit goldenem Preis

Unter der typisch großspurig daherkommenden Bezeichnung Golden Dome for America kündigten Donald Trump und Kriegsminister Pete Hegseth im Januar 2025 den Bau eines weltumspannenden Netzes für die Abwehr von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern an. Es soll dem technologischen Fortschritt, der in den vergangenen Jahrzehnten namentlich in Russland erzielt wurde, Rechnung tragen (5). Im Unterschied zur Strategic Defense Initiative SDI von US-Präsident Ronald Reagan in den Achtzigerjahren soll das neue System aber nicht die Raketen oder vielmehr die Sprengköpfe abschießen, wenn sie außerhalb der Erdatmosphäre auf ihre Ziele zusteuern, sondern bereits in der sogenannten Boost-Phase, kurz nach dem Start, wenn die Raketen durch die Atmosphäre aufsteigen. Vom Start einer Rakete bis zu dem Punkt, an welchem das Raketentriebwerk zu brennen aufhört und der Sprengkopf antriebslos weiterfliegt, vergehen in der Regel nicht mehr als 2 bis 3 Minuten. In dieser kurzen Zeit ist der Feuerstrahl aus dem Raketentriebwerk auch aus dem Weltraum gut zu orten. Schwierig dabei ist allerdings, dass eine Abfang-Rakete nicht weit entfernt stationiert werden darf (6). 

Sich am Boden genügend nahe an Silos und Trägerfahrzeuge für Interkontinentalraketen anzunähern, ist schwierig. Deshalb kam man in den USA auf die Idee, Abfangraketen im Weltall zu stationieren, wo die Annäherung an jeden beliebigen Punkt auf der Erde auf minimal 200 km durchaus möglich ist. Das ist allerdings mit hohem Aufwand verbunden, denn die Lebensdauer von Satelliten in sogenannten Low Earth Orbits ist kurz, weil sie mit jeder Erdumrundung etwas abgebremst werden und häufig Bahnkorrekturen vornehmen müssen, die Treibstoff kosten, der nur in begrenzten Mengen mitgeführt werden kann. Die schiere Größe Russlands und Chinas, sowie die Fähigkeit der beiden Länder, ballistische Raketen und Marschflugkörper von U-Booten aus den Weltmeeren zu starten, bedeutet, dass eine große Anzahl von Raketenabwehr-Satelliten stationiert werden muss, damit wenigstens einer sich in einer Position befindet, aus welcher er eingreifen kann. Der Umstand, dass sie regelmäßig erneuert werden müssen, garantiert ungeheure Ausgaben über viele Jahre hinweg. Mit den Beschaffungskosten von Milliarden bis vielleicht Billionen Dollar wird es nicht getan sein, auch der Unterhalt bzw. der Ersatz von Satelliten wird Unsummen verschlingen. 

Ein neuer Rüstungswettlauf

Die Gegenmaßnahmen gegen diese Form der Raketenabwehr sind aber schon jetzt absehbar: Russland und China verfügen über die Technologie, Satelliten mit eigenen Anti-Satellitenwaffen abzuschießen. Allenfalls genügt auch schon die Störung von Funkverbindungen zwischen den Satelliten untereinander und zu Boden-Kontrollstationen, oder das „Blenden“ von Sensoren in den Satelliten, um sie an einem Eingreifen gegen startende Raketen zu hindern. Und schließlich hält niemand die Russen und Chinesen davon ab, parallel zum Abschuss von Interkontinental-Raketen eine große Anzahl an Täusch-Raketen zu starten, welche das Feuer von Raketenabwehr-Waffen auf sich ziehen und das US-amerikanische System ganz einfach überfordern. Dieser Rüstungswettlauf dürfte in Kürze an Bedeutung gewinnen. 

Darüber hinaus hat Russland bereits einiges unternommen, um sicherzustellen, dass seine Zweitschlagsfähigkeit erhalten bleibt: Hyperschall-Raketen, die Kraft ihrer Fluggeschwindigkeit kaum abzufangen sind, ballistische Raketen mit weltumspannender Reichweite, Atmosphären-Gleiter und nuklear angetriebe Marschflugkörper, die aus praktisch jeder beliebigen Richtung anfliegen können, Unterwasser-Drohnen mit nuklearen Sprengköpfen und anderes mehr. Ob Donald Trumps unbeschreiblich teures Abwehrsystem wirklich mit allen Bedrohungen fertigwerden kann, ist zweifelhaft. 

