Kommentar | Make Peace Great Again — Für den Frieden und gegen die Aufrüstung

(Red.) Es gibt sie noch, die Menschen, die nicht alle Hoffnungen verloren haben und statt dessen versuchen, entgegen der Kriegstreiberei der sogenannten „politischen Elite“ statt nach noch mehr Waffen und nach noch mehr Krieg zu rufen, endlich wieder eine Bewegung für den Frieden in Europa zu schaffen. Das ist auch unserem Berichterstatter Stefano di Lorenzo in Russland nicht entgangen und er empfiehlt, sich an der geplanten Aktion am 9. Mai um 17 Uhr zu beteiligen. Globalbridge ist gerne bereit – ebenfalls im Interesse des Friedens – diesen seinen Aufruf zur Beteiligung zu publizieren. (cm)

Noch vor wenigen Jahren wäre es undenkbar gewesen: Die Europäische Union, die einst als Europäische Wirtschaftsgemeinschaft aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs hervorging und sich jahrzehntelang als Garant für Frieden verstand, spricht heute fast ausschließlich über Aufrüstung. Ständig wird uns eingetrichtert, dass wir uns auf den Krieg vorbereiten müssen. Wer es wagt, sich den unaufhörlichen Rufen nach militärischer Stärkung angesichts der vermeintlichen russischen Bedrohung zu widersetzen, wird als „falscher Pazifist“, „pro-russisch“ oder gar als „nützlicher Idiot Putins“ diffamiert.

Doch während die europäische Elite offenbar nicht bereit ist, eine friedliche Koexistenz mit Russland auch nur in Betracht zu ziehen, teilen viele Bürgerinnen und Bürger Europas diese Begeisterung für eine massenhafte Aufrüstung nicht. Schließlich geben die Länder Europas zusammengenommen bereits jetzt mehr für Verteidigung aus als Russland. Warum also hunderte Milliarden in eine weitere Militarisierung investieren?

Aus dem Bedürfnis der europäischen Bevölkerung, ihre Stimme in einer zunehmend kontrollierten öffentlichen Debatte — geprägt von einer Atmosphäre des ständigen Notstands — hören zu lassen, entstand das „European Peace Project“. Die Initiatoren sind Ulrike Guérot, die renommierte Politikwissenschaftlerin und Publizistin aus Deutschland, einst hoch geschätzt von pro-EU intellektuellen Kreisen, heute jedoch eine ihrer schärfsten Kritikerinnen; Isabelle Casel, Künstlerin, Aktivistin und Gründerin des Peace Lab Europe; und Peter Peter van Stigt, engagierter Unternehmer und Fachjournalist mit Schwerpunkt Eurasien.

Worum geht es bei dieser Initiative?

Wenn auch Sie Frieden der Aufrüstung vorziehen und genug von der Kriegspropaganda haben, dann nehmen Sie am 9. Mai um 17:00 Uhr teil — egal, wo Sie sind: zu Hause, auf der Straße, auf Plätzen. Nehmen Sie das Manifest des European Peace Project zur Hand, lesen Sie es laut vor, und lassen Sie Ihre Stimme endlich gehört werden! Wenn Sie möchten, dass Europa seinem ursprünglichen Ideal als Friedensprojekt gerecht wird und genug haben von Erpressung und der ständigen Beschwörung einer russischen Bedrohung, dann öffnen Sie Ihre Fenster, sprechen Sie von den Balkonen, gehen Sie auf die Straße und zeigen Sie der Welt, dass Sie sich diesem Kurs verweigern! Die Eliten können nicht auf Ihre Zustimmung zur Kriegstreiberei zählen!

Das European Peace Project ist ein performativer Sprechakt im Rahmen eines Kunstprojekts. Es handelt sich um eine Initiative unabhängiger Einzelpersonen aus Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft — keine Organisation oder NGO. Hinter dem European Peace Project steht nur der Wunsch nach nachhaltigem Frieden, Völkerverständigung, Dialog und Interessenausgleich durch die Beseitigung der Konfliktursachen.

Wenn Sie teilnehmen, egal ob am Fenster oder auf dem Marktplatz, können Sie den Moment mit Bildern oder Videos dokumentieren und diese an die Organisatoren des European Peace Project senden. Nach dem 9. Mai 2025 werden die Einsendungen in einer digitalen Galerie auf der offiziellen Webseite veröffentlicht — als sichtbares Zeichen dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger Europas für den Frieden und nicht für den Krieg stehen!

Das Manifest sowie weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des European Peace Project.

Sie ist eine der Initianten des «European Peace Project»: Ulrike Guérot, eine Politologin, die sich in der Vergangenheit intensiv für eine starke Europäische Union eingesetzt hat – statt für ein “Europa der Nationen” für ein „Europa der Regionen“. Und wie alle politisch engagierten Leute wird sie mittlerweile von verschiedenen Seiten stark angefeindet. Aber unabhängig von ihren früheren Ideen: Sie gehörte Im Februar 2023 zu den Erstunterzeichnerinnen des von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer initiierten Manifests für Frieden, das für Diplomatie und Verhandlungen und gegen weitere „eskalierende Waffenlieferungen“ an die Ukraine aufrief. Man beachte ihr dreieinhalbminütiges Video, in dem sie das «European Peace Project» näher erklärt.

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