Der neue Machthaber in Syrien wird von den USA und anderen westlichen Ländern willkommen geheißen und teilweise gar verehrt. In Syrien gehen die Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Religionsgruppen aber weiter und sind sogar schlimmer. Die Aleviten unter Baschar al-Assad waren deutlich toleranter!

Freigelassene Journalistin berichtet: Kinder als politische Gefangene in Syrien 

Die deutsche Journalistin Eva Maria Michelmann spricht erstmals öffentlich darüber, was ihr in syrischer Gefangenschaft angetan wurde und unter welchen Bedingungen sie in offiziellen syrischen Gefängnissen ohne Anklage festgehalten wurde. Als eine von vielen Journalisten, die inhaftiert wurden, aber auch eine der wenigen, die so eine Gefangenschaft verlassen durften, bietet die Journalistin einen Einblick in die Realität politischer Gefangener im heutigen Syrien. Die Details ihrer Mitgefangenen schockieren: Einige sind nicht mal alt genug, um zu laufen. 

152 Tage lang wurde Eva Maria Michelmann von Truppen der syrischen Regierung festgehalten. Die Kölner Journalistin suchte in der Nacht zum 19. Januar 2026 zusammen mit ihrem Kollegen Ahmet Polad, der immer noch an einem unbekannten Ort festgehalten wird, und weiteren Flüchtenden Schutz in einem Jugendzentrum in Raqqa. Wenig später würde dieses Jugendzentrum selbst zum Kriegsschauplatz werden, als syrische Truppen zusammen mit örtlichen, arabischen Stammesmilizen die Stadt Raqqa aus der kurdisch dominierten Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien, auch unter dem kurdischen Namen Rojava bekannt, angriffen. Dort wurden die beiden Medienschaffenden zum letzten Mal öffentlich gesehen, als syrische Soldaten das Gebäude betraten. 

Nach fünf Monaten, inklusive einer Phase, in der keine Lebenszeichen ihre besorgte Familie erreichten, wurde die Journalistin am 19. Juni nach Jordanien geflogen, wo Freunde und Familie sie erleichtert empfingen. Selbst nach ihrer Freilassung leidet sie noch unter Folgen von Verschleppung, Isolationshaft und Folter, erklärte Rechtsanwalt Roland Meister von der Kanzlei Meister & Partner, die Michelmann rechtlich vertritt. Aufgrund ihres Gesundheitszustandes konnte sie nicht persönlich zur Pressekonferenz erscheinen, die ihre Familie, ihr Anwalt Roland Meister und die Organisation People’s Bridge, die sich intensiv für ihre Freilassung einsetzten, am 9. Juli organisierten. Die Journalistin wandte sich stattdessen mit einer Videobotschaft an die Öffentlichkeit, in der sie beschrieb, was ihr in syrischer Haft widerfahren ist. Für alles, was sie gesehen und selbst erlebt habe, benötige sie noch Zeit zum Verarbeiten, erklärt sie im Video. 

Isolationshaft, Folterverhöre und inhaftierte Kinder 

In einem fensterlosen Raum, abgeschnitten von der Außenwelt, schildert sie ihre Isolationshaft in der Obhut syrischer Staatsorgane. Nach eigenen Angaben wurde ihr gegenüber behauptet, dass niemand nach ihr fragen würde und deutsche Behörden auf syrische Anfragen über ihre Person nicht antworten. Monatelang wurde sie im Wissen gelassen, dass ihre Liebsten sie für tot halten. Von dem Einsatz, den ihre Familie und Freunde für sie aufbrachten, dem offenen Brief an die Bundesregierung, und zahlreichen Kundgebungen, die ihre und Ahmet Polads Freilassung forderten, erfuhr sie erst, als sie sich wieder frei bewegen durfte. “Es ist sehr schön zu wissen, dass es tausende Menschen in Deutschland gibt, die Journalist:innen zur Seite stehen, wenn sie verschleppt und gefoltert werden, weil ihre kritischen Beiträge von einem machthabenden Regime als bedrohlich empfunden werden.”, richtet sie sich an ihre Familie, Freunde und alle, die sich für ihre Freiheit einsetzten.  