Zur Steuerung des Raketenabwehr-Systems im Weltraum benötigen die USA mit großer Wahrscheinlichkeit sehr leistungsfähige Telekommunikationsverbindungen, die teilweise auf Laser-Technologie beruhen. Diese wiederum benötigen eine möglichst transparente Atmosphäre ohne Dunst oder Nebel. Deshalb sind Standorte in arktischen Wüsten mit ihrer ganzjährig äußerst trockenen Luft günstig für Bodenstationen. Das dürfte das Interesse des US-Militärs am hohen Norden erklären. Eigentlich müsste man meinen, dass in Alaska derartige Orte zu finden sind, wie beispielsweise in der Umgebung des Kobuk Valley National Park, sodass man sich fragen muss, weshalb die Administration Trump derart stark an der Pituffik Space Base – der ehemaligen Luftwaffenbasis Thule – interessiert ist (7). Die US-Präsenz dort ist mittels eines Abkommens zwischen Dänemark und den USA geregelt, welches zuletzt 2004 angepasst wurde und auch der grönländischen Regierung gewisse Mitspracherechte einräumt. Pituffik war der Name der ursprünglichen Siedlung der Inuit, die ungefragt einfach umgesiedelt wurden, damit die Amerikaner 1951 ihre Luftwaffen-Basis einrichten konnten. Der letztjährige Besuch von US-Vizepräsident JD Vance erinnerte an die alten Sünden und ließ nicht erkennen, dass die USA sich ihrer Schuld bewusst wären. Vielleich sind diese Mitspracherechte Trump ein Dorn im Auge und er droht schon einmal mit Invasion, um ein noch günstigeres Abkommen einzuhandeln (8). Viel Lärm vor dem Deal ist ja ein Markenzeichen seiner Verhandlungstaktik.

Haltet Europa sauber – verdreckt andere Länder.

Eine andere Spur führt zu den Metallen der Seltenen Erden – vereinfachend oft Seltenerden genannt – die auf Grönland gefunden wurden. Zu diesen gehören insgesamt 17 chemische Elemente mit chemischen und physikalischen Eigenschaften, die sie für die Herstellung von Medizintechnik wie Laserchirurgie und MRT-Scanner, für Technologie der Stromproduktion, für Elektroantriebe, sowie für wichtige militärisch relevante Technologien unerlässlich machen (9). Zukünftig könnten Seltene Erden auch bei der Herstellung von Dampfturbinen und Flugzeugtriebwerken Verwendung finden (10). Obwohl die Elemente in der Erdkruste relativ häufig vorkommen, sind sie selten in wirtschaftlich abbaubarer Konzentration zu finden. Die weltweit größten bekannten Vorkommen an Seltenen Erden befinden sich in China, insbesondere in der Bayan-Obo-Mine in der Inneren Mongolei. Mit 35 bis 44 Millionen Tonnen Reserven ist das Land führend, gefolgt von Vietnam, Brasilien, Russland, Indien und Südafrika (11).

Karte: Weltweite Vorkommen an Seltenen Erden und Standorte in der Arktis. Quelle: StepMap, Ergänzungen Verfasser (12)

Waren früher die USA weltweit Marktführer in der Förderung und Verarbeitung Seltener Erden, so dominiert heute China den Markt mit ca. 70 Prozent der Weltförderung und 90 Prozent der Verarbeitung (13). Das hat viel mit dem Verhalten des Westens zu tun: Viele Länder haben den Abbau wegen hoher Umweltbelastungen und Kosten lange China überlassen. Dadurch vermochte China praktisch alle anderen Anbieter zu verdrängen. Die Chinesen waren in der Lage, beinahe eine Monopol-Stellung entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufzubauen – vom Abbau und der Raffination bis hin zur Herstellung von Endprodukten. Zwischen 2020 und 2023 waren die USA für 70 % ihrer Importe von Seltenerdverbindungen und -metallen auf China angewiesen, Europa fast zu 100%.

