Der 300-Milliarden-Bumerang: Wie Brüssel den Euro opfert und für „The Unit“ den Weg ebnet
(Red.) Es ist keine einfache Geschichte, aber die Politiker und die Banker sollten sich damit beschäftigen: mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Bewilligung von zig Milliarden für die Ukraine und die Militarisierung. Michael Hollister versucht im Folgenden zu erklären, warum sich Europa mit der eigenen Politik selber zerstört. (cm)
Nach einem 16-stündigen Verhandlungsmarathon in Brüssel ist die Entscheidung gefallen – und sie ist bezeichnend für den Zustand der Europäischen Union. Am 19. Dezember 2025 einigte sich der Europäische Rat auf einen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro an die Ukraine. Nicht aus frischen Mitteln, sondern indirekt abgesichert durch die knapp 200 Milliarden Euro russischer Zentralbankreserven, die seit 2022 bei Euroclear in Belgien eingefroren liegen. Drei Länder stimmten dagegen und weigern sich, sich zu beteiligen. Die ursprüngliche Idee, russische Gelder direkt zu beschlagnahmen, wurde zwar verworfen – doch der Schaden ist längst angerichtet.
Denn was in Brüssel diskutiert wurde, war nicht nur eine technische Frage der Ukraine-Finanzierung. Es war ein Angriff auf die Grundfesten des internationalen Finanzsystems. Allein die Tatsache, dass die dauerhafte Enteignung fremder Staatsvermögen ernsthaft erwogen wurde, sendet ein Signal an die Welt: Euer Geld ist in Europa nicht mehr sicher. Russland hat bereits geklagt, nicht vor europäischen Gerichten, sondern vor internationalen Schiedsgerichten. Die Forderung: nicht nur die 194 Milliarden zurück, sondern mindestens 300 Milliarden – inklusive Zinsen, Kosten und Schadensersatz. Und die Urteile sind bindend.
Der 90-Milliarden-Kredit? Ein Placebo. Die Ukraine wird ihn nie zurückzahlen können. Europa haftet. Und während Brüssel glaubt, Zeit gekauft zu haben, tickt im Hintergrund eine juristische Zeitbombe. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille.
Während Europa sich selbst demontiert, formiert sich auf der anderen Seite der Welt eine Alternative: The Unit, eine goldgedeckte BRICS-Währung, die genau in dem Moment auf den Markt drängt, in dem das Vertrauen in Euro und Dollar bröckelt. Das Timing könnte nicht perfekter sein – für die BRICS. Und nicht verheerender – für den Westen. (Hervorhebung durch die Redaktion.)
Die zentrale Frage dieses Artikels lautet: Was passiert mit der Weltfinanzordnung, wenn das Vertrauen in Euro und Dollar endgültig bricht – und was kommt danach?
TEIL I: DER GEPLANTE GRIFF INS RUSSISCHE VERMÖGEN – JURISTISCH, ÖKONOMISCH, STRATEGISCH FATAL
1. Die Fakten: Was will die EU tun?
Im Zentrum des Brüsseler Dramas steht Euroclear, eine belgische Wertpapier-Verwahrstelle, die zu den größten der Welt gehört. Seit Februar 2022 lagern dort knapp 194 Milliarden Euro an russischen Zentralbankreserven – eingefroren, aber nicht beschlagnahmt. Formal gehört das Geld weiterhin Russland. Doch die EU hat bereits begonnen, sich daran zu bedienen.
Allein im ersten Halbjahr 2025 generierten diese eingefrorenen Vermögen 2,7 Milliarden Euro an Zinserträgen. Nach Abzug belgischer Steuern und Gebühren wurden 1,6 Milliarden Euro an die EU-Kommission überwiesen – offiziell für die „Ukraine-Fazilität“ und die „Europäische Friedensfazilität“. In der Praxis: Waffenlieferungen und Budgethilfen für einen Staat, der längst zahlungsunfähig ist.
Die ursprüngliche Idee ging noch weiter: Die gesamten 194 Milliarden sollten als Sicherheit für langfristige Kredite an die Ukraine dienen. Man nennt es „Wiederaufbauhilfe“ – mitten in einem laufenden Krieg, in dem täglich Infrastruktur zerstört wird. Die ökonomische Absurdität ist offensichtlich.
Die Realität hinter der Fassade: eine verkappte Bankenrettung.
Wohin fließt das Geld tatsächlich? Ein erheblicher Teil der Ukraine-Kredite dient der Bedienung bereits bestehender Schulden – bei europäischen Banken. Die Ukraine ist pleite. Ohne westliche Transfers wäre der Staat kollabiert. Kredite an einen insolventen Schuldner zu vergeben, wäre unter normalen Umständen strafbar. Hier wird es als „Solidarität“ verkauft.
Europa rettet nicht die Ukraine. Europa rettet seine eigenen Banken – mit gestohlenem russischem Geld.
