Die von den USA an die Ukraine gelieferten HIMARS Raketenwerfer sind noch nicht die Wunderwaffe, nach der die Ukraine sucht.

Die Ukraine auf der Suche nach der Wunderwaffe

Der Beschuss der Berufsfachschule 19 an der Kremlovskaya ulitsa 48 in Makeevka bei Donetsk in der Neujahrsnacht ist der jüngste massive Schlag der ukrainischen Armee gegen die russischen Streitkräfte im Kriegsgebiet der Ostukraine – ausgeführt mit von den USA gelieferten Mehrfachraketenwerfern des Typs HIMARS. Über die Anzahl der Toten kursieren verschiedene Angaben. Wie viele Menschen noch in den Trümmern liegen, ist ebenfalls unklar. Das Ereignis führte zu Kritik an der russischen Armeeführung, die ein weithin sichtbares Gebäude in 12 km Distanz von der aktuellen Frontlinie als Truppenunterkunft nutzte (1). Dem entsprechend wurde eine militärgerichtliche Untersuchung angeordnet. 

Der Mehrfachraketenwerfer High Mobility Artillery Rocket System HIMARS ist eine leichtere Variante des Multiple Launch Rocket System (MLRS) M-270 der US-Army. Beide Systeme verschießen eine Vielzahl verschiedener Raketentypen, die Schussweiten von bis zu 84 km erreichen (2). Während auf dem MLRS M-270 zwölf Startbehälter für Raketen aufgebaut sind, sind es beim HIMARS nur deren sechs. Ein weiterer Unterschied zwischen dem HIMARS und dem M-270 besteht in der Selbstfahrlafette: Verwendet das M-270 ein Kettenfahrgestell, so ist das HIMARS auf einem Fahrgestell mit Rädern montiert.

Heutige Mehrfach-Raketenwerfer sind eine Weiterentwicklung der als Katjuscha bekannt gewordenen ersten Raketenwerfer der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg. In der russischen Armee wird diese Waffengattung als reaktive Artillerie bezeichnet. In der Nationalen Volksarmee der DDR hießen die entsprechenden Waffensysteme Geschosswerfer. In der deutschen Bundeswehr werden die US-amerikanischen MLRS als Mittleres Artillerieraketensystem (MARS) bezeichnet.

Standardmunition der US-amerikanischen MLRS war lange die M-26 Rakete, die einen Gefechtskopf mit Streumunition trägt. Bedingt durch ihre Bauweise verursachen diese sogenannten Cluster-Gefechtsköpfe eine hohe Anzahl von Blindgängern, besonders wenn sie in überbautes oder bewaldetes Gelände geschossen werden. Diese bleiben noch viele Jahre nach ihrem Einsatz gefährlich. Da die USA nicht Vertragspartei des internationalen Übereinkommens über Streumunition sind, welches solche Gefechtsköpfe verbietet, ist es den US-Streitkräften unbefangen, Cluster-Munition einzusetzen. Im November 2017 erließ die Trump-Administration eine politische Richtline, welche US-amerikanischen Befehlshabern die Befugnis zum Einsatz von Streumunition erteilt (3). Ob die Ukraine, die der Konvention gegen Streumunition ebensowenig beigetreten ist wie Russland, Streumunition zum Einsatz brachte, ist vorerst noch unklar (4). Europäische Armeen verwenden für ihre MLRS heute neuere, präzisionsgesteuerte Raketen mit konventionellen Sprengköpfen.

Eine weitere Rakete, welche das M-270 und das HIMARS verschießen können, ist die Kurzstreckenrakete ATACMS (Army Tactical Missile System). Diese wurde als Nachfolgemodell der ballistischen Kurzstreckenrakete „Lance“ entwickelt. Ursprünglich waren auch die ATACMS mit einem Gefechtskopf mit Streumunition ausgerüstet, deren Bomblets sich in einem kreisförmigen Gebiet von ca. 200 m Durchmesser verteilen und auf rund 15 m Distanz tödlich wirken. Neuere Versionen haben eine Reichweite von bis zu 300 km und tragen einen Gefechtskopf von 211 kg Gewicht, der wahlweise die Vernichtung ungepanzerter Ziele auf der Erdoberfläche oder die Zerstörung von verbunkerten Zielen unter der Erde erlaubt. Waren ältere Versionen mit einem Streukreisradius (CEP) von 100 bis 250 m noch vergleichsweise ungenau gewesen, so sollen die neusten Versionen dank Satelliten- und Trägheitsnavigation einen solchen von 10 bis 20 m erreichen (5). Allerdings sollen die an die Ukraine ausgelieferten HIMARS-Werfer so modifiziert worden sein, dass sie die ATACMS-Raketen nicht verschließen können (6). 