Als Reaktion auf die von Washington im April vergangenen Jahres verhängten Zölle begann China, die Ausfuhr von sieben Seltenerdmetallen zu beschränken – die meisten davon sind als sogenannte „schwere“ Seltenerden bekannt und für den Rüstungssektor von entscheidender Bedeutung (14). Seitdem benötigen alle Unternehmen spezielle Exportlizenzen, um selbst geringe Mengen von Seltenerden aus China auszuführen. Ferner müssen sie deren Verwendungszweck darlegen. Als Unterzeichnerstaat des internationalen Atomwaffensperrvertrags hat China die gesetzlichen Befugnisse, um den Handel mit Gütern mit doppeltem Verwendungszweck, zu denen die Seltenerden eben gehören, zu kontrollieren.

Grönland als Opferlamm

Die hohen Umweltbelastungen, welche mit der Förderung Seltener Erden verbunden sind, lassen großen Widerstand von Naturschützern erwarten, wenn neue Fördergebiete erschlossen werden sollen. Sie können langwierige und teure Gerichtsverfahren in Gang setzen oder hohe Geldbeträge für einen Vergleich fordern. Von Vietnam, Brasilien und Indien ist generell wenig Kooperation zu erwarten. In Schweden, Kanada und Australien werden die Umweltschützer nicht so leicht nachgeben und den Rechtsweg durch alle Instanzen gehen, um neue Projekte zu verhindern. 

Nicht anders verhielt es sich in Grönland. Das Abbaugebiet im grönländischen Kvanefjeld ist eines der weltweit größten, unerschlossenen Vorkommen an Seltenen Erden, insbesondere von Neodym, Praseodym, sowie von Uran, und hat das Potenzial, 20 bis 30 % des globalen Bedarfs an kritischen Seltenen Erden zu decken – und damit die marktführende Stellung Chinas zu beenden. Der Abbau begann 2016 mit einer Pilotanlage. Das Projekt stockt jedoch aufgrund von Umweltbedenken hinsichtlich radioaktiver Abfälle. Die grönländische Regierung hat deshalb ein Abbauverbot verhängt. Seit 2021 ist deswegen ein Rechtsstreit in Gang. Das Projekt liegt in den Händen der Firma Energy Transition Minerals Ltd (früher Greenland Minerals Limited), an welcher das chinesische Unternehmen Shenghe Resources einen Anteil von 7 % hält. Das wird wohl der Punkt sein, der Donald Trump so massiv stört (15). 

Für die Amerikaner ist es möglicherweise viel billiger, 50’000 Bewohner Grönlands gefügig zu machen, damit sie der Förderung in ihrem Land keinen Widerstand entgegensetzen, als anderswo lange Prozesse zu führen und teure Vergleiche zu finanzieren. Ganz generell aber möchte sich die dem Unilateralismus frönende Administration Trump nicht von fremden Staaten abhängig machen, nicht einmal von Grönland bzw. Dänemark, mit welchem die USA seit über 70 Jahren verbündet sind. Die Administration Trump könnte die Europäer vor die Wahl stellen, entweder die Energiewende oder den Umweltschutz im Süden Grönlands fallenzulassen. Die Energiewende fordert eben Opfer und vielleicht einigen Amerikaner und Europäer sich darauf, dass Grönland nun so eines zu bringen habe.

Auch die Ukraine besitzt bedeutende, aber weitgehend unerschlossene Vorkommen an Seltenen Erden wie z.B. Neodym und Scandium, sowie an kritischen Rohstoffen wie Titan, Lithium und Graphit, in einem Wert von geschätzt bis zu 11½ Billionen Dollar. Deshalb schlossen die USA im Jahr 2025 Abkommen, welche ihnen den Zugang zu diesen Rohstoffen sichern. Mancher Kommentator sprach damals von der Plünderung der Ukraine (16). Aufgrund des hohen Vorkommens, insbesondere im Osten, sind diese Ressourcen zentraler Bestandteil geopolitischer Interessen. Die Hauptvorkommen liegen allerdings im Südosten des Landes und im Donbass: Etwa 40 % der bekannten Vorkommen liegen in russisch besetzten Gebieten. Solange der Krieg andauert, ist an einen Beginn der Förderung nicht zu denken. Erst dann kann die Infrastruktur für die Förderung erstellt werden. Immerhin dürfte Washington davon ausgehen, dass der Widerstand von Umweltschützern in der Ukraine dank willfährigen und auch korrupten Regierungen schnell überwunden werden kann.  Die Ukraine könnte somit eine Schlüsselrolle bei der Diversifizierung der Rohstoffversorgung für westliche Hightech-Industrien spielen. Aber auch hier wird es viele Jahre dauern, bis die begehrten Erze aus dem Boden gegraben werden können (17). 