Monate lang wurde sie von “Gefängnis zu Gefängnis, Verhör zu Verhör”, verfrachtet, erzählt die Journalistin. Lange Zeit wurde sie in Aleppo in der Kommandozentrale der inneren Sicherheit isoliert gefangen gehalten, führt sie aus. Innerhalb Aleppos kam sie dann in ein Gefängnis, wo laut eigenen Angaben unter Einsatz von Folter Verhöre durchgeführt wurden. Sie vermeidet es, explizite Gewalt zu erwähnen, die ihr persönlich angetan wurde. Der Verdacht ist naheliegend, da sie berichtet anderen Mitgefangenen erstmals in einem Frauengefängnis in Idlib begegnet zu sein, jedoch schon in Aleppo von Folter spricht.  

In Idlib, der Hochburg der Terrororganisation HTS, werden viele der Frauen, denen sie im Frauengefängnis begegnete, bereits für eine längere Zeit gefangen und gefoltert, berichtet Eva. Das Leid dieser Frauen reicht sogar noch vor der Machtergreifung Ende 2024 durch die extremistische Milizenallianz zurück, erzählt sie. Die neuen Machthaber öffneten zwar die Folteranstalten des gestürzten Diktators Assad, ließen aber ihre eigenen Gefängnisse bestehen. “Folter mit Schlägen und Elektrizität sind in den Gefängnissen dieses Regimes ganz normale Standards der Verhörmethoden.”, enthüllt Eva als einer der ersten Menschen, die aus den Gefängnissen der Übergangsregierung frei kam. 

Die Rechtsgrundlage, auf deren Basis die Betroffenen festgehalten werden, ist fragwürdig, da die Frauen zu einer Zeit eingesperrt wurden, als die Terrormilizen sich nicht an staatliche Gesetze, sondern ihre eigenen Gesetzgebungen halten mussten. Das aktuelle Strafrecht Syriens basiert weiterhin auf Vorschriften aus der Assad-Ära, erzählt Evas Bruder Dr. Antonius Michelmann. Während Eva noch inhaftiert war, untersuchten die Anwälte der Familie die dortigen Gesetzesgrundlagen. Willkürlich auslegbare Paragraphen legitimieren die Strafverfolgung von Zivilisten als Terroristen und Spione. 

Nach Idlib musste sie sich in Damaskus mit 15 anderen Frauen, eine Zelle mit schimmeligen Wänden und dieselben Matratzen teilen, erinnert sie sich zurück. In einem anderen Gefängnis der Hauptstadt, dass ihr gegenüber als “Gericht” bezeichnet wurde, musste sie mit 20 anderen Frauen, ohne Matratzen in einem Raum voller Fliesen ausharren, verbildlicht die Medienschaffende. Das letzte Gefängnis, in das sie vor ihrer Freilassung gebracht wurde, teilte sie sich mit Frauen und Kindern. „Manche von ihnen sind so jung, dass sie nicht mal laufen können”, beschreibt sie Babys, die wie politische Gefangene behandelt werden. 

Ein Großteil der Frauen, die noch unter solchen Haftbedingungen gefangen sind, gehören der Glaubensgemeinschaft der Alawiten an, verdeutlicht Eva. Seit dem Sturz Assads kommt es häufig zu religiös motivierter Gewalt und Attentaten an Alawiten. Die bekannteste Gewaltwelle voller Pogrome ereignete sich im März 2025 und begann im Küstengebiet Latakia sowie anderen Städten mit alawitischer Mehrheit. Es kam zu Kämpfen zwischen Milizen mit Verbindung zur neuen Regierung und politischen Anhängern Assads, bei denen über 1.400 alawitische Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, getötet wurden. Häuser wurden angezündet und außergerichtliche Hinrichtungen von Zivilisten wurden auf offener Straße verübt. Leichen lagen tagelang auf den Straßen, weil Familien die Bestattung nach ihren religiösen Riten untersagt wurde und die Krankenhäuser in den Küstengebieten füllten sich mit Leichen,dokumentierten UN-Ermittler. Diese Hassverbrechen an Alawiten stellen einen Fall von kollektiver Bestrafung dar, da die Assad-Familie dieser Religionsgemeinschaft angehört. 