Zahlreiche Einsätze seit Sommer 2022

Die Donetsker Nachrichtenagentur DAN (Donetsk News Agency) berichtete im vergangenen Jahr über 18 Einschläge von HIMARS-Geschossen in der Oblast Donetsk: Natürlich haben die russischen Behörden grundsätzlich kein Interesse, über den Einschlag von Raketen zu berichten, aber da es in Zeiten moderner Smartphones so gut wie unmöglich sein dürfte, solche Ereignisse geheim zu halten, wird man sich in Donetsk, Lugansk und Moskau dazu entschlossen haben, in den Medien gleich offen darüber zu berichten. In der Oblast Lugansk waren gemäß dem Lugansk Media Centre erheblich mehr Einschläge zu verzeichnen, nämlich 41 (7). In den Regionen Kherson und Zaporozhie wollen die russischen Streitkräfte diverse HIMARS-Raketen in der Luft abgeschossen haben (8).

Unter den aktuellen Bedingungen sind unabhängige Bestätigungen hierfür freilich nicht zu erhalten. Es ist auch zu bezweifeln, ob die ukrainischen Behörden einer Reise unabhängiger Experten in die betroffenen Gebiete zustimmen würden. Die lokalen Behörden melden die Ereignisse an das immer noch existente Joint Centre for Control and Coordination JCCC, das 2015 durch die damaligen Staatspräsidenten Poroshenko und Putin ins Leben gerufen worden war und seither ein Tagebuch der Waffenstillstandsverletzungen führt (9). Seit nur noch Vertreter der vom Westen nicht-anerkannten Volksrepubliken von Donetsk und Lugansk darin vertreten sind, ist auch dieses Organ nicht mehr als ein unabhängiges zu betrachten. Eine gewisse Plausibilität erhalten die Meldungen aber durch die Artikel von Elena Malinowa, welche unter dem Titel „Die Stimme aus dem Donbass“ in mittlerweile 24 Beiträgen auf dem Nachrichtenportal GlobalBridge aus der schwer geprüften Stadt Donetsk berichtet (10). Vielleicht wird es nach einem Waffenstillstand möglich sein, alle diese Berichte zu überprüfen. 

Schläge gegen das Eisenbahnnetz

Die Lieferung der HIMARS an die Ukraine wurde durch die Administration Biden im Mai vergangenen Jahres angekündigt und sie trafen Ende Juni am Bestimmungsort ein (11). Seither lag das Schwergewicht der HIMARS-Einsätze eindeutig im Raum Pervomaisk – Stakhanov – Bryanka in der Oblast Lugansk. Gegen das Eisenbahnnetz zwischen Lugansk und der russischen Grenze erfolgten hingegen nur vereinzelte Schläge, gegen Eisenbahnknotenpunkte und Bahnhöfe im Südteil der Oblast Lugansk gar nur deren zwei.

Ziele in der Oblast Donetsk machten nur etwa einen Viertel der Ziele aus. Hier ist ein Schwergewicht der HIMARS-Einsätze im Raum Donetsk – Khartsyzsk – Gorlovka/Horlivka zu erkennen. Schläge gegen die Eisenbahnlinie Donetsk – Rostow-am-Don waren bislang selten. 

