In eigener Sache | Die Kommunikation als Grundlage internationaler Verständigung
Die neuen „sozialen“ Medien und das Internet fördern gesellschaftliche Spaltung und Isolation mehr als Verständigung. Zumindest für den deutschsprachigen Raum kann die Autorin das mit einiger Gewißheit sagen und ist sicherlich nicht die Einzige, die diese Entwicklung so beschreibt.
Schreiben und Lesen gelten als Grundlage der Alphabetisierung, die Soziologen zufolge den Grad der Entwicklung einer Gesellschaft markiert. Die so ermöglichte zwischenmenschliche Kommunikation wiederum ist die Voraussetzung dafür, dass sich innerhalb einer Gesellschaft und auch international Lernen, Wissen, Verständigung und Verantwortung entwickelt. Ziel ist, dass ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen, in Gesellschaften und zwischen Staaten entstehen kann. Kinder lernen Bilder, Farben, Formen, Buchstaben und Zahlen und sie können sich durch dieses Lernen Wissen und Verantwortung erarbeiten, um dann Entscheidungen treffen zu können. Heute hat man den Eindruck, dass häufig die ältere Generation diese Fähigkeit verloren hat.
Vielleicht erinnert sich der eine, die andere daran, dass Eltern früher – vermutlich nicht erst in den 1950iger Nachkriegs-Jahren – ihren Kindern vor dem Einschlafen eine Geschichte vorlasen? Dass Bücher und Informationen „verschlungen“ wurden? Neue Bücher, Berichte, Gedanken, Ideen wurden diskutiert, verbreitet, überarbeitet, übernommen oder auch verworfen. Es wurde mit und an Texten gearbeitet, es wurde weiter recherchiert und diese Arbeit floss in die gesellschaftliche Intelligenz und Formierung ein. Vielleicht war diese Entwicklung beeinflußt von der UN-Charta nach dem 2. Weltkrieg und nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki, die Gleichberechtigung aller Frauen und Männer, ungeachtet ihrer Religion und Hautfarbe und die Gleichberechtigung aller Staaten, egal ob groß oder klein in den Mittelpunkt internationalen politischen Handelns zu stellen?
Weit hat die „internationale Gemeinschaft“ es nicht gebracht. Heute werden Bücher von „Künstlicher Intelligenz“ (KI) „verschlungen“, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie werden anschließend vernichtet. Das geschehe mit Zustimmung derjenigen, die die KI „trainieren“ wollen, wie es heißt. Und es geschieht natürlich mit der Zustimmung derjenigen, die die Bücher für das Vorhaben verkaufen. Ob es dabei um antiquarische oder modern-antiquarische Bücher oder um „Ladenhüter“, also um nicht mehr gefragte und daher nicht mehr verkaufbare Bücher handelt, wird unterschiedlich dargestellt. In jedem Fall werden die ursprünglichen Autoren und ihre Quellen nicht um Genehmigung für den Vorgang gefragt. Wer was wann warum und wie zu Papier gebracht und verbreitet hat, verschwindet hinter dem, was die KI schließlich verbreitet. Es entsteht Oberfläche.
Verlust der Lesefähigkeit fördert Unwissenheit
Das gesellschaftliche Ergebnis dieser Entwicklung bildet sich u.a. in der PISA-Studie ab, die 2026 deutschen Schülern und Schülerinnen so schlechte Ergebnisse wie nie zuvor bescheinigte. Jeder dritte 15-Jährige Schüler erreicht in Mathematik und beim Lesen nicht das grundlegende „Kompetenzniveau“. Die Lesefähigkeit habe nachgelassen, längere und komplexe Texte könnten viele nicht verstehen, so die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Rede ist von „hasty readers“, eine Umschreibung für oberflächliches Lesen. Das wiederum führt dazu, dass man nach dem „hastigen Lesen“ nicht sagen kann, was man eigentlich gelesen hat.
Nun sind es aber nicht nur die „künstliche Intelligenz“ und die digitale Entwicklung, die zu einem Absturz des Kompetenzniveaus führen. Die Anonymität des Internet-Raumes, der 24 Stunden/7 Tage die Woche zur Verfügung steht – vorausgesetzt es gibt Strom – haben zu einem Anstieg unkontrollierter, niveauloser Schreiben geführt.
Diese Schreiben offenbaren vor allem, dass den Absendern die Fähigkeit des Lesens allgemein und damit das Verstehen von Texten fehlt. Sie wollen sich lediglich „auskotzen“ oder zeigen, dass sie alles „besser wissen“. Dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache zufolge bedeutet „auskotzen“: „seinem Ärger, seiner Wut, Enttäuschung verbal Ausdruck geben, sich Belastendes von der Seele reden; negative Gefühle auf unreflektierte, unflätige, heftigste Weise verbal äußern.“
Die Diffamierungen des Uri L.
Zu finden sind solche Schreiben in der Post, die in den digitalen Briefkästen von Autoren und Redaktionen in Form von Zuschriften landen, die – nicht selten ohne oder mit einem falschen Absender versehen – inhalts- und qualitätslos nur ein Ziel haben: Diffamierung.