2. Der juristische Bumerang: ISDS schlägt zurück
Was in Brüssel als cleverer Schachzug verkauft wird, ist in Wahrheit eine juristische Falle – und sie schnappt bereits zu. Denn Russland hat nicht vor europäischen Gerichten geklagt, wo politische Einflussnahme möglich wäre. Russland nutzt ein Instrument, das der Westen selbst geschaffen hat: Investor-State Dispute Settlement (ISDS) – internationale Schiedsverfahren, die auf bilateralen Investitionsschutzabkommen basieren.
Diese Verfahren sind neutral, bindend und vollstreckbar. Und sie sind bereits eingeleitet.
Die Erfolgsaussichten für Russland
Die EU-Kommission unterschätzt systematisch die rechtlichen Risiken. Ein Blick auf die ISDS-Statistik zeigt warum: Nach Daten von UNCTAD und ICSID (Stand 2023) enden mehr als 56% aller ISDS-Verfahren mit einem (Teil-)Erfolg für den Kläger:
- Investor gewinnt vollständig: ~29%
- Vergleich/Teilgewinn: ~27%
- Staat gewinnt: ~44%
Russlands Fall ist besonders stark, weil:
- Klare Vertragsverletzung: Bilaterale Investitionsschutzabkommen zwischen EU-Staaten und Russland wurden explizit verletzt
- Präzedenzfälle: Der Fall Yukos vs. Russia (2014) endete mit 50 Milliarden Dollar Schadensersatz – dem größten ISDS-Urteil der Geschichte
- Keine politische Rechtfertigung: Eingefrorene Vermögen sind legal, Beschlagnahme oder dauerhafte Blockade ohne Rechtsgrundlage nicht
Die Wahrscheinlichkeit, dass Russland zumindest teilweise gewinnt, liegt konservativ geschätzt bei über 60%.
Die 300-Milliarden-Rechnung
Die eingefrorenen 194 Milliarden Euro sind nur der Anfang. Bei einem erfolgreichen ISDS-Verfahren kommen folgende Posten hinzu:
- Verzugszinsen (4-7% jährlich über 3-5 Jahre Verfahrensdauer): 30-50 Milliarden Euro
- Gerichtskosten und Verfahrensaufwand: 1-2 Milliarden Euro
- Schadensersatz für entgangene Nutzungsmöglichkeiten (angelehnt an LIBOR/EURIBOR + Risikoaufschlag): 20-40 Milliarden Euro
- Strafschadensersatz bei vorsätzlicher Vertragsverletzung: 10-30 Milliarden Euro
Gesamtsumme: realistisch zwischen 255 und 320 Milliarden Euro.
Und diese Summe ist nicht verhandelbar. Schiedsgerichte urteilen nach internationalem Recht, nicht nach politischer Opportunität. Das Urteil ist bindend. Die Zahlungsfrist nach einem Urteil: 14 bis 30 Tage.
Europa hat das Geld nicht.
Der EU-Haushalt beträgt rund 180 Milliarden Euro – im Jahr. Deutschland, der größte Nettozahler, kämpft mit einem Haushaltsloch von über 40 Milliarden. Frankreich ist hochverschuldet, Italien faktisch insolvent. Die EZB darf kein Geld „einfach so“ für Gerichtsurteile auszahlen.
Was passiert, wenn Europa nicht zahlt?
Dann greift die nächste Eskalationsstufe: Zwangsvollstreckung. Russland kann weltweit EU-Vermögen pfänden lassen:
- Immobilien und Konsulate in Drittstaaten
- Handelskonten und staatliche Anlagen
- Beteiligungen an Unternehmen
- Flugzeuge, Schiffe, Infrastrukturprojekte
Und wer wird am meisten getroffen? Deutschland.
Nicht weil Deutschland am meisten schuld ist, sondern weil Deutschland noch etwas hat, das pfändbar ist. Während Bulgarien oder Portugal kaum greifbare Auslandsvermögen besitzen, ist Deutschland überall präsent: Botschaften, Goethe-Institute, Entwicklungsprojekte, Handelsvertretungen. Russland wird sich dort bedienen, wo es am effektivsten ist.
3. Der institutionelle Putsch: Artikel 122 AEUV
Die EU-Kommission wusste, dass eine einstimmige Entscheidung zur dauerhaften Beschlagnahme russischer Vermögen unmöglich war. Ungarn hätte sein Veto eingelegt, die Slowakei ebenfalls, möglicherweise auch Österreich. Also griff Brüssel zu einem Trick: Artikel 122 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV).
Dieser Artikel ist eigentlich für wirtschaftliche Notfälle gedacht – Naturkatastrophen, Energiekrisen, Pandemien. Ereignisse, bei denen schnelles Handeln nötig ist und Einstimmigkeit die Handlungsfähigkeit blockieren würde. Die EU-Kommission hat ihn nun umgedeutet: Die Ukraine-Krise sei ein solcher Notfall. Und Notfälle erfordern qualifizierte Mehrheit statt Einstimmigkeit.