Auf die Frage nach ihrer persönlichen Gesundheit, antwortet Eva Michelmann lediglich, dass sie noch an jene denke, die immer noch unter solchen Umständen gefangen sind. “Sicherlich gibt es viele, die mich fragen möchten, wie es mir geht. Ich möchte Ihnen darauf antworten, dass meine Gefühle und Gedanken gerade vor allen Dingen bei all den Menschen sind, die noch verschwunden oder in Gefangenschaft sind.”, solidarisiert sich die befreite Journalistin mit allen Gefangenen, denen sie begegnete. 

Verschleppung durch das syrische Militär aus einem Jugendzentrum

Zum Zeitpunkt ihrer Entführung, filmten und berichteten die beiden Journalisten noch von ihrem Zufluchtsort aus über das Kampfgeschehen, rekonstruiert die Anwaltskanzlei Meister & Partner die Ausgangssituation. Das Jugendzentrum kam unter Beschuss durch bewaffnete arabische Stammesmilizen, die an der Eroberung auf Seiten Syriens teilnahmen. Plötzlich drangen Truppen des syrischen Militärs unter dem Militäroffizier und Leiter der Inneren Sicherheit Aleppos, Mohammed Abdul Ghani, vor. Unter seiner Aufsicht wurden die beiden Journalisten verhaftet und in einem PKW abtransportiert, berichtete ein Augenzeuge, der ebenfalls in dem Jugendzentrum Zuflucht gesucht hatte. 

Drei Monate lang galt sie als vermisst. Die Anwaltskanzlei und die Aktivisten von People’s Bridge vernetzten sich mit Menschen vor Ort, um Hinweise über den Verbleib der beiden aufzubringen. Dass sie in einem staatlichen Gefängnis in Aleppo gefangen ist, bestätigte ein Kämpfer der kurdisch-dominierten SDF,  welcher mit dem Verletztem Ahmet Polad in derselben Zelle eingesperrt war. Im Rahmen eines Waffenstillstand zwischen der SDF und dem syrischen Militär wurde er zum Gefangenenaustausch am 11. April freigelassen. Die Gefangenen waren Misshandlung und Verunglimpfung durch die Wärter ausgesetzt, berichtet er. Er selbst begegnete Eva nicht, hörte jedoch im Gefängnis, dass sich eine deutschen Journalistin im Frauentrakt befindet. Eine Beschreibung, die nur auf Eva Michelmann traf und sich auch bewahrheitete. 

Während all dem bestritten offizielle syrische Stellen, etwas über ihren Aufenthalt zu wissen, obwohl sie mehrmals in unterschiedliche Haftanstalten verlegt wurde. Erst Ende April, mehr als die Hälfte ihrer Haft, bestätigte das syrische Informationsministerium die Tatsache, die ihre Familie und Unterstützer bereits durch Zeugenaussagen in Erfahrung brachten. Durch ihre Recherchen lieferten sie Beweise, die dazu führten, dass eine Vertreterin der deutschen Botschaft die Journalistin am 23. April in Damaskus besuchen konnte, zu einer Zeit als das syrische Regime ihre Gefangenschaft noch öffentlich bestritt. Regelmäßiger konsularischer Beistand, der dringend notwendig für ihre Freilassung war, wurde jedoch blockiert. Nach diesem Treffen wurde deutschen Vertretern fünf Wochen lang der Zugang zu ihrer Staatsbürgerin verwehrt. 