Karte: Einschläge von Raketen des HIMARS im Kriegsgebiet der Ostukraine
Quelle: https://www.imbf.org/karty/images/karta-zheleznyh-dorog-ukrainy-2-hq.jpg
Ergänzungen: Verfasser

Die Schläge gegen Stepano-Krynka am 11. Juli vergangenen Jahres, welches ca. 11 km entfernt vom Bahnhof Ilovaisk liegt, und gegen das ca. 6 km vom Eisenbahn-Knotenpunkt Dolya entfernte Elenovka am 25.07. lassen vermuten, dass auch mit den angeblich hochpräzisen Raketen der HIMARS Fehlschüsse von mehreren Kilometern möglich sind. 

Während der monatelangen Kämpfe in der Oblast Kherson erfolgte nur gerade ein Schlag mit HIMARS gegen einen Übergang über den Dnjepr/Dnipro, obwohl große Abschnitte des Flusses vor dem russischen Rückzug außerhalb der Reichweite von Rohrartillerie lagen und die Brücken ein sehr lohnendes Ziel für die ukrainischen Raketentruppen gewesen wären. Offenbar waren diese Orte durch die russische Luftabwehr zu gut geschützt. Auch die Bahnhöfe und generell der rückwärtige Raum der zwei Armeekorps in den Oblasten Lugansk und Donetsk waren bislang kaum von HIMARS-Einsätzen betroffen, obwohl reaktive Artillerie Ziele in eben solchen Räumen bekämpfen soll. 

Sehr auffällig ist auch das weitgehende Fehlen von Meldungen aus dem Raum zwischen der Küste des Asowschen Meers und der Front im Abschnitt Kherson – Donetsk: Am 16. September vergangenen Jahres wurde der Abschuss von HIMARS-Raketen in der Nähe von Melitopol gemeldet (12). Zur Vorbereitung der seit Monaten angekündigten ukrainischen Offensive auf Melitopol und Berdyansk würden Angriffe auf die Einrichtungen der Logistik im rückwärtigen Raum des Gegners eigentlich gehören. 

Einsatz auf kurze Distanz

Der Beschuss der Berufsfachschule in Makeevka in der Neujahrsnacht ist besonders aufschlussreich. Es stellt sich die Frage, weshalb die UAF ein Ziel, dass sich in einer Distanz von 12 km km von der Frontlinie und damit in der Reichweite von Rohrartillerie befand, mit einem Mehrfachraketenwerfer beschossen haben, der erheblich weiter schießen kann. Und natürlich stellt die russische Öffentlichkeit die Frage, weshalb die russische Luftabwehr die anfliegenden Raketen nicht abschießen konnte. Russische Luftabwehr-Systeme sind durchaus in der Lage, eine Vielzahl von Zielen von mehrfacher Schallgeschwindigkeit zu vernichten (13). 

Die Raketen von MLRS und HIMARS Raketenwerfern fliegen mit mehreren hundert Metern pro Sekunde: Bei der alten M-26 wie auch der neuen Munition des Typs GMLRS-U beträgt die maximale Fluggeschwindigkeit knapp 2½-fache Schallgeschwindigkeit (14). Bei einer Schussweite von 12 km beträgt die Flugzeit einer M-26-Rakete circa 20 Sekunden. Beim Beschuss eines Ziels auf kurze Distanz kann es somit durchaus vorkommen, dass die Reaktionsgeschwindigkeit von Luftabwehr-Systemen nicht genügt, um die Rakete abzuschießen. Luftabwehr-Systeme wie die in den russischen Landstreitkräften gebräuchlichen „Osa“, „Tor“ und „Buk“ stoßen hier an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit (15). Das erklärt auch, weshalb die Mehrzahl der Einschläge von Raketen des HIMARS-Systems relativ frontnah erfolgte: Bei Einsätzen gegen Ziele in der Tiefe des russischen Dispositivs schießt die russische Luftabwehr möglicherweise die Mehrzahl der HIMARS-Raketen ab. 

Karte: Abschuss von HIMARS Raketen im Flug und Frontverlauf, 16.09.2022
Quellen: Yandex.eu, liveuamap.com, Ergänzungen Verfasser

In den vergangenen Wochen meldeten die russischen Streitkräfte mehrere Male die Zerstörung von HIMARS der ukrainischen Armee, offensichtlich in Logistikeinrichtungen 20 bis 30 km hinter der Front. Wie viele Werfer derzeit noch einsatzbereit sind, ist kaum abzuschätzen (16). Wenn die Ukraine mit ihren Mehrfach-Raketenwerfern – nicht nur den HIMARS – die russische Luftabwehr quasi unterlaufen will, dann muss sie diese nahe an die Front bringen und ein erhöhtes Risiko dafür eingehen.