Karte: Vorkommen an Seltenen Erden in der Ukraine und Transport-Infrastruktur. Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung (18), Ergänzungen Verfasser

Insgesamt ist Grönland weder im Bereich der globalen Raketenabwehr noch auf dem Gebiet der Seltenerden alternativlos, aber es stellt wohl das schwächste Opfer dar, dem Donald Trump jetzt auf die schnelle etwas abpressen kann. Der rasche und „billige“ Erfolg in Caracas könnte ihn dazu verleiten, es mit ähnlichen Mitteln anderswo erneut zu versuchen. Trainieren US-Sonderoperationskräfte schon auf Karten von Nuuk und in Modellen der dortigen Regierungsgebäude? 

Medialer Psychokrieg?

Mit der Übung „Arctic Endurance“ haben die Europäer einmal angedeutet, dass sie sich einem Regime-Change im Stil von Caracas widersetzen würden. Vorerst sind schon rein klimatisch die Voraussetzungen für militärische Operationen in Grönland ungünstig. Das könnte sich im Frühjahr ändern und Trump könnte versucht sein auszutesten, wie ernst es den Europäern wirklich ist – und ob allenfalls Russland oder China aus dem Bruderzwist in der NATO Profit zu schlagen versuchen. Die Zwischenzeit kann die Administration Trump ausnutzen, um eine Militäraktion auf dem diplomatischen Parkett und im Informationsraum vorzubereiten. Angesichts der ungünstigen öffentlichen Meinung in Westeuropa ist das zwingend nötig: Psyops – Psychological Operations – werden wohl nötig, um die Grönländer von entschlossenem Widerstand abzuhalten und die Westeuropäer an einem Eingreifen zu hindern. Demonstrationen amerikanischer militärischer Macht wären ein geeignetes Mittel. Und kognitive Kriegführung – der Krieg um die Köpfe der Menschen – ist unerlässlich, damit auch die Amerikaner selbst an die Rechtmäßigkeit des Vorgehens ihrer Regierung glauben (19). Die Methoden und Instrumente dafür sind verfügbar und erprobt. 

Es gibt ein paar Punkte, wo man den Hebel ansetzen kann. Dazu gehört die Unterdrückung der Urbevölkerung durch die Kolonialmacht Dänemark. Dieses hat eine düstere Wahrheit jahrzehntelang totgeschwiegen: Unter dem Vorwand von Gesundheitschecks und “Familienplanungsprogrammen” führten dänische Ärzte in den Siebzigerjahren schmerzhafte Eingriffe an grönländischen Mädchen und Frauen durch. Viele Opfer dieser sogenannten „Spiralen-Kampagne“ sind bis heute traumatisiert, erkrankt oder dauerhaft eingeschränkt (20). Etwas Instruktion aus Washington und ein paar Finanzspritzen an willfährige Aktivistinnen und Aktivisten würden schon helfen, die unangenehmen Wahrheiten in Erinnerung zu bringen. Die Aussicht, aus seinem Hobby einen Beruf zu machen, wird manchen davon motivieren, mitzumachen. Und notfalls gründet man entsprechende „Nichtregierungsorganisationen“ eben gleich selbst. 

Ganz generell ist es aber nützlich, die EU und die entschlossensten Gegner des US-amerikanischen Grönland-Projekts an den Pranger zu stellen. Ansatzpunkte gibt es: Kürzlich kritisierte die UN-Sonderberichterstatterin für Meinungsfreiheit die Europäer mit ungewöhnlich deutlichen Worten für die Unterdrückung abweichender Meinungen (21). Zuvor schon hatte US-Vizepräsident Vance das Thema genutzt, als er die europäischen Regierungen für ihre Zensur während der Corona-Krankheitswelle kritisierte (22). Fortsetzung folgt? Wenn die USA und Europa sich in den nächsten Monaten mit Dreck bewerfen, wird man in Moskau und Peking vielleicht erstaunt, aber bestimmt amüsiert zuschauen. 