Konsequenzen für die Verantwortlichen

Auf der Pressekonferenz kündigte Anwalt Roland Meister an, dass sich weiter für die Freilassung von Ahmet Polad eingesetzt wird und Schritte zur Strafverfolgung für die Verantwortlichen eingeleitet werden. Die Freilassung Evas entlaste die Verantwortlichen nicht von Schuld, erklärt er. Die Rolle von Oberst Abdulghani müsse zentraler Ermittlungsgegenstand werden, aber auch die Verantwortlichkeit deutscher Behörden soll geprüft werden. Der deutsche Auslandsgeheimdienst Bundesnachrichtendienst (BND) soll nach Berichten des Spiegels frühzeitig von Michelmanns Inhaftierung in Kenntnis gesetzt worden sein und sogar im Gefängnis gewesen sein, in dem Michelmann war, doch das Auswärtige Amt wurde nicht informiert. 

Obwohl Eva im Gefängnis sogar einen Brief schrieb,der an die BND-Vertreter weitergegeben worden sein soll, wurde seitens des Referats im Auswärtigen Amt, mit denen die Kanzlei in Kontakt stand, erklärt keinerlei Kenntnis über ihre Haft zu haben, erklärte Meister auf Nachfrage. Zu prüfen sei auch, ob deutsche Stellen durch aktives Handeln oder pflichtwidriges Unterlassen an der Verheimlichung der Haft, der Fortdauer der Haftbedingungen und an der Inkaufnahme von Beeinträchtigungen für Leib und Leben von Eva und Ahmet sich mitschuldig gemacht haben, heißt es sinngemäß auf der Homepage “Freiheit für Eva & Ahmet”,  die vob Roland Meister errichtet wurde. Es sei nötig, dass offengelegt wird, welche Behörden zu welchem Zeitpunkt von Haftort und der Folter wussten, welche Schutzmaßnahmen möglich waren und wieso sie Unterlassen wurden, so Rechtsanwalt Meister. 

Nachdem der Widerspruch offensichtlich wurde, behauptete das syrische Außenministerium, die Journalistin habe an einer militärischen Operation teilgenommen, betrat syrisches Territorium illegal und wurde zusammen mit einem hochrangigen PKK-Angehörigen festgenommen. Das Statement, das von der staatlichen Nachrichtenagentur SANA zitiert wird, hält sich kurz und erklärte ihre Freilassung, um den diplomatischen Beziehungen mit Deutschland nicht zu schaden. Als der syrische Präsident Ahmad Al-Schara auf Staatsbesuch nach Berlin kam, hatte das syrische Außenministerium noch nicht eingestanden, dass Eva Michelmann inhaftiert ist und ihrer Familie wurde auch keine Garantie gegeben, dass die Bundesregierung ihr Anliegen persönlich vor dem syrischen Präsidenten erwähnte. Weiterhin heißt es, ihr wurde gemäß dem Völkerrecht konsularischer Beistand bereitgestellt. Dass sie bis zum 23. April und anschließend wieder mehr als 5 Wochen ohne persönliche Treffen mit Vertretern der deutschen Botschaft verbleiben musste, kommt vom syrischem Außenministerium nicht zur Sprache. 

Rechtsanwalt Meister bemängelt weiter, dass eine konkret bezeichnete Handlung, eine Anklageschrift und die Mitteilung eines zuständigen Gerichtes, an das man sich wenden könnte. Die Identität des “ranghohen PKK-Angehörigen” wird nicht näher benannt. Auch die Behauptung, sie seien illegal in syrisches Territorium eingedrungen, ist nicht haltbar. Meister betont, dass Raqqa zum Zeitpunkt ihrer Gefangennahme noch nicht von der syrischen Regierung erobert wurde, sondern DAANES (Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien) angehöre. Die beiden Journalisten hielten sich dort beruflich und legal mit Genehmigung der Selbstverwaltung dort auf. Zum Zeitpunkt der Festnahme waren sie im Besitz von Kameras, Arbeitsnachweisen und journalistischen Ausweisen, womit die Identität der beiden als Medienschaffende unmissverständlich feststand, argumentiert der Anwalt beider. Der Vorwurf, dass Eva Michelmann syrisches Gebiet infiltriert habe, sei eine nachträgliche Legitimierung einer rechtswidrigen Gefangennahme. “Die Freiheit eines Menschen ist kein diplomatisches Geschenk.”, bekräftigtt der Anwalt schriftlich auf der Homepage. 