Was bedeutet das konkret?
Bisher mussten Sanktionen gegen russische Vermögen alle sechs Monate einstimmig verlängert werden. Das gab Ländern wie Ungarn regelmäßig die Möglichkeit, Druck auszuüben. Mit Artikel 122 wird diese demokratische Kontrolle ausgehebelt:
- Die Vermögen bleiben dauerhaft eingefroren – unabhängig von nationalen Parlamenten
- Keine sechsmonatige Verlängerung mehr
- Orban und andere Kritiker werden kaltgestellt – ihre Vetos zählen nicht mehr
Ist das rechtlich haltbar?
Verfassungsrechtler bezweifeln die Rechtmäßigkeit. Der Wiener Völkerrechtler Stephan Kirste argumentiert, dass Artikel 122 für temporäre wirtschaftliche Schocks gedacht sei, nicht für dauerhafte außenpolitische Sanktionen. Ungarn hat bereits angedeutet, den EuGH anzurufen. Doch bis ein Urteil vorliegt, vergehen Jahre – und in der Zwischenzeit ist der Schaden längst entstanden.
Die EU-Kommission, ein nicht direkt gewähltes Gremium, übernimmt die Kontrolle über außenpolitische Entscheidungen von existenzieller Tragweite – ohne die Zustimmung aller Mitgliedstaaten. Was heute gegen Russland angewendet wird, kann morgen gegen jeden anderen Staat eingesetzt werden.
4. Die ökonomische Katastrophe: Der Euro als verbrannte Währung
Was in Brüssel als „Solidarität mit der Ukraine“ verkauft wird, hat eine Konsequenz, die sich nicht mehr rückgängig machen lässt: Vertrauensverlust.
Belgiens verzweifelte Warnung
Lieve Mostrey, CEO von Euroclear, hat es klar ausgesprochen: Eine dauerhafte Beschlagnahme russischer Vermögen könnte einen „Euroclear-Run“ auslösen. Das bedeutet: Zentralbanken, Staatsfonds und institutionelle Investoren aus aller Welt würden ihre Gelder aus Europa abziehen – nicht weil sie Russland unterstützen, sondern weil sie verstanden haben, dass ihre eigenen Vermögen das nächste Ziel sein könnten.
Euroclear verwaltet 42,5 Billionen Euro an Wertpapieren. Selbst ein teilweiser Abzug von nur 10-20% würde die europäischen Kapitalmärkte ins Chaos stürzen.
Die Kettenreaktion
- Kapitalflucht: Investoren ziehen Gelder aus Euro-Anleihen ab
- Zinsschock: Renditen auf Staatsanleihen steigen rapide – Italien, Spanien, Frankreich unter Druck
- Euro-Abwertung: Weniger Nachfrage nach Euro bedeutet Währungsverfall
- Bankenkrise: Liquiditätsengpässe bei europäischen Banken
- Vertrauenskollaps: Der Euro verliert seinen Status als globale Reservewährung
Der Euro macht derzeit etwa 19-20% der weltweiten Devisenreserven aus. Wenn nur 20-30% dieser Reserven abgezogen werden, sprechen wir von 480-780 Milliarden Euro, die aus dem System verschwinden.
Wer zieht sein Geld ab?
Die Liste der Staaten, die bereits misstrauisch geworden sind:
- China – baut seit Jahren Dollar- und Euro-Reserven ab
- Saudi-Arabien – hat massive Euro-Guthaben und beobachtet genau
- Indien – diversifiziert aktiv in Gold und andere Währungen
- Brasilien, Indonesien, Türkei – alle stellen sich dieselbe Frage: Sind wir die Nächsten?
Die Botschaft ist angekommen: Euer Geld ist in Europa nicht mehr sicher.
TEIL II: DER EIGENTLICHE PLAN – UND DER HEIMLICHE GEWINNER
1. Die Rolle der USA: Opportunistischer Gewinn aus europäischem Selbstmord
Wer bei diesem Schauspiel genau hinsieht, erkennt: Europa ist nicht der Regisseur, sondern der Hauptdarsteller in einem Stück, dessen Drehbuch anderswo geschrieben wurde. Die Frage ist nicht, ob die USA von Europas Selbstzerstörung profitieren. Die Frage ist: Inwieweit haben sie sie aktiv gefördert – und wo profitieren sie schlicht opportunistisch?
Wer profitiert konkret?
Energieentkopplung: Seit der Sprengung von Nord Stream 2 ist Europa von günstiger russischer Energie abgeschnitten. Die USA liefern nun teures Flüssiggas (LNG) – zu amerikanischen Preisen. Europas Industrie blutet aus, während amerikanische Energiekonzerne Rekordgewinne einfahren.