Anmerkungen:

  1. Deutsch „Arktische Ausdauer“. Die NATO mag eben pompös klingende Decknamen. 
  2. Siehe „EU hilft Grönland. Stationierung von Soldaten „starkes Signal“, bei Österreichischer Rundfunk ORF, 15.01.2026, online unter https://orf.at/stories/3417244/#:~:text=Beteiligung%20von%20Schweden%20und%20Norwegen,%E2%80%9Emehreren%20verb%C3%BCndeten%20L%C3%A4ndern%E2%80%9C%20beteiligt. Siehe auch Jonas Metzner:  „Operation Arctic Endurance“: Diese europäischen Länder schicken jetzt Soldaten nach Grönland, bei Business Insider, 15.01.2026, online unter https://www.businessinsider.de/politik/groenland-nato-laender-schicken-soldaten-so-viele-aus-deutschland/. Vgl. „Militär in der Arktis. Wer beschützt Grönland bisher?“ bei zdf heute, 21.01.2026, online unter https://www.zdfheute.de/politik/ausland/groenland-arktis-militaer-nato-100.html
  3. Eine Studie der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags lässt an der Unvereinbarkeit der US-amerikanischen Intervention in Venezuela mit dem Völkerrecht nicht den geringsten Zweifel aufkommen. Siehe Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags:  Der Fall „Maduro“ im Lichte des Völkerrechts, Fachbereich WD 2 – 3000 – 001/26, 30.01.2026, online unter https://www.bundestag.de/resource/blob/1143098/WD-2-001-26.pdf. Nur Bundeskanzler Merz findet den Vorgang „komplex“. Vgl. Remo Hess: Europäer verlegen Soldaten nach Grönland – kommt es jetzt zum Clash mit den USA? bei Watson, 15.01.2026, online unter https://www.watson.ch/international/usa/174769376-groenland-europaeer-verlegen-soldaten-kommt-es-jetzt-zum-clash-mit-usa
  4. Siehe Carl Osgood: Trump Officials Claims Only U.S. Can Defend Greenland, bei Executive Intelligence Review, 19.01.2026, online unter https://eir.news/2026/01/news/trump-officials-claims-only-us-can-defend-greenland/. Vgl. Stewart Battle: Is Trump’s Desire for Greenland Part of the Preparation for Nuclear War? bei Executive Intelligence Review, 20.01.2026, online unter https://eir.news/2026/01/news/is-trumps-desire-for-greenland-part-of-the-preparation-for-nuclear-war/
  5. Siehe Raymond Wang, Lachlan MacKenzie: Golden Dome for America: Assessing Chinese and Russian Reactions, beiCenter for Strategic and International Studies (CSIS), 20.11.2025, online unter https://www.csis.org/analysis/golden-dome-america-assessing-chinese-and-russian-reactions
  6. Bei einer Geschwindigkeit von 80 km pro Minute (ungefähr Mach 4) und ein paar Sekunden Reaktionszeit dürfen Abwehrraketen nicht weiter als 200 km weit vom Startpunkt entfernt sein. Für grundlegende Informationen zum Thema siehe Daniel Lübbert, Christian Behme, Felix Faltin: Raketenabwehr – technische Aspekte und naturwissenschaftlicher Hintergrund, Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags, Berlin 2007, online verfügbar unter http://webarchiv.bundestag.de/archive/2012/1220/dokumente/analysen/2007/Raketenabwehr.pdf. Vgl. „Betonköpfe und Propagandisten am Hebel europäischer Sicherheit“, bei Global Bridge, 14.12.2024, online unter https://globalbridge.ch/betonkoepfe-und-propagandisten-am-hebel-europaeischer-sicherheit/. Ein weiterer Vorteil eines satellitengestützten Systems besteht darin, dass die ballistische Rakete auf die Abfangrakete zufliegt.