Der Begriff stammt laut DUDEN aus dem Lateinischen „diffamare“, verleumden, in üblen Ruf bringen. Das Handbuch „Sag es treffender“ bietet für das Fremdwort „Diffamierung“ eine Reihe von „sinnverwandten Wörtern und Ausdrücken für den täglichen Gebrauch“ an. Hier eine Auswahl:
„Polemik, Beschimpfung, üble Nachrede, Verunglimpfung, Rufschädigung, Herabwürdigung, Beleidigung, Bezichtigung, Herabsetzung, Diskreditierung, böswillige Unterstellung, Schmähung, Ehrverletzung, Verlästerung, Verteufelung, Verketzerung, Brunnenvergiftung.“
Auch die Redaktion von Globalbridge und der Herausgeber Christian Müller werden von solchen Zuschriften nicht verschont. Ein herausragendes Exemplar – es handelt sich nur um ein Beispiel aus einer Reihe ähnlicher Schreiben des gleichen Absenders – soll den Lesern ausnahmsweise einmal zugänglich gemacht werden.
Stil, Inhalt und Absicht erfüllen möglicherweise den einen oder anderen Straftatbestand, der Absender wird sich vermutlich auf das Recht der „freien Meinungsäußerung“ berufen. Weil das Schreiben des Herrn Uri L. für die Intelligenz aller denkenden Leser eine Beleidigung darstellt, soll es wiedergegeben werden, bevor sämtliche „Werke“ des Absenders im Papierkorb verschwinden.
Der Absender nennt sich „Uri Liebeskind“ und verfügt über eine E-Mail-Adresse unter seinem Namen. Als kürzlich zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage der Internetauftritt von Globalbridge gestört worden war, schrieb dieser Absender unter dem „Betreff: nicht so schlimm…“ an die Redaktion von Globalbridge – er spricht von „gb“ – und an den Herausgeber Christian Müller, den er mit „cm“ anspricht. Die durchgehende Kleinschreibung ist dem Original entnommen:
„es hat mich beruhigt zu lesen, dass diese unterirdische verschwörungs-schwurbel-seite finanziell ums überleben kämpft. offenbar ist nicht einmal die pro-russland- und die pro-putin- und die anti-westliche propaganda von globalbridge relevant genug, um unterstützung aus dem kremel zu bekommen. cm, die finanzielle situation ihrer publikation sollte ihnen zu denken geben.
von ihrer verschwörungs-schwurbel-spezies gibt es nicht so viele und schon gar nicht viele die wirtschaftlich erfolgreich sind und gb unterstützen könnten. ihre leser sind eher die ungebildeten nichts-könner, non-performer und looser, die in der mehrheit in den netzen der sozialsysteme abhängen und für ihren mangelnden erfolg gerne andere verantwortlich machen, nur nicht sich selbst. ihre leser, ihr publikum sind doch eher vom typ sozial-schmarotzer, die sicher nichts für gb bezahlen wollen, solange es gratis online ist.
es sind die grossmauligen weltverbesserer, die selbst nichts zu einer besseren welt beitragen und mit gb zusammen nur den zustand der welt beklagen, bejammern und beschimpfen. es sind halt leute die eher so sind wie sie selbst. es sind so leute die an der self-scanning kasse auch gerne mal etwas mitlaufen lassen und denken, dass sie damit gegen die reichen protestieren und gegen den kapitalismus kämpfen.
wie kommt es, dass die nzz jedes jahr mehr abonnenten hat? weil sie einen vielseitigen journalismus mit unterschiedlichen meinungen und mit fundierten informationen liefert.
ihre publikation ist nicht einmal drittklassiger journalismus, es ist nur propaganda auf dümmstem niveau getrieben von hass auf den westen und einer verklärung von russland und dem islam. mit diesem fokus ist man halt irgendwann ziemlich alleine und hat nur noch die looser auf seiner seite. u. liebeskind“.
PS: Redaktion und Herausgeber von Globalbridge freuen sich über Zuschriften und Kommentare. Zuschriften mit persönlichen Angriffen, Beleidigungen, übler Nachrede und böswilligen Unterstellungen à la Uri L. werden gelöscht und als „Spam“ gemeldet.
Ein persönliches PS von Globalbridge-Herausgeber Christian Müller: Dass Karin Leukefeld, die aus langjähriger Erfahrung und örtlicher Präsenz eine hervorragende Beobachterin des Geschehens in Syrien, im Libanon und in Israel ist, sich hier zum Thema Diffamierungen äussert, ist kein Zufall. Ein Email dieses oben zitierten Herrn Uri L., in dem vor allem auch über den „Kotzbroken“ Karin Leukefeld, wie er sie nannte, geschrieben wurde, endete mit dem Satz, gerichtet an Globalbridge: «Ihren Spruch „wagt zu sagen, was die Großen verschweigen“ sollten Sie ändern in: „gönnen Sie sich bei uns einen grossen Schluck aus der Kloschüssel!“ Dass solche Kommentare über Globalbridge auf Globalbridge nicht publiziert werden , ist selbstverständlich. Aber ich, Christian Müller, habe diesen „Kommentar“ meiner hochgeschätzten Kollegin Karin Leukefeld – natürlich redaktionsintern – zur Kenntnis gebracht. Karin Leukefelds Ausführungen über den Wert der Kommunikation sind also kein Zufall, sondern auch die Folge einer von Diffamierungen Betroffenen. (cm)