Industrieabzug: Intel, Tesla, TSMC – die Liste der Unternehmen, die Europa verlassen und in den USA investieren, wird länger. Subventionen, günstige Energie, Planungssicherheit – alles Dinge, die Europa nicht mehr bieten kann.
Geopolitische Dominanz: Ein wirtschaftlich starkes, energiepolitisch autonomes Europa konnte eigene Interessen verfolgen – Handelsverträge mit China, Diplomatie mit Russland, „strategische Autonomie“. Ein schwaches, abhängiges Europa stellt keine solchen Fragen mehr.
Finanzmärkte: Wenn der Euro als Reservewährung kollabiert, bleibt kurzfristig nur noch der Dollar. Kapital, das aus Europa flieht, landet zunächst in den USA.
Europa: Passives Opfer oder aktiver Akteur?
Es wäre zu einfach, Europa nur als Marionette Washingtons darzustellen. Die EU-Kommission unter von der Leyen verfolgt eine ideologisch getriebene Agenda, die nicht unbedingt von Washington diktiert wird. Die Selbstüberschätzung europäischer Eliten – der Glaube, man könne Russland wirtschaftlich in die Knie zwingen – spielt eine mindestens ebenso große Rolle wie amerikanischer Druck.
Die Realität liegt vermutlich dazwischen: Die USA schaffen die Rahmenbedingungen (Energieabhängigkeit, Sicherheitsgarantien), Europa trifft die selbstzerstörerischen Entscheidungen – und Washington profitiert opportunistisch.
Trump-Druck: „Europa soll zahlen“
Die Trump-Administration hat die Strategie offen ausgesprochen: Die amerikanischen Steuerzahler sollen nicht länger die Hauptrechnung für einen Krieg im „Hinterhof Europas“ bezahlen. Europa wird gedrängt, die Ukraine selbst zu finanzieren – zur Not mit russischem Geld.
Und Europa gehorcht. Nicht weil es strategisch klug ist, sondern weil die Abhängigkeit von den USA – militärisch, energiepolitisch, finanziell – so groß geworden ist, dass jeder Widerstand politischer Selbstmord wäre.
2. Die Geschichte wiederholt sich: Wer goldgedeckte Währungen plant, lebt gefährlich
Es gibt ein Muster in der jüngeren Geschichte: Wer versucht, sich vom Dollar zu lösen oder eine goldgedeckte Alternative zu schaffen, zahlt einen hohen Preis.
- Irak, 2000: Saddam Hussein verkauft Öl in Euro statt Dollar. Drei Jahre später: Invasion, Sturz, Hinrichtung.
- Libyen, 2011: Muammar Gaddafi plant einen goldgedeckten panafrikanischen Dinar. Kurz darauf: NATO-Intervention, Regime Change.
- Iran: Versucht seit Jahren, Öl- und Gasgeschäfte in anderen Währungen abzuwickeln. Die Reaktion: Maximale Sanktionen, SWIFT-Abkopplung, permanente Kriegsdrohungen.
- Venezuela: Die Einführung der ölgedeckten Petro-Coin führte zu umfassenden Sanktionen und eingefrorenen Auslandsguthaben.
Die USA sind seit Jahrzehnten strukturell überschuldet. Unter normalen Umständen müsste das Land längst zahlungsunfähig sein. Aber die USA haben einen entscheidenden Vorteil: Sie drucken die Währung, in der die Welt handelt.
Solange Öl, Gas, Rohstoffe und internationale Verträge in Dollar abgerechnet werden, müssen alle Staaten Dollar halten. Das bedeutet: Sie kaufen amerikanische Staatsanleihen, sie finanzieren damit das amerikanische Defizit. Der Dollar ist nicht durch Gold gedeckt – er ist durch globalen Zwang gedeckt.
Und jetzt kommt The Unit.
Eine BRICS-Währung, zu 60% goldgedeckt, zu 40% durch einen Korb nationaler Währungen abgesichert. Sie ist nicht als „besserer Dollar“ gedacht, sondern als Alternative – für Staaten, die nicht länger im Dollar-System gefangen sein wollen.
Die Geschichte zeigt: Die USA reagieren auf solche Herausforderungen mit maximaler Härte. Aber diesmal ist die Lage anders. Diesmal ist der Gegner kein einzelnes Land wie Libyen oder Venezuela. Diesmal ist es ein Block von Staaten, der über 60% der Weltbevölkerung, 80% der strategisch wichtigen Rohstoffe und nuklearen Schutz verfügt.
Die USA können Libyen bombardieren. Sie können den Iran isolieren. Aber sie können die BRICS nicht einfach „wegoperieren“. Also bleibt nur eine Strategie: Das System destabilisieren, bevor es entsteht.
Und genau hier kommt Europa ins Spiel: Europa wird eingebunden in einen Konflikt, der Russland bindet, China isoliert und Zeit kauft – Zeit, in der The Unit noch nicht vollständig etabliert ist.