  7. Siehe Seda Motie: Die Weltraumbasis im Eis: Was die US-Basis in Grönland so besonders macht, bei Neue Zürcher Zeitung NZZ, 16.01.2026, online unter https://www.nzz.ch/visuals/die-weltraumbasis-im-eis-was-die-us-basis-in-groenland-so-besonders-macht-ld.1920162. Siehe auch „US-Militärbasis in Grönland: Die düstere Geschichte hinter dem Machtsymbol im Eis“, bei Kettner Edelmetalle, 04.04.2025, online unter https://www.kettner-edelmetalle.ch/news/us-militarbasis-in-gronland-die-dustere-geschichte-hinter-dem-machtsymbol-im-eis-04-04-2025
  8. Vgl. hierzu Thomas Gutschker: Militärbasen auf Grönland sollen an USA übergehen, bei Frankfurter Allgemeine FAZ, 21.01.2026, online unter https://www.faz.net/aktuell/politik/usa-unter-trump/militaerbasen-auf-groenland-koennten-an-usa-uebergehen-200462389.html
  9. Sortiert nach der Ordnungszahl im Periodensystem der Elemente sind das: Scandium (Sc) – 21,  Yttrium (Y) – 39, Lanthan (La) – 57 ,Cer (Ce) – 58, Praseodym (Pr) – 59, Neodym (Nd) – 60, Promethium (Pm) – 61, Samarium (Sm) – 62, Europium (Eu) – 63, Gadolinium (Gd) – 64, Terbium (Tb) – 65, Dysprosium (Dy) – 66, Holmium (Ho) – 67, Erbium (Er) – 68, Thulium (Tm) – 69, Ytterbium (Yb) – 70 und Lutetium (Lu) – 71. Man unterteilt sie oft in leichte (abgek. LREE: La-Gd) und schwere (HREE: Tb-Lu, Y) Seltene Erden.
  10. Siehe Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags: Seltene Erden als wichtige Ressource, WD 5 – 3000 – 003/22, 16.02.2022,  online unter https://www.bundestag.de/resource/blob/886424/16cb4318a6eaf7b2e5d2221d85e81927/WD-5-003-22-pdf-data.pdf. Vgl. „Wofür und wie wir Seltene Erden gewinnen“, bei ARD alpha, 27.05.2024, online unter https://www.ardalpha.de/wissen/umwelt/nachhaltigkeit/seltene-erden-seltenerdmetalle-metalle-rohstoffe-technologie-smartphones-china-100.html#:~:text=Die%20gr%C3%B6%C3%9Ften%20bekannten%20Vorkommen%20an,wirtschaftlich%20rentable%20Lagerst%C3%A4tten%20sind%20rar.
  11. Siehe Timo Emden: Vorkommen Seltener Erden weltweit, bei IG Europe GmbH, online unter https://www.ig.com/de/trading-strategien/vorkommen-seltene-erden-weltweit-230209. Karten bei „Erde – Metallische Rohstoffe, Erde – Energie und Umwelt, bei Diercke Weltatlas, Seite 281, Abb. 3, online unter https://diercke.de/content/erde-metallische-rohstoffe-978-3-14-100902-6-281-3-1. Über die Vorkommen in mehreren Ländern, v.a. Russland kursieren unterschiedliche Zahlen, sicher aber ist, dass sie bedeutend sind. 
  12. Siehe „Vorkommen Seltene Erden“, bei StepMap, online unter https://www.stepmap.de/karte/vorkommen-seltene-erden-eICH5tHZ6d
  13. Siehe Eva Lamby-Schmitt, Jörg Endriss: So groß ist Chinas Macht bei seltenen Erden, bei tagesschau.de, 23.06.2025, online unter https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/seltene-erden-china-abhaengigkeit-100.html#:~:text=Quasi%2DMonopol%20der%20Chinesen,viele%20L%C3%A4nder%20lange%20China%20%C3%BCberlassen
  14. Siehe „Seltene Erden & Co. Der globale Streit um Zukunftsrohstoffe“, bei Konradin Industrie, 01.04.2011, online unter https://beschaffung-aktuell.industrie.de/allgemein/der-globale-streit-um-zukunftsrohstoffe/#slider-intro-1