Unliebsame Zeugen 

Michelmans Familie und der Rechtsanwalt erkennen ein klares Motiv hinter der Gefangennahme. Als sie noch im Besitz ihrer Filmausrüstung waren, dokumentierten sie die “völkerrechtswidrigen Angriffe der Truppen und verbündeten islamistischen Milizen”, heißt es auf der Website. Zuvor recherchierten und veröffentlichten die beiden Medienschaffenden schon Beiträge zum Wiedererstarken des IS nach der Machtübernahme des neuen Regime, sowie dazu, welche Verbindungen diese extremistischen Gruppierungen und besagtes Regime einen. Der Augenzeuge, der sah, wie die beiden abtransportiert wurden, bezeichnete die Milizen, die das Jugendzentrum, dass ihnen Zuflucht bot, angriffen, auch als Teil des IS. 

Evas letzter Artikel vor ihrer Entführung, den sie für die türkische Nachrichtenagentur Etha schrieb, behandelte die Militäroffensive Aleppos durch dieselben Milizionäre, die auch Raqqa angriffen und eroberten. Somit wurde Ihre Berichterstattung zum Risiko für die Herrschenden, so die Kanzlei. 

“Die STG (Syrian transitional government) hatte einen konkreten Grund zur Festnahme. Denn die beiden recherchierten zum Wiedererstarken des IS und den Verbindungen zu anderen islamistischen Kräften, auch in der Regierung. Dies sollte offensichtlich verhindert werden. Die syrische Regierung erklärt sie zum Sicherheitsrisiko, ließ sie als Geiseln nehmen, monatelang verschwinden und foltern.” hieß es in einer Pressemitteilung der vertretenden Kanzlei zum Internationalen Tag der Pressefreiheit. Da das syrische Regime sich auf die Bundesregierung, aber auch andere europäische Regierungen sowie das Weiße Haus verlässt, um International Anklang zu finden, stellen die Berichterstattungen von Journalisten wie Eva Michelmann und Ahmet Polad Hindernisse dar. 

Gegen Ende ihrer Videobotschaft positioniert sie sich gegen Abschiebeabkommen zwischen Berlin und Damaskus. Sie selbst habe am eigenen Leib erfahren, wie Menschen, die anders als das Regime denken, behandelt werden. “ Zivilist:innen werden auf der Flucht erschossen und auf offener Straße hingerichtet.

Nein, Syrien ist nicht sicher. Keine und keiner, die oder der in Deutschland Schutz sucht, darf mittels Abschiebung gezwungen werden, nach Syrien zurückzukehren.”, fordert Michelmann. 

Trotz all den gravierenden Erlebnissen, die sie in Syrien erlebt hat, zeigt sie sich zuversichtlich, dass die Menschen, die ihre Heimat lieben und aus freien Stücken wieder zurückkehren, Syrien zu einem Ort machen können, in dem alle Menschen gleichberechtigt leben können. Sie äußert den Appell, die Hoffnung für das Land nicht aufzugeben. Die Journalistin veranschaulicht die ethnische und religiöse Vielfalt des Landes, darunter die antike aramäische Sprache, die immer noch in einigen Gebieten gesprochen wird und viele weitere Volksgruppen, wie die von ihr thematisierten Alawiten und Kurden, die in Syrien beheimatet sind. All diesen Menschen, auch der Mehrheitsbevölkerung von sunnitischen Arabern, wünscht sie eine Gesellschaft, in der alle gleichberechtigt und glücklich leben können. “Syrien, das heißt Menschheitsgeschichte”, zeichnete sie auf. Mit der Forderung nach Freiheit für Ahmet Polad und alle politischen Gefangenen beendet sie ihre Videobotschaft. 

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