TEIL III: DIE WELT DANACH – THE UNIT ALS GEGENGEWICHT
1. Was ist The Unit? Was ist sie nicht?
Während Europa sich selbst demontiert und der Dollar auf wackeligen Beinen steht, entsteht im Stillen eine Alternative: The Unit – eine gemeinsame Währung der BRICS-Staaten, die nicht als direkter Ersatz für Euro oder Dollar gedacht ist, sondern als eigenständiges Abrechnungssystem für den globalen Süden.
Die Struktur:
- 60% Golddeckung – ein realer, physischer Gegenwert, der nicht beliebig vermehrbar ist
- 40% Währungskorb – bestehend aus Yuan, Rubel, Rupie, Real, Rand und möglicherweise weiteren BRICS-Währungen
- Kein Sparkonto für Privatpersonen – The Unit ist ein Clearing- und Reserveinstrument für Staaten, Zentralbanken und internationale Handelsverträge
Was The Unit NICHT ist:
- Kein liberales Ersatzgeld – Es gibt keinen freien Markt, keine Spekulationsmöglichkeiten. The Unit ist ein Instrument staatlicher Souveränität, nicht individueller Freiheit.
- Kein Angriff auf Bürger – Anders als der Euro zielt The Unit nicht darauf ab, Landeswährungen zu verdrängen. Sie existiert parallel.
- Kein Sofortprodukt – The Unit wird in Phasen entwickelt: Erst als bilaterales Abrechnungssystem, dann als regionales Clearing-Tool, schließlich als globale Alternative.
Warum Gold?
Gold hat eine entscheidende Eigenschaft, die keine Fiat-Währung besitzt: Es kann nicht politisch entwertet werden. Man kann es nicht drucken, nicht sanktionieren, nicht einfrieren. Genau deshalb kaufen Zentralbanken weltweit seit Jahren massiv Gold: China, Russland, Indien, Kasachstan, Türkei, Brasilien.
Das ist keine Vorsichtsmaßnahme. Das ist Vorbereitung.
Die Herausforderungen
So überzeugend The Unit klingt – ihre Umsetzung ist alles andere als trivial:
Interessenkonflikte innerhalb BRICS: China und Indien sind geopolitische Rivalen. Russland und China konkurrieren um Einfluss in Zentralasien. Wie einigt man sich auf Governance-Strukturen?
Technische Komplexität: Ein goldgedecktes Clearing-System zwischen so unterschiedlichen Volkswirtschaften ist extrem schwer umzusetzen. Wer legt die Goldreserven zusammen? Wo lagern sie? Wer kontrolliert sie?
Liquiditätsfrage: Gold ist nicht beliebig teilbar und transportierbar. Wie funktioniert tägliches Clearing bei Milliardengeschäften?
Diese Hürden sind real. Aber die Dynamik – getrieben durch westliche Fehler – schafft den Druck, sie zu überwinden.
2. Warum The Unit zur richtigen Zeit kommt
Währungen entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie brauchen drei Dinge: Vertrauen, Infrastruktur und Notwendigkeit. The Unit hat alle drei – genau jetzt.
Vertrauensverlust im Westen
Das, was die EU gerade mit russischen Vermögen macht, ist kein isolierter Vorfall. Es ist das jüngste Glied in einer Kette:
- 2001: USA frieren afghanische Zentralbankreserven ein
- 2011: Libyen wird finanziell zerstört – Vermögen beschlagnahmt, Gold verschwunden
- 2012-heute: Iran wird vom SWIFT-System abgekoppelt, Milliarden eingefroren
- 2018-heute: Venezuela kann nicht auf seine Goldreserven zugreifen, die in London lagern
- 2022: Russische Zentralbankreserven werden eingefroren
Für Jahrzehnte galt die Regel: „Man kann über Politik streiten, aber Geld ist neutral.“ Diese Regel ist tot. Und mit ihr stirbt das Vertrauen.
BRICS+ als realwirtschaftliches Gegengewicht
The Unit ist nicht nur eine Währung. Sie ist das finanzielle Rückgrat einer neuen geopolitischen Ordnung:
- BRICS+ repräsentiert über 60% der Weltbevölkerung
- Über 30% des globalen BIP (kaufkraftbereinigt über 50%)
- 80% der strategisch wichtigen Rohstoffe – Öl, Gas, seltene Erden, Lithium, Kupfer
- Die größten Wachstumsmärkte der kommenden 30 Jahre
Während Europa stagniert und schrumpft, wächst der globale Süden. Während der Westen auf Schulden basiert, baut der Osten auf realer Produktion und Rohstoffe.