Seit langem würde die Ukraine auch gerne ATACMS-Raketen zu ihren HIMARS-Raketenwerfern beziehen und verspricht sich davon erfolgreiche Einsätze gegen die Luftwaffenbasen und Kommandoposten der russischen Streitkräfte im Raum Rostow-am-Don. Die Luftwaffen-Basen bei Millerovo, Taganrog, Rostow-am-Don und Yelsk wären in der Reichweite von ATACMS, ebenso wie die Hauptquartiere des Militärbezirks Süd, der 8. Armee, des 1., sowie des 2. Armeekorps. 

Karte: Luftwaffenbasen und Kommandoposten der russischen Armee in Reichweite von ATACMS-Raketen im Osten der Ukraine
Quelle: Yandex.eu, Ergänzungen Verfasser (17)

Entzauberte Wunderwaffe

Ob derartige Aktionen von Erfolg gekrönt wären, darf bezweifelt werden, denn hierfür müssten die Raketen 200 bis 300 km über Territorium fliegen, in welchem russische Luftabwehr stationiert ist. Während des mehrere Minuten dauernden Flugs bleiben sie in Flughöhen, die durchaus im Wirkungsbereich der russischen Luftabwehr liegen. Eine Chance auf Erfolg hat die Ukraine wohl nur, wenn sie Ziele weit abseits den Wirkungsräumen russischer Luftabwehr aufs Korn nimmt. Solche Einzelziele, die nur in einem begrenzten Umfang geschützt werden können, finden sich auf dem riesigen Territorium Russlands zuhauf. Jeder dieser Angriffe bestätigt das russische Narrativ, wonach die USA die Ukraine als Rammbock gegen Russland nutzen. In Russland mag man sich jetzt fragen, wie weit eine ATACMS-Rakete fliegen kann, wenn sie anstelle eines 211 kg schweren konventionellen Gefechtskopfes einen nuklearen von um die 100 kg trägt.

Mit dem Angriff auf ein Ziel strategischer Bedeutung wie dem Militärflugplatz Engels bei Saratov richtet die Ukraine zwar keine entscheidenden Schäden an, versucht aber wohl, die Russen zum Abzug von Luftabwehr-Verbänden aus dem unmittelbaren Operationsraum im Südosten der Ukraine zu verleiten. Ob die Russen den Ukrainern auf den Leim gehen, werden wir sehen. Eines ist aber jetzt schon klar: Der Ruf der HIMARS als Wunderwaffe und Game-Changer im Ukraine-Krieg darf angezweifelt werden. Jetzt wird die Suche nach weiteren Wunderwaffen weitergehen.

Meinungen in Beiträgen auf Globalbridge.ch entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.

Informationen zum Autor siehe hier.

Anmerkungen:

  1. Siehe „В полночь ВСУ нанесли удар по зданию с мобилизованными в Макеевке — много жертв“, bei Eurasia daily, 02.01.2023, online unter https://eadaily.com/ru/news/2023/01/02/v-polnoch-vsu-nanesli-udar-po-zdaniyu-s-mobilizovannymi-v-makeevke-mnogo-zhertv und die offizielle Mitteilung der TASS vom 4. Januar: „Увеличение числа погибших военных РФ и расследование причин. Последствия обстрела Макеевки“, online unter https://tass.ru/armiya-i-opk/16738847 und besonders „Военкоры утверждают, что в Макеевке от удара ВСУ предположительно погибли десятки, если не сотни мобилизованных“, bei  Блокнот,, 02.01.2023, online unter https://bloknot.ru/glavnaya/v-makeevke-ot-udara-vsu-pogibli-desyatki-esli-ne-sotni-mobilizovanny-h-ponesut-li-otvetstvennost-te-kto-dopustil-dislokatsiyu-voennosluzhashhih-v-odnom-meste-1038056.html, alle in russischer Sprache. Vgl. Ivo Mijnssen: Wohl deutlich mehr als 63 tote Rekruten nach Raketenangriff: Russlands Armee erlebt eine der blutigsten Nächte des Krieges, bei Neue Zürcher Zeitung, 02.01.2023, online unter https://www.nzz.ch/international/ukraine-krieg-himars-angriff-toetet-dutzende-russische-rekruten-ld.1719455?reduced=true(eingeschränkte Vorschau). 
  2. Siehe „M142 High Mobility Artillery Rocket System (HIMARS)„, bei GlobalSecurity, online unter https://www.globalsecurity.org/military/systems/ground/himars.htm
  3. Siehe Landmine and Cluster Munition Monitor: United States, Cluster Munition Ban Policy, 24.10.2020, online unter http://www.the-monitor.org/en-gb/reports/2020/united-states/cluster-munition-ban-policy.aspx
  4. Siehe die Homepage der Convention on Cluster Munitions, online unter https://www.clusterconvention.org/
  5. Siehe „M39 Army Tactical Missile System (Army TACMS)„, bei GlobalSecurity, online unter https://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/atacms.htm und Andreas Parsch: Lockheed Martin (LTV) MGM-140 ATACMS, bei Directory of U.S. Military Rockets and Missiles, online unter http://www.designation-systems.net/dusrm/m-140.html
  6. Siehe Joseph Trevithnick: Ukrainian HIMARS Can’t Fire Long Range ATACMS Missiles: Report, bei: The Drive, the Warzone, 05.12.2022, online unter https://www.thedrive.com/the-war-zone/ukrainian-himars-cant-fire-long-range-atacms-missiles-reportund „US has modified HIMARS to prevent Ukraine from striking Russian territory„, bei Yahoo News, 05.12.2022, online unter https://news.yahoo.com/us-modified-himars-prevent-ukraine-200400110.html
  7. Der Verfasser erstellte auf der Basis der Meldungen der Donetsk News Agency (https://dan-news.info/en/) und des Lugansk Media Centre (https://lug-info.com/news) eine Liste der HIMARS-Einschläge bis zum Jahresende 2022, die 59 Einträge umfasst. Es würde den Rahmen hier sprengen, sie alle einzeln aufzulisten. 
  8. Siehe „Russian forces destroy American HIMARS missiles in Donbass sky„, bei Donetsk News Agency, 16.09.2022, online unter https://dan-news.info/en/defence/russian-forces-destroy-american-himars-missiles-in-donbass-sky/
  9. Siehe Walter Kemp: Moving from War to Peace in Ukraine, the role of a Joint Military Commission, bei Security and Human Rights Monitor, 29.04.20 20, online unter https://www.shrmonitor.org/moving-from-war-to-peace-the-role-of-a-joint-military-commission/. Walter Kemp ist Sonderberater der Cooperative Security Initiative und Senior Fellow bei der Global Initiative against Transnational Organized Crime. Außerdem ist er Mitglied des Redaktionsausschusses des Security and Human Rights Monitor.und war jahrelang im Rahmen der OSZE in Wien tätig. 
  10. Siehe besonders ihren Beitrag XXIV: Mit diesen Waffen beschießen ukrainische Soldaten die Zivilbevölkerung im Donbass, 30. Dezember 2022, online unter https://globalbridge.ch/die-stimme-aus-dem-donbass-xxiv-mit-diesen-waffen-beschiessen-ukrainische-soldaten-die-zivilbevoelkerung-im-donbass/. Dem Verfasser liegen Augenzeugenberichte aus Donetsk vor.