  15. Siehe Meredith Schwartz, Gracelin Baskaran: Greenland, Rare Earths, and Arctic Security, bei Center for Strategic and International Studies (CSIS), 08.01.2026, online unter https://www.csis.org/analysis/greenland-rare-earths-and-arctic-security. Siehe auch Elizabeth Wishnick: Raring to Go Mining in Greenland: Shenghe and the Kvanefjeld Rare Earth Project, bei chinasresourcerisks.com, 3008.2020, online unter https://www.chinasresourcerisks.com/post/china-and-rare-earths.
  16. Siehe Nina Magoley: USA wollen „seltene Erden“ für Ukraine-Hilfen: Worum geht es? bei Westdeutscher Rundfunk WDR, 28.02.2025, online unter https://www1.wdr.de/nachrichten/ukraine-bodenschaetze-faq-100.html#:~:text=Um%20welche%20Rohstoffe%20geht%20es,es%20in%20der%20Ukraine%20reichlich.&text=Diese%20Stoffe%20sind%20unerl%C3%A4sslich%20bei,sind%20damit%20die%20zweitgr%C3%B6%C3%9Ften%20Europas. Florian Kellermann: US-Abkommen mit der Ukraine. Ein Deal für den Wiederaufbau, bei tagesschau.de, 01.05.2025, online unter https://www.tagesschau.de/ausland/europa/usa-ukraine-abkommen-faq-102.html#:~:text=Lassen%20sich%20diese%20Rohstoffe%20in,der%20Region%20Saporischschja%20im%20S%C3%BCdosten. Siehe auch „Abkommen mit der Ukraine. Die Tücken von Trumps Rohstoff-Deal“, bei SRF Schweizer Radio und Fernsehen, 17.03.2025, online unter https://www.srf.ch/news/international/ukraine/abkommen-mit-der-ukraine-die-tuecken-von-trumps-rohstoff-deal
  17. Siehe Ulrich Blum, Gregor Borg, Nico Kropp, Hanna Liventseva, Ievgeniia Rozhkova: Analyse: Die Rohstoffe der Ukraine und ihre strategische Bedeutung, bei Bundeszentrale für politische Bildung, Ukraine-Analysen Nr. 296, 15.03.2024, online unter https://www.bpb.de/themen/europa/ukraine-analysen/546618/analyse-die-rohstoffe-der-ukraine-und-ihre-strategische-bedeutung/. Ihre Schlussfolgerung ist entwaffnend ehrlich: Beim ganzen Sanktionsregime des Westens gegen Russland geht es einfach darum, Russland wirtschaftlichen Schaden zuzufügen und weniger um die Ukraine selbst. 
  18. Ebd.
  19. Siehe dazu Jonas Tögel: Kognitive Kriegsführung. Neueste Manipulationstechniken als Waffengattung der NATO, 5. Auflage, Neu-Isenburg 2023, online verfügbar unter https://dokumen.pub/kognitive-kriegsfuhrung-neuste-manipulationstechniken-als-waffengattung-der-nato-9783864894220.html
  20. Siehe „Die Wahrheit über Dänemarks düstere Vergangenheit“, bei ATLAS auf YouTube, 30.10.2024, online unter https://www.youtube.com/watch?v=Or5A9Ko4wh4. Vgl. Gunnar Köhne: Die Kolonialzeit prägt das Leben bis heute. Zwangsadoption und Sterilisierung – rücksichtslos ging Dänemark gegen die Bevölkerung in Grönland vor,  Audio bei  deutschlandfunk.de, Deutschlandradio, 23.11.2024, online unter https://www.deutschlandfunk.de/schweres-erbe-groenland-daenemark-und-die-kolonialzeit-dlf-29da26ae-100.html
  21. Siehe „Preliminary observations by the UN Special Rapporteur on freedom of opinion and expression, Ms Irene Khan, Berlin, 6 February 2026″, online unter https://www.ohchr.org/sites/default/files/statements/20260206-eom-stm-europe-central-asia-region-sr-protection-right-en.pdf
  22. Siehe Alexander Schmalz: USA veröffentlichen mutmaßliche Belege für EU-Zensur bei Corona-Debatten und Wahlen, bei Berliner Zeitung, 03.02.2026, https://www.berliner-zeitung.de/news/usa-veroeffentlichen-belege-fuer-eu-zensur-bei-corona-debatten-und-wahlen-li.10017383
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