Politische Unabhängigkeit durch Zahlungssouveränität
Das Dollar-System ist nicht nur eine Währung – es ist ein Kontrollsystem. Wer im Dollar-System handelt, unterliegt:
- SWIFT – dem westlich kontrollierten Zahlungsnetzwerk
- US-Sanktionen – die extraterritorial durchgesetzt werden
- Dollar-Clearing – über US-Banken, die jeden blockieren können
The Unit bietet den Ausweg:
- CIPS (China International Payment System) – bereits funktionsfähig
- SPFS (Russlands SWIFT-Alternative) – im Aufbau
- Bilaterale Clearing-Abkommen – ohne westliche Mittelsmänner
Das Timing ist perfekt – für die BRICS. Europa zerstört gerade aktiv das Vertrauen in seine Währung. Die USA kämpfen mit Inflation und struktureller Überschuldung. Der Westen ist so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass er nicht bemerkt, wie ihm der Boden unter den Füßen weggezogen wird.
3. Wer wird mit The Unit handeln – und warum?
BRICS-Kernstaaten
Die erweiterten BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Ägypten, Äthiopien, Iran, VAE, Saudi-Arabien) sind längst keine theoretische Koalition mehr. Weitere Länder stehen Schlange: Indonesien, Nigeria, Kasachstan, Türkei.
Was diese Länder verbindet, ist nicht Ideologie. Es ist Pragmatismus. Sie alle haben erlebt, was es bedeutet, im westlichen Finanzsystem gefangen zu sein:
- Sanktionen ohne UN-Mandat
- Eingefrorene Vermögen
- Erpressung durch SWIFT-Ausschluss
- Abhängigkeit von Dollar-Liquidität
The Unit bietet ihnen, was der Westen nicht mehr garantieren kann: Souveränität.
Der globale Süden
Afrika, Lateinamerika, Südostasien – das sind die Regionen, die mit BRICS handeln, nicht mit Europa oder den USA. Und sie alle haben ein gemeinsames Problem: Sie sitzen auf Rohstoffen, aber sie verdienen kaum daran, weil sie in einem System gefangen sind, das sie strukturell benachteiligt.
The Unit ändert die Spielregeln:
- Handel in einer Währung, die nicht vom Westen kontrolliert wird
- Abrechnung in Rohstoffen und realen Werten
- Zugang zu BRICS-Entwicklungsbanken statt IWF und Weltbank
Auch EU-nahe Staaten könnten diversifizieren
Und dann gibt es eine dritte Gruppe – Länder, die formal noch zum „Westen“ gehören, aber zunehmend skeptisch werden:
- Ungarn – Orban hat wiederholt signalisiert, dass er mit BRICS kooperieren würde
- Serbien – traditionell Russland-freundlich
- Türkei – NATO-Mitglied, aber längst auf Distanz zum Westen
Diese Länder werden nicht sofort „umsteigen“. Aber sie werden diversifizieren. Sie werden einen Teil ihrer Reserven in The Unit halten. Sie werden Handelsverträge in The Unit abschließen.
Das ist der Anfang vom Ende des westlichen Monopols.
TEIL IV: DER COUNTDOWN LÄUFT – WAS NUN?
1. Der realistische Zeitrahmen
Phase 1: Vorbereitung (2023-2025) – läuft bereits
- Massive Goldakkumulation durch BRICS-Zentralbanken
- Bilateraler Handel ohne Dollar (China-Russland in Yuan, Indien-Russland in Rupien)
- Ausbau alternativer Zahlungssysteme (CIPS, SPFS)
- BRICS-Gipfel mit konkreten Währungsdiskussionen
Wir befinden uns bereits am Ende dieser Phase.
Phase 2: Institutionelle Einführung (2026-2027)
- Einführung eines BRICS-Abrechnungsinstruments (ähnlich SZR, aber goldgedeckt)
- Nutzung nur zwischen Staaten, Zentralbanken und großen Rohstoffkontrakten
- Erste große Verträge in The Unit
2026 ist realistisch für staatliche Nutzung, nicht für Privatanleger.
Phase 3: Semi-Öffnung (2027-2028)
- Große Banken im globalen Süden erhalten Zugang
- Staatsfonds und Rohstoffkonzerne können in The Unit fakturieren
- Erste institutionelle Fonds könnten Unit-gebundene Anleihen auflegen
Phase 4: Globale Etablierung (2028-2030+)
- Handelsbilanz zwischen BRICS und globalem Süden läuft mehrheitlich in The Unit
- Zentralbanken weltweit halten The Unit als Reservewährung
- Fragmentierung der Weltfinanzarchitektur ist abgeschlossen
Dann ist der Westen nicht mehr das Zentrum der Weltwirtschaft. Dann ist er eine Region unter vielen.