  11. Siehe Michael D. Shaer: U.S. to Send Ukraine $700 Million in Military Aid, Including Advanced Rockets, in The New York Times, 31.05.2022, online unter https://www.nytimes.com/2022/05/31/us/politics/biden-ukraine-rockets.html, Biden, Joseph R., Jr.: What America Will and Will Not do in Ukraine, in The New York Times, 31.05.2022, online unter https://www.nytimes.com/2022/05/31/opinion/biden-ukraine-strategy.html,  „Himars: What are the advanced rockets US is sending Ukraine?„, bei: The Guardian, 01.06.2022, online unter https://www.theguardian.com/world/2022/jun/01/himars-what-are-the-advanced-rockets-us-is-sending-ukraine und Tom Porter: Ukraine celebrates US long-range rocket systems arriving after months of asking. ‚Summer will be hot for Russian occupiers.‘, bei Business Insider. 23.06.2022, online unter https://www.businessinsider.com/ukraine-hails-arrival-himars-predicts-pain-for-russia-2022-6?r=US&IR=T
  12. Siehe „Russia-led coalition destroys four HIMARS„, bei Donetsk News Agency, 22.07.2022, online unter https://dan-news.info/en/defence/russia-led-coalition-destroys-four-himars/
  13. Zum weitverbreiteten Luftabwehr-System „Tor“ siehe „TOR-M1 9A331 SA-15 GAUNTLET, Surface-to-air defense missile system – Russia„, bei ArmyRecognition, online unter https://www.armyrecognition.com/russia_russian_missile_system_vehicle_uk/tor-m1_9a331_sa-15_gauntlet_technical_data_sheet_specifications_information_description_pictures_uk.html. Die Tor ist in der Regel in den Kampfbrigaden der russischen Armee eingegliedert und löste in dieser Funktion die ältere Osa ab. Zu dieser siehe Carlo Kopp: NIEMI 9K33 Osa/Romb, Self Propelled Air Defence System / SA-8 Gecko, bei: Australian Air Power, online unter http://www.ausairpower.net/APA-9K33-Osa.html#mozTocId251534. Zur, üblicherweise in den Heeres-Luftabwehrbrigaden eingesetzte „Buk“ siehe Carlo Kopp: NIIP 9K37/9K37M1/9K317 Buk M1/M2, Self Propelled Air Defence System / SA-11/17 Gadfly/Grizzly, bei: Australian Air Power, online unter http://www.ausairpower.net/APA-9K37-Buk.html
  14. Siehe Ove Dullum: The Rocket Artillery Reference Book, Norwegian Defence Research Establishment (FFI), 30.06.2010, Anhang D, Tabelle D1, S. 95 und Tabelle D.4: Graphical displays of ballistic tables, S. 107, online unter https://ffi-publikasjoner.archive.knowledgearc.net/bitstream/handle/20.500.12242/2257/09-00179.pdf. Vgl. „In a First, Marines Shoot HIMARS Rocket from Amphibious Ship“ bei Military.com, 25.10.2017, online unter https://www.military.com/defensetech/2017/10/25/himars-fired-marine-amphib. Das ist die Endgeschwindigkeit der Guided MLRS (GMLRS, M30, M31), der präzisionsgelenkten Boden-Boden-Raketen für die MLRS- und HIMARS-Mehrfachraketenwerfer. 
  15. Die Reaktionszeit der neusten Flugabwehr-Raketensystems „Викинг“ (Viking) beträgt 10 bis 12 Sekunden. Siehe ЗРК „Викинг“, auf der Homepage des Forschungsinstituts „Tikhomirov“, online unter https://www.niip.ru/catalog/eksportnaya-produktsiya/zrk-viking/. Bei älteren Versionen der Buk kann die Reaktionszeit bis 22 Sekunden betragen. Siehe avia.pro. 30.03.2020, online unter http://avia.pro/blog/zrk-buk, beide in russischer Sprache. Vgl. Carlo Kopp: Buk, a.a.o.
  16. Siehe „Russian forces destroy Ukrainian weapon repair center, two HIMARS outside Kramatorsk„, bei DAN, 26.12.2022, online unter https://dan-news.info/en/defence/russian-forces-destroy-ukrainian-weapon-repair-center-two-himars-outside/ und „Russian forces destroy two HIMARS, helicopter, radar in Donbass over 24 hours„, bei DAN, 08.12.2022, onlie unter https://dan-news.info/en/defence/russian-forces-destroy-two-himars-helicopter-radar-in-donbass-over-24-hours/
  17. Vgl. auch Rondeli Foundation: Russian Forces Interactive Map, online unter https://gfsis.org.ge/maps/russian-military-forces.