2. Was bedeutet das konkret?
Für Staaten: Diversifikation oder Untergang
Staaten, die ihre Reserven ausschließlich in Dollar und Euro halten, spielen russisches Roulette. Was kluge Regierungen jetzt tun:
- Goldreserven erhöhen – physisch, greifbar, nicht beschlagnahmbar
- Reserven auf mehrere Währungen verteilen
- Bilaterale Handelsabkommen in Landeswährungen
- Mitgliedschaft in BRICS-Institutionen prüfen
Für Anleger: Vertrauensverlagerung in Sachwerte
Wer sein Vermögen ausschließlich in Euro- oder Dollar-Anleihen hält, setzt auf ein System, das gerade implodiert. Die Alternativen:
Gold – Der Goldpreis ist seit 2023 um über 30% gestiegen. Zentralbanken kaufen, Privatanleger kaufen, Staaten kaufen. Das ist keine Spekulation. Das ist Flucht in Sicherheit.
Sachwerte – Land, Immobilien, Rohstoffe. Was physisch existiert, kann nicht durch Inflation oder politische Willkür ausradiert werden.
Diversifikation über Rechtsräume hinweg – Wer alles in Europa hat, ist verletzlich. Wer Konten in mehreren Währungen hält, Vermögen in unterschiedlichen Ländern besitzt, ist widerstandsfähiger.
Für Europa: Fragmentierung oder Neustart?
Europa steht vor einer Entscheidung:
Option 1: Fragmentierung – Staaten treten aus der Eurozone aus. Italien, Spanien, möglicherweise Frankreich kehren zu nationalen Währungen zurück. Kapitalverkehrskontrollen werden eingeführt. Der Binnenmarkt bricht zusammen.
Option 2: Radikaler Neustart – Eine kleinere, reformierte EU fokussiert sich auf einen echten Binnenmarkt ohne ideologische Überdehnung. Demokratische Rückbindung. Realistische Außenpolitik.
Option 3: Der schleichende Abstieg – Europa wird nicht zusammenbrechen. Es wird einfach irrelevant. Wie Argentinien im 20. Jahrhundert – einst reich, dann stagnierend, schließlich vergessen.
Das ist vermutlich das realistischste Szenario.
Für jeden Einzelnen: Strategisches Denken statt Panik
- Schulden vermeiden – in einer Währungskrise sind Schuldner verwundbar
- Vermögen diversifizieren – nicht alles in einer Währung, nicht alles in einem Land
- Fähigkeiten aufbauen, die überall gefragt sind – Handwerk, Technik, Landwirtschaft
- Netzwerke pflegen – Krisen überstehen Gemeinschaften, nicht Einzelkämpfer
FAZIT: EUROPA STIRBT, THE UNIT WIRD GEBOREN
Am 19. Dezember 2024 hat die Europäische Union eine Entscheidung getroffen, die in den Geschichtsbüchern stehen wird – nicht als Triumph, sondern als Wendepunkt. Was in Brüssel als „Solidarität mit der Ukraine“ verkauft wurde, war in Wahrheit der Anfang vom Ende des Euro als globale Reservewährung.
Der Schaden ist irreversibel.
Allein die Tatsache, dass die Beschlagnahme russischer Vermögen ernsthaft diskutiert wurde, hat ein Signal an die Welt gesendet: Euer Geld ist in Europa nicht mehr sicher. Das Vertrauen ist gebrochen. Und im internationalen Finanzsystem ist Vertrauen die einzige Währung, die wirklich zählt.
Russland klagt bereits. Nicht vor europäischen Gerichten, sondern vor internationalen Schiedsgerichten, deren Urteile bindend und vollstreckbar sind. Die Forderung: über 300 Milliarden Euro – inklusive Zinsen, Kosten und Schadensersatz. Europa kann nicht zahlen. Und wenn das Urteil fällt, wird Zwangsvollstreckung folgen.
Während Europa sich selbst zerlegt, formiert sich auf der anderen Seite der Welt eine Alternative. The Unit – eine goldgedeckte BRICS-Währung für 60% der Weltbevölkerung, 80% der strategischen Rohstoffe, die größten Wachstumsmärkte der kommenden Jahrzehnte.
The Unit kommt nicht, weil sie besser ist. Sie kommt, weil der Westen versagt.
Sie kommt, weil Zentralbanken weltweit verstanden haben, dass Dollar und Euro keine neutralen Handelswährungen mehr sind, sondern politische Waffen. Sie kommt, weil Staaten im globalen Süden keine Lust mehr haben, von einem System erpresst zu werden, das sie strukturell benachteiligt. Sie kommt, weil das Timing perfekt ist – genau in dem Moment, in dem Europa das Vertrauen in seine eigene Währung zerstört.
Der Westen hat das Spiel verloren, bevor die BRICS es gewonnen haben.
Der Euro wird nicht morgen zusammenbrechen. Aber er wird langsam, schleichend, unaufhaltsam seine Rolle als Reservewährung verlieren. Der Dollar wird folgen – nicht sofort, aber mit zeitlicher Verzögerung. Und wenn The Unit 2027 oder 2028 vollständig etabliert ist, wird es keine Rückkehr mehr geben.
Die Frage ist nicht, ob diese Verschiebung kommt. Die Frage ist, wer vorbereitet ist – und wer nicht.
Staaten, die jetzt diversifizieren, werden überleben. Anleger, die in Sachwerte und Gold investieren, werden geschützt sein. Bürger, die strategisch denken, werden die Krise bewältigen.
Aber wer darauf wartet, dass „alles wieder gut wird“, wer glaubt, dass die EU „schon einen Weg finden wird“, wer denkt, dass der Westen „zu groß ist, um zu scheitern“ – der wird eines Tages aufwachen und feststellen, dass die Welt weitergezogen ist.
Und Europa? Europa wird zur Fußnote der Geschichte.
Nicht, weil die BRICS so stark sind. Sondern weil der Westen so dumm war, sich selbst zu zerstören.
(Red.) Siehe zum Thema Wirtschaft in Russland auch die Analyse der Wirtschaftswissenschaftlerin Olga Samofalowa in der russischen Zeitung Wsgljad, in deutscher Sprache publiziert auf RT. Sie zeigt auf, wie und warum Russland im Jahr 2025 trotz Krieg wirtschaftlich recht erfolgreich war.)
Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik – jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com , bei Substack unter https://michaelhollister.substack.com sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.
QUELLEN
1. EUROCLEAR UND EINGEFRORENE RUSSISCHE VERMÖGEN
- Euroclear Website – Investor Relations & Annual Reports
https://www.euroclear.com/about/en/investor-relations.html
(Geschäftsberichte mit Zahlen zu verwalteten Assets) - European Council – EU restrictive measures against Russia
https://www.consilium.europa.eu/en/policies/sanctions/restrictive-measures-against-russia-over-ukraine/
(Offizielle EU-Seite zu Sanktionen) - Reuters – Explainer: What could happen to Russia’s frozen reserves
https://www.reuters.com/world/europe/what-could-happen-russias-frozen-reserves-2024-02-12/ - Financial Times – Search „Russian assets Euroclear“
2. ISDS-VERFAHREN
- UNCTAD Investment Dispute Settlement Navigator
https://investmentpolicy.unctad.org/investment-dispute-settlement
(Statistiken zu ISDS-Fällen) - ICSID World Bank – Case Database
https://icsid.worldbank.org/cases/case-database
(Suchfunktion für Yukos, Occidental, etc.) - Permanent Court of Arbitration – Cases
https://pca-cpa.org/en/cases/
(Yukos-Fall dokumentiert)
3. EU-RECHT
- EUR-Lex – TFEU Volltext
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX%3A12012E%2FTXT
(Artikel 122 AEUV im Volltext) - European Council – Press releases December 2024
https://www.consilium.europa.eu/en/press/
(Suche nach „Ukraine December 2024“)
4. BRICS & GOLD
- World Gold Council – Gold Demand Trends
https://www.gold.org/goldhub/research/gold-demand-trends
(Quartalsberichte zu Zentralbankkäufen) - IMF COFER Database
https://data.imf.org/?sk=E6A5F467-C14B-4AA8-9F6D-5A09EC4E62A4
(Währungsreserven weltweit) - BRICS Information Centre (University of Toronto)
http://www.brics.utoronto.ca
(Archiv offizieller BRICS-Dokumente) - People’s Bank of China – CIPS
https://www.cips.com.cn/en/ - Bank of Russia – English Site
https://www.cbr.ru/eng/
5. HISTORISCHE FÄLLE
- Guardian – Libya Gaddafi gold dinar
https://www.theguardian.com/commentisfree/cifamerica/2011/apr/21/libya-muammar-gaddafi - US Treasury – Venezuela Sanctions
https://home.treasury.gov/policy-issues/financial-sanctions/sanctions-programs-and-country-information/venezuela-related-sanctions
6. THINK TANKS
- RAND – Extending Russia (2019)
https://www.rand.org/pubs/research_briefs/RB10014.html - Atlantic Council
https://www.atlanticcouncil.org - CSIS
https://www.csis.org - Brookings
https://www.brookings.edu
7. WIRTSCHAFTSDATEN
- Eurostat
https://ec.europa.eu/eurostat - Bundesbank
https://www.bundesbank.de/en - BIS Quarterly Review
https://www.bis.org/publ/qtrpdf/r_qt2403.htm - IMF World Economic Outlook
https://www.imf.org/en/Publications/WEO
8. MEDIEN
- Politico Europe – Search „frozen Russian assets“
https://www.politico.eu - Bloomberg – Search „G7 Ukraine Russian assets“
https://www.bloomberg.com - Deutsche Welle
https://www.dw.com
9. VÖLKERRECHT
- UN International Law Commission
https://legal.un.org/ilc/ - UN Treaty Collection
https://treaties.un.org - UNCITRAL
https://uncitral.un.org